Kiwis haben im Grunde immer Saison, weil die Exoten nicht bei uns beheimatet sind, sondern importiert werden. Vor allem im Winter sind sie aber enorm beliebt und eine tolle Ergänzung der heimischen Obstsorten.
Woher die pelzigen Früchte kommen und was sie nährwerttechnisch auf dem Kasten haben, wollten wir genauer wissen.
Inhalt
Lieblingsexot unter die Lupe genommen
Die Kiwi dürfte von unseren Großeltern kaum jemand gekannt haben. Erst seit den 1960ern wird sie im großen Stil exportiert und avancierte seitdem rasch zu einem der absoluten Lieblingsexoten in den Obstkörben der Republik. Andernorts war sie damals schon längst bekannt und sogar eine echte Berühmtheit.
Beheimatet ist sie in China und Neuseeland und wurde einst auch als chinesische Stachelbeere bezeichnet, bis ihr die Ehre zuteilwurde, den Namen des neuseeländischen Nationalvogels zu übernehmen. In Neuseeland heißen heute sowohl Vogel als auch Frucht Kiwi und dieser Name hat sich schließlich auch international durchgesetzt.
Heute stammen die meisten Kiwis, die du im Laden kaufen kannst, aus China, Italien und Neuseeland. Ob du nun gelbe, grüne oder die bei uns nur sehr selten erhältlichen roten Kiwis bevorzugst, liegt ganz an deinem persönlichen Geschmack.
Der Klassiker ist die außen pelzige Kiwi mit grünem Fruchtfleisch, die neuere Sorte mit dem gelben Innenleben ist aber dank ihres geringeren Fruchtsäureanteils etwas milder und die rote angenehm fruchtig mit einem Hauch von Johannisbeeren. Ihre Schale ist ebenfalls grün, aber unbehaart und komplett glatt.
Mehr Vitamin C als Zitronen
Kiwis schmecken nicht nur herrlich fruchtig und exotisch, sondern können auch unser Immunsystem stärken. Als Zitrusfrucht mit dem größten Vitamin-C-Anteil rangiert sie erstaunlicherweise sogar vor der Zitrone, die gemeinhin ja als Symbol für vitaminreiche Kost verwendet wird. Die Zitrone glänzt mit guten 50 Milligramm Vitamin C pro 100 g Frucht, die Kiwi hingegen erreicht Werte von bis zu 300 Milligramm. Und seien wir mal ehrlich: Wer kann schon 100 Gramm Zitrone essen?
Interessant ist aber vor allem ein besonderes Enzym, das die Frucht enthält: das Actinidin. Dieses gilt als verdauungsfördernd und soll gerade nach fleischhaltigen Speisen dabei helfen, die Proteine ordentlich zu zersetzen. Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen stecken auch noch drin – die Kiwi ist also ein richtig guter Tipp, wenn du dich abwechslungsreich und gesund ernähren möchtest.
Die Kiwi als Dessert-Prominenz
Verwendet wird die Kiwi vor allem roh und sogar ein eigenes Dessert wurde ihr gewidmet, das Meringue Pawlowa – Baiser mit Sahne und frischen Kiwi-Scheiben.
Falls du das einmal nachkochen möchtest, noch ein kleiner Tipp: Das bereits erwähnte Enzym Actinidin fördert bei längerem Kontakt mit Milchprodukten die Bildung von Bitterstoffen. Sahne und Kiwi gehören also gerne zusammen, sollten es aber vor dem Verzehr nicht zu lange miteinander aushalten müssen.
Basiswissen Kiwi
Saison
Kiwis haben im Grunde immer Saison, weil die Exoten nicht bei uns beheimatet sind, sondern importiert werden.
Inhaltsstoffe der Kiwi
Dieses Obst ist eine Vitamin-C-Bombe. Mit nur zwei Kiwis am Tag kannst du deinen Vitamin-C-Bedarf (fast) komplett decken :-) Außerdem sind in der Kiwi noch wichtige Ballaststoffe, Kalzium, Magnesium und Kalium enthalten.
Ganz wichtig: das in der Kiwi enthaltene Enzym Actinidain hilft bei der Verdauung, da es Eiweiß spaltet. Manche Menschen reagieren darauf jedoch leider allergisch.
Nährwerte pro 100 Gramm
Nährstoff | per 100 g | Einheit |
Wasser | 83,9 | g |
Kalorien | 58 | kcal |
Proteine | 1,06 | g |
Fettgehalt | 0,44 | g |
Kohlenhydrate | 14 | g |
Ballaststoffe | 3 | g |
Zucker | 8,99 | g |
Mineralien | ||
Eisen, Fe | 0,24 | mg |
Kalium, K | 198 | mg |
Kalzium, Ca | 35 | mg |
Kupfer, Cu | 0,134 | mg |
Magnesium, Mg | 16 | mg |
Mangan, Mn | mg | |
Natrium, Na | 5 | mg |
Phosphor, P | 34 | mg |
Selen, Se | 0,2 | µg |
Zink, Zn | 0,14 | mg |
Vitamine | ||
Vitamin A, IU | IU | |
Vitamin A, RAE | 4 | µg |
Beta-Carotin | 52 | µg |
Vitamin B1 (Thiamin) | mg | |
Vitamin B12 (Cobalamin) | µg | |
Vitamin B2 (Riboflavin) | 0,025 | mg |
Vitamin B3 (Niacin) | 0,37 | mg |
Vitamin B5 (Pantothensäure) | mg | |
Vitamin B6 | mg | |
Vitamin B9 (Folsäure, Folate) | 26 | µg |
Vitamin C | 74,7 | mg |
Vitamin D | µg | |
Vitamin E | 1,3 | mg |
Vitamin K | 40,3 | µg |
Lipide | ||
Gesättigte Fettsäuren | 0,029 | g |
Einfach ungesättigte Fettsäuren | 0,047 | g |
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren | 0,287 | g |
Quelle: USDA |
Einkauf und Lagerung
Einkauf: Einfach kurz die Kiwi drücken. Gibt sie leicht nach, dann ist sie reif.
Lagerung: Kiwis reifen nach, wenn man sie bei Raumtemperatur lagert. Im Kühlschrank sind sie jedoch mehrere Wochen haltbar, wenn sie noch hart sind. Eine weiche Kiwi bleibt hingegen auch im Kühlschrank nur noch wenige Tage frisch.
Intoleranzen
Intoleranz | Geeignet bzw. Inhalt pro 100 g |
Gluten-Intoleranz | :-) |
Fruktose-Intoleranz | :-( Fruktose: 4,6 g, Glucose: 4,32 g |
Laktose-Intoleranz | :-) |
Histamin-Intoleranz | :-( |
Rezepte mit Kiwi
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Interessanter Artikel :-)
liebe Grüße
Danke :-)