Gesundheit
Schreibe einen Kommentar

Kupfer – das Superelement

Neben Jod, Mangan, Selen, Silicium, Zink und anderen gehört Kupfer zu den lebenswichtigen Spurenelementen, die wir immer wieder über unsere Ernährung aufnehmen müssen.

Würde dieses Spurenelement fehlen, könnten bestimmte Enzyme nicht richtig funktionieren. Diese Enzyme bewirken lebensnotwendige chemische Vorgänge innerhalb des menschlichen Organismus – so sorgen sie unter anderem dafür, dass Eisen im Körper zum Blutfarbstoff Hämoglobin umgewandelt wird.

Kupfer unterstützt außerdem die gesunden Funktionen des Immunsystems, der Knochen und Blutgefäße sowie der Nerven – jedenfalls bei richtiger Dosierung.

Alles über Kupfer

Die gesamte Kupferkonzentration im Körper des Menschen beträgt etwa 0,10 bis 0,15 Milligramm. Zugeführt werden sollen dementsprechend auch zwischen einem und 2,5 mg – gute Kupferlieferanten sind dabei Eigelb, Fisch und Leber.

Das Spurenelement ist an der Bildung von Blut und Bindegewebe und an den Normalfunktionen des Nervensystems beteiligt. Aufgenommen wird es im Dünndarm. An ein Albumin (Bluteiweiß) gebunden erfolgt ein Transport zur Leber und von da aus mithilfe eines Coeruloplasmins, also eines anderen Proteins, zum jeweiligen Wirkungsort. Das Coeruloplasmin wird als Akute-Phase-Protein bezeichnet, dessen körpereigener Spiegel infolge akuter Entzündungsprozesse erhöht sein kann.

Das Spurenelement Kupder ist reichlich in Vollgetreide, Innereien, Fleisch, Eigelb, Nüssen, Gemüse, Schokolade und Kakao enthalten.

Wann der Kupferspiegel bestimmt wird

Routinemäßig wird der Kupferspiegel nicht bestimmt. Der Arzt wird ihn bei unklaren Lebererkrankungen wie Gelbeinfärbung von Augen und Haut und auch bei bestimmten Veränderungen des Nervensystems wie Zittern oder Steifheit bestimmter Muskelpartien zurate ziehen.

Dann wird der Kupfergehalt im Blut oder im Urin Aufschluss über einen gestörten Kupferstoffwechsel wie hepatolentikuläre Degeneration und Morbus Wilson geben.

Die Normal- bzw. Referenzwerte betragen:

  • Frauen: 74-122 µg/dl alte Einheit; 11,6-19,2 µmol/l SI-Einheit
  • Männer: 79-131 µg/dl alte Einheit; 12,4-20,6 µmol/l SI-Einheit.

Ein erniedrigter Kupferspiegel kann zum Beispiel manchmal bei künstlicher Ernährung festgestellt werden, etwa bei Säuglingen.




WERBUNG

Morbus Wilson

Dabei handelt es sich um eine verhältnismäßig seltene und angeborene Kupferstoffwechselstörung. Die krankhafte und übermäßige Speicherung des Spurenelements kann bis zu einem Leberversagen führen. Hinweise ergeben sich aus der Gelbfärbung der Augen und der Haut.

Im Gehirn können entsprechende Ablagerungen zu Bewegungsstörungen und Zittern bis hin zu psychischen Veränderungen führen. Morbus-Wilson-Patienten haben nicht selten eine als Kayser-Fleischer-Ring bezeichnete rotbraune Umrandung der Regenbogenhaut. Morbus Wilson zeigt sich meist vor der Vollendung des 40. Lebensjahrs.

Menkes Syndrom

Diese Erkrankung tritt selten auf. Sie ist ebenfalls eine angeborene Stoffwechselstörung, die auf einer Kupferstoffwechselstörung beruht.

Betroffen sind meist Säuglinge und dabei ausschließlich Jungen. Schwere Gehirnschäden können in Folge der Erkrankung auftreten.

Der erhöhte Kupferspiegel

Ein erhöhter Kupferspiegel kann anfallen

  • infolge der Konsumierung weiblicher Sexualhormone (Östrogene aus der Pille),
  • im letzten Schwangerschaftsdrittel,
  • infolge bestimmter Tumore und einiger entzündlicher Erkrankungen.

Noch ein Nachtrag

Hier und da stehen Kupferpfannen und –Töpfe in der Küche. Kochprofis lieben ihr Kupfergeschirr – allerdings ist das von innen stets mit Zinn ausgekleidet. Denn das Kupfermaterial ist zwar ein ganz hervorragender Hitzeleiter – andererseits bildet sich daraus toxischer Grünspan. Ein anderer Anlass, den Superhitzeleiter zu versiegeln, ist die zerstörerische Wirkung des Kupfers auf das Vitamin C.

So bestehen eigentlich nur professionelle „Schaumschläger“ auf einen Kupferspezialtopf: In reinen Kupfertöpfen reagieren das Spurenelement und Eiweiße am besten, sodass Eischnee im Kupfergefäß ganz hervorragend gelingt 🙂

Foto: Ekaterina Markelova / shutterstock.com


Also published on Medium.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.