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Welche Ernährung hilft gegen Akne?

Ernährung bei Akne

Dass eine gesunde Ernährung auch ein gesundes Hautbild fördert, ist ein alter Hut. Aber hilft sie auch gegen hartnäckige Akne?

Wir haben uns für dich informiert. Lies gerne rein.

Akne: Lästig aber vermeidbar?

Grenzen wir zunächst einmal ab, was wir genau meinen, wenn wir von Akne sprechen. Denn ein einzelner Pickel im Gesicht mag zwar nervig sein und unschön aussehen, ist aber noch keine Akne. Erst wenn aus dem einen Pickel viele werden, zusätzliche Mitesser oder Pappeln auftreten und die Haus insgesamt sehr unrein wirkt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Akne.

Die ganz gewöhnliche Akne (acne vulgaris) kennen die meisten von uns, denn gerade Jugendliche werden früher oder später mit ihr konfrontiert. Manch ein Erwachsener kämpft aber auch nach der Pubertät noch mit Akne und fragt sich, wie er die lästige Hauterkrankung wohl endlich loswird.

Ein Gang zum Hautarzt kann dann nicht schaden, aber auch einfache Stellschrauben kannst du drehen, um deiner Haut aus der Akne-Patsche zu helfen. Zum Beispiel über die richtige Ernährung bei Akne.

Ist Akne ein West-Problem?

Leiden die Menschen überall auf der Welt gleichermaßen unter Akne? Oder ist sie ein hausgemachtes Problem der westlichen Welt?

Tatsächlich gibt es immer wieder Studien, die letzteres vermuten lassen. Bereits in den 1970er-Jahren ergab eine Langzeitstudie, dass die Inuit im nördlichen Kanada keinerlei Probleme mit Akne hatten. Als sie dann aber anfingen und nach und nach mehr westliche Lebensmittel auf ihren Speiseplan setzten, war es mit der reinen Haut vorbei.

Eine jüngere Studie beobachtete ähnliche Veränderungen in sehr ländlichen Regionen Paraguays und konstatierte, der Westen bzw. die westliche Zivilisation seien Ursprung der Akne.

Was aber unterscheidet die westliche Ernährung von jener der untersuchten Regionen?

Klassische Akne-Begünstiger

Vor allem zwei Lebensmittel bzw. Lebensmittelgruppen rückten rasch in den Fokus der Wissenschaftler:

  • Milch & Milchprodukte
  • Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index

Aber warum gerade diese?

Das hängt mit den Hormonen zusammen. Beide Lebensmittelgruppen stimulieren die männlichen Hormone im Körper und regen die Androgen-Tätigkeit an. Genau auf diese androgenen Hormone reagieren die Talgdrüsen besonders empfindlich und steigern die Talgproduktion. Mehr Talg bildet dann die Grundlage für Bakterien, die hier munter wachsen und sich schließlich als entzündliche Hautveränderung, als Akne, äußern.

Restlos geklärt ist dieser Ablauf noch nicht, aber Wissenschaftler auf der ganzen Welt sind sich einig, dass dieser Ablauf der wahrscheinlichste ist. Wenn das stimmt, müssten wir über die Ernährung wirklich viel regulieren und die Akne abmildern oder gar ganz loswerden können.

No-Gos der Anti-Akne-Ernährung

Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index stimulieren die Androgene, die wiederum die Hautunreinheiten begünstigen können. Denn ist der glykämische Index hoch, fällt auch die Insulinreaktion größer aus und die Hormonproduktion wird stärker angekurbelt, als es bei niedrigem glykämischen Index der Fall wäre.

Wenn du deine Ernährung bei Akne also umstellen möchtest, solltest du vor allem diese Lebensmittel meiden oder reduzieren.

Milch hat zwar einen niedrigen GI, soll aber ähnlich stimulierend auf die androgenen Hormone wirken. Hier bleiben in der Forschung noch offene Fragen, warum das genau so ist. Dass es aber so ist, liegt nahe und führt zur Empfehlung bei Akne auf Kuhmilch zu verzichten.

Was solltest du also lieber weglassen, wenn du gegen deine Akne anessen möchtest?

  • Kuhmilch und Kuhmilchprodukte
  • Weißmehlprodukte
  • weißen Reis
  • Süßigkeiten
  • Fertiggerichte mit hochgesättigten Fettsäuren
  • Kaffee
  • Alkohol
  • Zuckermais

Must-haves gegen Akne

Vieles auf dieser Liste erinnert stark an eine bestimmte Ernährungsform: das Clean-Eating. Tatsächlich fährst du schon ziemlich gut, wenn du möglichst natürliche und wenig verarbeitete Lebensmittel zu dir nimmst, denn sie enthalten meist weniger gesättigte Fettsäuren und Zucker.

Aber auch ohne gleich auf ein ganz neues Konzept umzusteigen, gibt es gute einzelne Lebensmittel, die dir im Kampf gegen Akne helfen können:

  • Rohkost
  • Fisch
  • Haferflocken
  • Vollkornbrot
  • Wassermelone
  • Bohnen
  • Linsen
  • Sonnenblumenkerne
  • Karottensaft
  • braune Champignons

Vitamine gegen Akne nutzen

Nicht nur der niedrige glykämische Index ist hier entscheidend, sondern auch die Nährstoffe der aufgelisteten Lebensmittel. Denn es gibt Vitamine und Spurenelemente, die dabei unterstützen, die Hautunreinheiten von innen zu heilen.

Ein Klassiker ist hierbei Zink, das sich auch in Anti-Pickel-Cremes und Tinkturen immer wieder findet. Aber nicht nur dort, sondern eben auch in Wassermelonen, Bohnen oder Linsen und den Haferflocken zum Frühstück. Die kannst du übrigens statt mit Kuhmilch auch mit Sojamilch genießen, dann kommst du nicht in die Falle, Milchprodukte zu verwenden, die ja eher kontraproduktiv wären.

Karottensaft eignet sich gut für eine Ernährung gegen Akne, weil auch Vitamin A als netter Kompagnon gegen die lästigen Hautunreinheiten gilt und in braunen Champignons und Sonnenblumenkernen ist es das Selen, das du dir zunutze machen kannst.

Trink die Akne weg!

Kein Ernährungsratgeber, ohne den Tipp ausreichend zu trinken, oder? Aber tatsächlich ist es auch bei der Anti-Akne-Ernährung wichtig, dass die Trinkmenge hoch genug ist.

Warum? Weil genug Wasser im Körper dir hilft, überflüssige Giftstoffe auszuspülen und so Schritt für Schritt auch die entzündlichen Hautreaktionen abzumildern.

Kaffee und Alkohol wären hier übrigens ganz falsch, weil sie dank ihrer durchblutungsfördernden Eigenschaften auch die Hormonproduktion befeuern und beschleunigen können. Besser sind Wasser und Tees, zum Beispiel Brennnesseltee. Denn die natürlichen Säure- und Gerbstoffe in der Brennnessel gelten als antientzündlich – top bei Akne!

Auch wenn du dein Wasser mit ein wenig frischem Zitronensaft verfeinerst, schreckt das die Pickel auf Dauer ab, denn auch sie gilt als antibakteriell und adstringierend.

Es gibt zahlreiche natürliche Hausmittel, die du ausprobieren kannst, bevor du zur chemischen Keule greifst. Wichtig ist, dass du dran bleibst und von der richtigen Ernährung bei Akne keine Blitzheilung erwartest. Nach einigen Wochen der Nahrungsumstellung solltest du aber erste Ergebnisse und positive Veränderungen sehen können.

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Was essen bei Akne?

Du hast nun viele Einzelkomponenten gesehen, aber was genau kannst du bei Akne nun kochen?

Wir haben online eine tolle Liste für dich gefunden, die wir gerne mit dir teilen möchten. Koch dich durch Fisch mit Knusperhaube, Hafershake, Hawaii-Curry-Suppe und Zucchini-Lasagne und finde dein Lieblingsrezept gegen Akne.

Sehr viele bunte Vorschläge findest du hier: https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/rezeptdb326.html.

Viel Erfolg und guten Appetit!

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