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Hagebutten – Vitaminspender der kalten Jahreszeit

Hagebutten

Die Hagebutte hat viele Namen, darunter so klingende Bezeichnungen wie Hundsrose, Hagebutze, Haneputtchen, Hahnedorn oder Hertscherln. Doch egal wie die Früchte auch genannt werden, sie genießen nicht umsonst den Ruf wahre Vitaminbomben zu sein.

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Hagebutten zählen in unseren Breitengraden nämlich mit Abstand zu den Früchten mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C. In letzter Zeit haben die Sammelnussfrüchte aber zu Unrecht an Bedeutung verloren und sollten aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften hoffentlich bald wieder in aller Munde sein.

Was sind Hagebutten und woher kommen die roten Vitaminbomben?

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Hagebutten zählen zu den Rosengewächsen, sind in Mittel-, Nord- und Osteuropa heimisch und werden mittlerweile auch in Asien, Südamerika und Nordafrika kultiviert. Der Name der ungiftigen Sammelnussfrucht leitet sich von dem althochdeutschen Wort „hag“ für Hecke und den im Volksmund gebräuchlichen Ausdruck „butzen“ ab.

Grundsätzlich werden die Früchte im Herbst geerntet, können jedoch auch am Strauch überwintern, da reife Früchte nicht automatisch abfallen. Daher gilt, je länger die Früchte am Strauch reifen, desto süßer werden sie.

Hagebutten können im Unterschied zu anderen Früchten auch roh verzehrt werden. Dazu sollten aber die Samen entfernt werden, da diese zu starkem Juckreiz führen. Grundsätzlich gelten die Früchte als reif, wenn die Schale auf Druck leicht nachgibt. Reife Früchte haben ein dunkel oranges bis rotes Fruchtfleisch und ein angenehmes leicht saures Aroma.

Wildrosen aus dem eigenen Garten

Wildrosen sind nicht nur ein optischer Hingucker im Garten, sondern garantieren auch eine große Hagebuttenernte. Viele Sorten wie die Hundsrose, die Essigrose oder die Kartoffelrose sind so pflegeleicht, dass sie nahezu an jedem sonnigen bzw. halbschattigen Standort bestens gedeihen und keiner großartigen Pflege bedürfen. Förderlich auf das Wachstum der Pflanze wirkt sich jedoch eine Kompostdünung im Frühjahr und im Herbst aus.

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Rosengewächs mit erstaunlicher Wirkung

Die Sammelnussfrüchte werden meist im Spätherbst geerntet und enthalten einen sehr hohen Gehalt an Vitamin C. Aus diesem Grund werden die Früchte, welche auf 100 g bis zu erstaunlichen 1.250 mg des Vitamins enthalten, auch als „Zitronen des Nordens“ bezeichnet. Neben Vitamin C enthalten die Früchte aber auch größere Mengen an Vitamin A, B, und E. Erwähnenswert ist auch ihr hoher Eisen– und Magnesiumgehalt.

Die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Hagebutte gelten als unumstritten. Die Früchte haben eine appetitanregende Wirkung, beugen Gicht und Rheuma vor und fördern die Gesundheit von Haut und Augen. Durch die enthaltenen Antioxidantien unterstützen sie die Funktion des Herzens und fördern die Gesundheit der Gefäße.

Nicht nur roh ein gesunder Genuss

Hagebutten können nach dem Entfernen der Samen roh gegessen werden. Aus dem Früchten kann aber auch ein leckerer Fruchtaufstrich herstellt werden. In getrockneter Form ist die Hagebutte zudem eine wichtige Zutat für Teemischungen.

Von dem Rosengewächs sind aber nicht nur die Früchte, sondern auch die Blätter und die Blüten genießbar. Im Frühjahr geerntete junge Blätter eigen sich als ideale Zutat für Suppen oder Gemüsegerichte. Die hocharomatischen Blüten, welche meist im Juni erblühen, eignen sich als Zutaten für Säfte und Gelees oder einfach als Dekoration für sommerliche Gerichte.

Nährwertangaben

100 Gramm Hagebutten enthalten:

Nährstoff per 100 g
Energie 162 kcal
Protein 1,6 g
Fettgehalt 0,3 g
Kohlenhydrate 38 g
Ballaststoff 24 g
Zucker 2,6 g
Mineralien
Eisen 1,1 mg
Kalium 429 mg
Kalzium 169 mg
Magnesium 69 mg
Natrium 4 mg
Vitamine
Vitamin A 4.345 IU
Vitamin B6 0,1 mg
Vitamin C 400 – 1.250 mg
Quelle: USDA

Hagebutten

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