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Schwarzer Winterrettich – die vergessene Spezialität

Winterrettich

Eines der wenigen regionalen Gemüse, die im Winter erhältlich sind, ist schwarzer Winterrettich.

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Er war früher sehr verbreitet, ist heute aber eher ein Geheimtipp. Dabei ist er reich an Vitaminen und Senfölen und peppt mit seiner charakteristischen Schärfe so manches Winteressen auf.

Was ist schwarzer Winterrettich?

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Der schwarze Winterrettich heißt auch einfach nur schwarzer Rettich oder Pariser Rettich. Sein lateinischer Name ist Raphanus sativus L. var. niger.

Er ist ein Kreuzblütler und wächst einjährig. Seine Blätter sind etwas behaart, die kleinen Blüten lila.

Die Wurzel ist von einer schorfigen, schwarzen Haut überzogen, die dem schwarzen Rettich den Namen gibt. Denn von innen ist die Wurzel weiß.

Der schwarze Rettich ist sowohl in Kugelform als auch in länglicher Form erhältlich. Er ist etwas schärfer als der weiße Rettich, den es im Sommer zu kaufen gibt.

Woher kommt schwarzer Winterrettich eigentlich?

Rettich ist ein historisches Gemüse. Er wurde seit 2500 vor Christus in Ägypten angebaut. Es wird vermutet, dass er aus dem östlichen Mittelmeerraum kommt.

Rettich, schwarz, rund - Winterrettich

Foto: goldlocki – of my own work, CC BY-SA 3.0, Link

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde er in Europa und Nordamerika als Lagergemüse für den Winter angebaut. Danach wurde er eher selten. Heutzutage gibt es eine Rückbesinnung auf historische und auch regionale Genüsse. Gerade im Bio-Landbau wird der schwarze Rettich beliebter.

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Wie wird er angebaut?

In Mitteleuropa wird der schwarze Winterrettich im Juli oder August direkt ins Beet oder auf das Feld gesät, später verzogen und dann ab Oktober zum Einlagern geerntet.

Er gilt als ausgesprochen robust. Schwarzer Rettich gedeiht auf den meisten Böden und verträgt sogar etwas Schatten. Die Pflanzen vertragen im Feld Temperaturen von bis zu zehn Grad unter null.

Was macht ihn so wertvoll?

Da der schwarze Rettich ein heimisches Gemüse ist, braucht er keine langen Wege zurückzulegen. Das beschert ihm jedenfalls eine bessere Ökobilanz als so manchem exotischen Gemüse.

Genutzt wird vom schwarzen Winterrettich die Wurzel. Der schwarze Winterrettich enthält eine Menge Vitamin C. Allein das ist schon gut. Darüber hinaus ist er reich an Kalium und Calcium sowie Vitamin B.

Rettich, schwarz, lang - Winterrettich

Foto: goldlocki – of my own work, CC BY-SA 3.0, Link

Der charakteristische Rettich-Geschmack kommt von den Senfölen. Die Senfölglycoside wirken antimikrobiell und verdauungsanregend. Nach der Volksheilkunde sollen sie auch schleimlösend wirken.

Seine würzige Schärfe macht den schwarzen Rettich beliebt sowohl in der asiatischen als auch in der heimischen Küche.

Allerdings sollten Menschen mit Gallenproblemen etwas zurückhaltend im Genuss des schwarzen Rettichs sein. Bei übermäßigem Genuss kann es auch zu einem gereizten Magen kommen – wer da empfindlich reagiert, sollte auch aufpassen.

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Wie kann ich den schwarzen Winterrettich lagern?

Klassisch wird der Winterrettich in einer kühlen Erdgrube gelagert, in Sand eingeschlagen. Aber auch in einem kühlen Keller oder im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich der schwarze Winterrettich mehrere Wochen frisch.

Übrigens: Schälen musst du den schwarzen Winterrettich nicht. Allerdings ist er zarter, wenn du die Schale entfernst.

Nährwertangaben

100g Winterrettich enthalten:

Nährstoff per 100 g Einheit
Wasser 94,6 g
Kalorien 18 kcal
Proteine 0,6 g
Fettgehalt 0,1 g
Kohlenhydrate 4,1 g
Ballaststoffe 1,6 g
Zucker 2,5 g
Mineralien
Eisen, Fe 0,4 mg
Kalium, K 227 mg
Kalzium, Ca 27 mg
Kupfer, Cu 0,115 mg
Magnesium, Mg 16 mg
Mangan, Mn 0,038 mg
Natrium, Na 21 mg
Phosphor, P 23 mg
Selen, Se 0,7 µg
Zink, Zn 0,15 mg
Vitamine
Vitamin A, IU 0 IU
Vitamin A, RAE 0 µg
Beta-Carotin 0 µg
Vitamin B1 (Thiamin) 0,02 mg
Vitamin B12 (Cobalamin) 0 µg
Vitamin B2 (Riboflavin) 0,02 mg
Vitamin B3 (Niacin) 0,2 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure) 0,138 mg
Vitamin B6 0,046 mg
Vitamin B9 (Folsäure, Folate) 28 µg
Vitamin C 22 mg
Vitamin D 0 µg
Vitamin E 0 mg
Vitamin K 0,3 µg
Lipide
Gesättigte Fettsäuren 0,03 g
Einfach ungesättigte Fettsäuren 0,017 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren 0,045 g
Quelle: USDA


Winterrettich

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