Lebensmittel
Kommentare 2

Köstlicher Herbstbote: Rosenkohl

Rosenkohl

Neben verschiedenen Kohlsorten, Pastinaken, Roter Bete und Kürbissen beginnt auch für den Rosenkohl im Herbst die Saison. Die ersten kleinen Köpfchen gibt es ab Ende September, ein reichliches Anbot an Rosenkohl dann von Oktober bis zum neuen Jahr, abflachend bis ins Frühjahr hinein.

Aber nicht jeder freut sich über dieses Wintergemüse. Fragst du einmal in deinem Umfeld nach, wirst du auf die Frage nach Rosenkohl sicher nicht nur verzückte Gesichter, sondern auch klares Naserümpfen ernten. Kaum ein Gemüse polarisiert so sehr wie dieses und das liegt vor allem an seinen deutlichen Bitterstoffen.

Warum genau diese so gesund sind und wie du Rosenkohl zubereiten kannst, damit er auch Skeptiker überzeugt, sagen wir dir.

Vom Brüsseler Kohl zum Rosenkohl

Wir Deutschen kennen den Rosenkohl erst seit dem 19. Jahrhundert. Rund 300 Jahre früher wurde er erstmals in Belgien angebaut, was ihm lange Jahre den Namen „Brüsseler Kohl“ einbrachte. Die charakteristische Form des kleinen Kohls und die Anordnung der Blätter bescherten ihm dann schließlich den heute geläufigen Namen „Rosenkohl“. In Österreich existiert darüber hinaus eine dritte Bezeichnung – hier liegt Rosenkohl als Kohlsprossen oder Sprossenkohl in der Auslage.

Die zu den Kreuzblütlern gehörende Pflanze ist nicht die anspruchsloseste, wenn auch keine Diva. Rosenkohl zählt wie Paprika und Kartoffeln zu den sogenannten Starkzehrern, die dem Boden viele Nährstoffe sowie Stickstoff entziehen. Wer Rosenkohl selbst anpflanzen möchte, sollte dies also in einem nährstoffreichen Boden tun, um eine gute Ernte zu erzielen.

Allein die Optik der ausgereiften Pflanze mit ihren dicht beieinandersitzenden Röschen ist wunderschön. Je nachdem, ob eine frühe oder späte Sorte gewählt wurde, liegt der Erntezeitpunkt vom frühen Herbst bis in den März hinein.

Frost schadet dem Rosenkohl im Übrigen nicht – ganz im Gegenteil schwört mancher Genießer darauf, dass das Gemüse erst mit dem ersten Frost so richtig schmackhaft wird.

Geschmacklich? Geschmackssache!

Der erste Frost wird von vielen Rosenkohlliebhabern auch deshalb so geschätzt, weil der Kohl dann etwas milder wird. Durch die Kälte erhöht sich der Zuckergehalt der Röschen und die zuvor prägnanten Bitterstoffe werden etwas abgemildert. Für Einsteiger und Kohlverächter empfiehlt sich also eine eher späte Sorte, um doch noch auf den Geschmack zu kommen.

Der ist nämlich keineswegs nur bitter, sondern weitaus vielschichtiger. Cremig, buttrig, klar nach Kohl schmeckend und doch sanft. Und Vitamine haben die kleinen Röschen schier grenzenlos. Zahlreiche B-Vitamine, Vitamin C, Vitamin K, Natrium, Kalium und Eisen. Außerdem sind sie sehr ballaststoffreich, so sehr, dass sie im rohen Zustand für manche Menschen schwer verdaulich sind und sprichwörtlich schwer im Magen liegen.

Grundsätzlich ist er aber für den Rohverzehr geeignet. Und seine bittere Note hat auch ihr Gutes, gelten die enthaltenen Bitterstoffe doch als magenschonend und verdauungsfördernd.

Leckere Rosenkohl-Rezepte gibt’s dann nächste Woche 🙂

Basiswissen Rosenkohl

Saison

Rosenkohl hat im Herbst Saison. Die ersten kleinen Köpfchen gibt es ab Ende September, ein reichliches Anbot an Rosenkohl dann von Oktober bis zum neuen Jahr, abflachend bis ins Frühjahr hinein.

Inhaltsstoffe

Rosenkohl enthält zahlreiche B-Vitamine, Vitamin C, Vitamin K, Natrium, Kalium und Eisen. Außerdem ist er sehr ballaststoffreich, so sehr, dass er im rohen Zustand für manche Menschen schwer verdaulich ist und sprichwörtlich schwer im Magen liegt.

Nährwerte pro 100 Gramm

Gesund kochen: 100 hervorragende Rezepte
WERBUNG
Kalorien 36 kcal
Eiweiß 4,45 g
Fett 0,34 g
Kohlenhydrate 3,29 g
Ballaststoffe 4,40 g
Wassergehalt 85,57 %

Einkauf und Lagerung

Einkauf: Achtet beim einkaufen darauf, dass die Rosenkohl-Köpfchen fest geschlossen und schön grün sind. Gelbe Blätter sind kein gutes Zeichen. Frischer Rosenkohl ist fest und gibt bei Druck nicht nach. Schneidet ihr ihn auf, dann sollte die Schnittfläche fest und weiß sein.

Lagerung: Ungewaschen und ungeputzt hält sich Rosenkohl sich im Gemüsefach des Kühlschranks ungefähr 4-5 Tage.

Wenn ihr ihn schält, dann könnt ihr den Rosenkohl sogar einfrieren. Leider ist eingerfrorener Rosenkohl nach dem Auftauen nicht mehr so schön fest wie frischer, geschmacklich ist er aber völlig OK.

Intoleranzen

Intoleranz Geeignet bzw. Inhalt pro 100 g
Gluten-Intoleranz 🙂
Fruktose-Intoleranz Fruktose: 0,80 g, Glucose: 1 g
Laktose-Intoleranz 🙂
Histamin-Intoleranz 🙂

Rezepte mit Rosenkohl

Ihr sucht nach passenden Rezepten mit Rosenkohl? Dann klickt einfach auf den Button!

Rezepte mit Rosenkohl

Foto: Keenan Loo / unsplash.com


Also published on Medium.

2 Kommentare

  1. Pingback: Rosenkohl-Auflauf mit Karotten und Tomaten - mein ZauberTopf

  2. Pingback: Köstlicher Herbstbote: Rosenkohl | Heikes Projekte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.