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Hokkaido-Kürbis: Das musst Du über das orange Multi-Talent wissen

Hokkaido-Kürbis

Früher als Arme-Leute-Essen verschrien, heute als kalorienarmes und gesundes Superfood gefeiert. Der HokkaidoKürbis hat seit seinem Einzug in die europäische Küche schon so Einiges mitgemacht.

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Doch was steckt wirklich in dem orangen Gemüse und ist der Hype darum wirklich gerechtfertigt? Hier erfährst Du alles, was Du brauchst, um Dein Basiswissen über Hokkaido-Kürbis aufzufrischen.

Die Herkunft des Hokkaido-Kürbis – Der Name lässt es schon erahnen

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Um eines vorweg klar zu stellen: Bei dem Hokkaido-Kürbis handelt es sich weder um ein Gemüse noch um eine Frucht. Wie auch Tomaten oder Melonen zählt auch der Hokkaido-Kürbis zum Fruchtgemüse.

Doch nun zum eigentlichen Thema. Wie der Name schon verrät, stammt der Hokkaido-Kürbis ursprünglich aus dem fernen Japan. Genauer gesagt von der gleichnamigen Insel im Norden des Landes.

Aber es waren amerikanische Kaufleute und Händler, die den Bewohnern Hokkaidos den Kürbis überhaupt erst brachten und ihnen zeigten, wie man ihn anpflanzt. Aus dem amerikanischen Reisnusskürbis züchtete die lokale Bevölkerung dann die heute weltweit bekannte Sorte.

Es dauerte allerdings etwas, bis auch Europa und Deutschland das Gemüse anbauten. Doch seit Anfang der 2000er findet man auch hierzulande immer mehr Äcker, auf denen die Kürbisse angebaut werden, Tendenz steigend.

Dann hat der Hokkaido-Kürbis Saison

Der Hokkaido-Kürbis ist ein klassisches Herbst/Winter-Gemüse. Auch wenn schon Ende August die ersten Exemplare reif und zu Ernte bereit sind, beginnt die eigentliche Ernte im großen Stil erst Mitte September. Ab dann sind auch die Gemüseabteilungen im Supermarkt und die Wochenmärkte voll mit dem beliebten Fruchtgemüse.

Bis tief in den Winter hinein werden die Kürbisse dann noch vom Feld geholt. Aufgrund ihrer langen Haltbarkeit von bis zu einem Jahr, geht die Saison aber bis weit in den Frühling hinein. Spätestens Anfang des Sommers sind dann aber alle aufgegessen.

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Tipps zu Anbau und Pflege

Wenn Du selbst ein paar Hokkaido-Kürbisse anpflanzen möchtest brauchst Du einen hellen, vorzugsweise vollsonnigen Standort mit hummushaltigem Boden. Halte den Boden dann immer feucht, allerdings nicht so, dass das Wasser steht, denn das hemmt das Wachstum. Der Wurzelballen muss aber unbedingt immer feucht sein, da die Pflanze sonst absterben kann.

Hokkaido-Kürbis

Foto: Jan Hagelskamp1Eigenes Werk, CC-BY 4.0, Link / Wikipedia.de

Der früheste Zeitpunkt zum Anpflanzen ist der Tag nach den Eisheiligen, da ab diesem Datum kein Bodenfrost mehr zu erwarten ist.

Weil die Kürbisse große Ranken und Laubblätter ausbilden, solltest Du auf einen Abstand von knapp zwei Metern zu anderen Pflanzen in deinem Garten achten. Werden die Ranken und Blätter zu groß, solltest Du sie abschneiden.

Auch wenn der Hokkaido-Kürbis viel Sonne braucht, sollte er an sehr heißen und sonnigen Tagen mehrmals gegossen werden, vorzugsweise morgens und abends.

Darum ist der Hokkaido-Kürbis so gesund

Für ein Fruchtgemüse weist der Hokkaido-Kürbis eine sehr hohe Nährstoffdichte auf, da er vergleichsweise wenig Wasser enthält. Gleichzeitig ist er aber kalorienarm und hat nur etwa 67 kcal auf 100 g, die sich auf etwa 1,7 g Eiweiß, lediglich 0,5 g Fett und 13,6 g Kohlenhydrate aufteilen. Zudem enthält er 2,4 g von den wichtigen Ballaststoffen.

Seine leuchtende Farbe verdankt er im Übrigen seinem hohen Anteil an Beta-Carotin, welches der Körper zu Vitamin A umwandelt. Darüber hinaus finden sich die Vitamine B1, B2 und B6 sowie Vitamin C und E. Auch Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Magnesium und Phosphor sind reichlich vorhanden.

Der Hokkaido-Kürbis hat seinen Ruf als Superfood also nicht zu Unrecht. Er ist sehr gesund, schmeckt dazu auch noch hervorragend und lässt sich auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen zubereiten.

Rezepte mit Hokkaido-Kürbis

Ihr sucht nach passenden Rezepten? Dann schaut mal auf Pinterest:

Nährwertangaben

Roher Hokkaido-Kürbis enthält im Mittel 1,69 g Eiweiß, 0,48 g Fett, 13,6 g verwertbare Kohlenhydrate, 2,37 g Ballaststoffe, 1,18 g Mineralstoffe, 0,49 g Kalium, 3,74 mg Gesamt-β-Carotine, 34 µg Vitamin B1, 67 µg B2, 293 µg B6 und 30 mg Vitamin C in 100 g essbarem Anteil.

Der Nährstoffgehalt von Hokkaido-Kürbis ist zwei- bis siebenmal höher als der von den anderen Kürbissorten.

Quelle Nährwertangaben: ernaehrungs-umschau.de

Hokkaido-Kürbis

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Foto: Jeremy Keith from Brighton & Hove, United Kingdom – Squash
Uploaded by , CC BY 2.0, Link / Wikipedia.de

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