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Ernährung bei Rosazea: Dos & Don’ts

Rosazea-Ernährung

Rote Wangen zu haben wurde lange Zeit als Zeichen bester Gesundheit bewertet. Doch oftmals steckt hinter den Apfelbäckchen ein medizinisches Problem: Rosazea.

Behandelt wird mit Cremes oder Tabletten, aber auch die richtige Ernährung kann dabei helfen, die Schübe einzudämmen. Welche Lebensmittel bei Rosazea sinnvoll sind und wie eine geeignete Rosazea-Ernährung aussehen kann, ist unser Thema.

Was ist Rosazea?

Die äußeren Symptome sind bekannt: Vor allem in stark geröteten und teilweise mit kleinen Knötchen versehenen Wangen zeigt sich eine Rosazea. Auch die Stirn- und Kinnregion ist oft betroffen.

Doch was genau passiert hier und was bedeutet dieses Symptom eigentlich?

Zusammengefasst sind bei einer Rosazea die Äderchen im Gesicht geweitet und stark durchblutet; es kommt zu einer Hautentzündung. Da die Äderchen dauerhaft geweitet sind, bleibt nicht nur die unschöne Rötung bestehen, sondern auch die Entzündung selbst.

Die Ursachen sind noch nicht vollends geklärt, es zeigt sich aber, dass Betroffene ein bestimmtes Eiweiß verstärkt produzieren, das zur genannten Hautreaktion führt.

Unter Rosazea leiden vemehrt helle Hauttypen – auch eine Vererbung der zu starken Hautreaktion scheint wahrscheinlich.

Was sich zudem zeigt ist, dass verschiedene äußere und innere Faktoren Einfluss au die Stärke der Rosazea haben. Wenn du unter dieser Entzündung leidest, wird dir möglicherweise bereits aufgefallen sein, dass sie nach sehr sonnigen Tagen oder eiskalten Tagen ausgeprägter ist. Auch Stress, Sport und eine ungeeignete Hautpflege können die Symptome verstärken.

Die richtige Ernährung kann Rosazea lindern

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Hauterkrankung einzudämmen. Wir möchten uns in diesem Artikel vor allem denen widmen, die wir über unsere Ernährung nutzen können.

Was also solltest du von deinem Speiseplan streichen, wenn du unter Rosazea leidest und welche Lebensmittel sind förderlich, um die Rötungen zu reduzieren? Sieh dir nachfolgende Übersicht an.

Don’ts bei Rosazea

Einige Dinge solltest du bei Rosazea möglichst meiden oder nur selten genießen, weil sie die Symptome verstärken können. Dazu gehören in erster Linie:

Alkohol: Alkohol verursacht Rosazea nicht, aber er kann Rosazea-Schübe auslösen. Denn nach dem Genuss von Alkohol weiten sich die Blutgefäße ganz natürlich – für Betroffene mit ohnehin schon geweiteten Äderchen ein Problem.

Scharfes Essen: Was passiert, wenn du ein richtig scharfes Chili con Carne oder ein Curry isst? Vermutlich wird dir warm und du schwitzt mehr. Der Körper reagiert auf scharfes Essen mit verstärkter Durchblutungsleistung. Diese wiederum ist gerade für Rosazea-Betroffene kontroproduktiv, weil sie die Hautreaktion noch verstärkt. Die Rötung wird intensiver, die Haut juckt und spannt unangenehm. Sei also mit Gewürzen wie Ingwer, Pfeffer, Chili und Meerrettich eher zurückhaltend.

Gluten: Über den Zusammenhang von Gluten und Rosazea ist noch nicht allzu viel bekannt. Was aber klar scheint ist, dass Gluten zu einer Überreaktion des Immunsystems führen kann. Auch auf Autoimmunerkrankungen wie die Hashimoto Thyreoiditis der Schilddrüse wird dem Klebereiweiß eine negative Wirkung nachgesagt. Wer statt Weißmehlprodukten auf glutenfreie Alternativen ausweicht, kann selbst herausfinden, ob er hiervon betroffen ist. Probiere einmal aus für einige Wochen auf Gluten zu verzichten und beobachte, wie deine Haut reagiert.

Kaffee: Ähnliches Prinzip wie beim Alkohol, denn auch Kaffee steigert die Durchblutung und kann so zu einem Flush, einer plötzlichen starken Rötung der Gesichtshaut führen. Wie viel Kaffee ok ist, ist nicht ganz klar. Am besten ist auch hier, wenn du dich langsam an das Thema herantastest. Trinkst du gerne und viel Kaffee, versuche dies über einen Zeitraum von einigen Wochen einzudämmen und beobachte, wie sich deine Rosazea verhält.

Wurst & tierische Produkte: Zwar haben diese Lebensmittel keinen direkten Einfluss auf die Durchblutung, aber sie stehen trotzdem im Verdacht, das Hautbild zu verschlechtern, indem sie die Talgproduktion zusätzlich ankurbeln. Vor allem sehr fettige tierische Produkte gelten daher als mögliche Rosazea-Trigger.

Dos bei Rosazea

Dinge meiden klingt immer so unsexy. Lass uns doch deshalb lieber einen Blick darauf werfen, welche Lebensmittel richtig gut für dich geeignet wären. Denn ja, die gibt es natürlich auch!

Wasser: Schadet nie, hilft fast immer! Gerade wenn du unter Rosazea leidest, ist die Trinkmenge wichtig. Denn wer viel Wasser zu sich nimmt, versorgt seine Haut gut mit Flüssigkeit. Das hilft dem Organismus dabei, Giftstoffe auszuschwemmen und die Haut elastisch zu halten. Gegen das oftmals spannende Hautgefühl bei Rosazea ist dies eine wirksame Hilfe. Zwei Liter am Tag dürfen es gerne sein.

Obst: Obst und Rosazea vertragen sich in der Regel gut. Vor allem zuckerarme Obstsorten wie Aprikosen, Pflaumen oder Wassermelonen sind gute Tipps für den Speiseplan. Auch zuckerreiche Sorten können funktionieren; du musst es einfach ausprobieren und dich an deine Obstsorten herantasten. Was oft zu Probleme führt sind Zitrusfrüchte oder auch kandierte Trockenfrüchte.

Gemüse: Hier ist die Auswahl der geeigneten Lebensmittel sogar noch größer als beim Obst. Alle Salate, Erbsen, Möhren, Kohlrabi, Blumenkohl, Linsen, Zucchini – bis auf Sojabohnen oder Sojasprossen gibt es bisher keine Bedenken, dass Gemüse ein Rosazea-Trigger sein könnte. Du hast also die volle Auswhal!

Fisch: Forelle, Kabeljau, Seezunge oder auch Thunfisch enthalten wertvolle Fette, die das Hautbild positiv beeinflussen können. Gerade für Rosazea-Betroffene daher immer eine gute Wahl.

Nüsse & Samen: Gute Fette enthalten auch Nüsse und Samen. Walnüsse, Mandeln, Cashewkerne, Leinöl, Olivenöl und Co. dürfen daher meist problemlos auf den Rosazea-Speisezettel gesetzt werden.

Extra-Tipp Lauwarme Gerichte: Klingt merkwürdig, hilft aber den meisten Betroffenen tatsächlich sehr gut. Denn starke Temperaturreize, die auch über eine dampfend heiße Suppe kommen können, sind echte Rosazea-Trigger. Soll es die Suppe sein, lass sie also lieber einen Moment abkühlen. Generell sind lauwarme Gerichte wie ein Salat mit Ziegenkäse oder ein Wrap eine gute Wahl für den Rosazea-Speiseplan.

Ernährungstagebuch hilft, deine Trigger zu finden

Nun muss nicht jeder Mensch, der unter Rosazea leidet, komplett auf Alkohol, Kaffee, Chili und Wurst verzichten. All diese Lebensmittel können, müssen aber nicht bei jedem, die Rötungen verstärken. Sie geben aber Hinweise darauf, wo du vielleicht noch an deiner eigenen Ernährung feilen könntest.

Am besten ist es, du beginnst mit einem Ernährungstagebuch. Schreibe dir auf, was du gegessen und getrunken hast, wenn ein besonders starker Schub auftritt.

Nach einer Weile erkennst du möglicherweise Muster und kannst bestimmte Lebensmittel als deine persönlichen Trigger ausmachen. Diese lässt du dann für einige Wochen weg und schaust, wie deine Haut reagiert. Bessert sich die Rosazea, hast du möglicherweise einen deiner Trigger gefunden und kannst diesen künftig meiden.

Rosazea-Tipps, anyone?

Bist du selbst betroffen und hast Tipps für andere in Sachen Rosazea-Ernährung? Immer raus damit und rein in die Kommentare!

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