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Die Brennnessel: Unscheinbares Kraut mit überraschenden Eigenschaften!

Brennnessel

Die Brennnessel gehört zu den Wildkräutern, die die meisten Menschen problemlos identifizieren können. Sie gilt als entzündungshemmend und wird in der Naturheilkunde bei Rheuma, Gicht, Akne und anderen Beschwerden eingesetzt.

Doch auch die moderne Kosmetikindustrie hat das Nesselgewächs für sich entdeckt und verwendet es beispielsweise in Shampoos. In jüngster Zeit erlebt die Nessel zudem ein Comeback in der Küche.

Das musst du über die Brennnessel wissen

Die Pflanze mit den gezackten Blättern ist mehrjährig und wächst überall in Europa häufig an Feldrändern, Wegen und Heckenlandschaften.

Bereits Kinder lernen, die Brennnessel zu erkennen – denn wenn du die behaarten Blätter berührst, gelangt ein schwaches Gift in deine Haut, das die bekannte unangenehme Hautreaktion auslöst.

Wenn das Nesselgewächs ohne besonderen Zusatz erwähnt wird, handelt es sich meistens um die große Nessel (Urtica dioica). Diese erreicht eine Höhe von 1,50 Metern. Daneben gibt es eine kleinere Variante (Urtica urens), die mit maximal 50 Zentimetern deutlich kleiner ausfällt. Die Taubnessel stellt hingegen eine völlig andere Pflanze dar, die nicht einmal zur selben Pflanzenfamilie gehört.

Verwendung und Inhaltsstoffe des Nesselgewächses

Die Blätter kannst du von März bis Mai sammeln, später auch die Samen. Du kannst die Pflanze in deinem eigenen Garten wachsen lassen – oft siedelt sich das Wildkraut von allein an und benötigt keine spezielle Pflege. Da Brennnesseln den Raupen des Tagpfauenauges als Nahrung dienen, sind sie auch ökologisch betrachtet wertvoll.

Die jungen Blätter sind zarter als die großen und älteren. Darüber hinaus sollen sie mehr Nährstoffe enthalten. Beim Sammeln der Blätter und Samen trägst du wegen der Brennhaare am besten Handschuhe

Zu den Inhaltsstoffen der vielseitigen Pflanze gehören unter anderem Vitamin A, Vitamin C, Eisen und Kalium.

Vitamin C ist vor allem für seine Funktion im Immunsystem bekannt, doch es spielt auch bei zahlreichen anderen Vorgängen im Körper eine wichtige Rolle. Vitamin A ist unter anderem für dein Nervensystem, Blut und deine Knochen wichtig.

Das Blattgemüse enthält außerdem Chlorophyll, das nicht nur für die Fotosynthese der Pflanze unverzichtbar ist, sondern auch zu den sekundären Pflanzenstoffen gehört

Sind Brennnesseln gesund?

Brennnessel

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Die Brennnessel gilt in der Volksheilkunde als entzündungshemmend und soll bei Rheuma, Gicht, Arthritis und Akne unterstützend wirken. Die Pflanze ist zudem harntreibend, zum Beispiel als Tee. Der großen Nessel werden darüber hinaus reinigende Eigenschaften zugeschrieben, weshalb einige sie beim Detoxing verwenden.

In der Küche wird die Nessel häufig wie Spinat gekocht. Ähnlich wie Spinat enthält das Wildkraut Nitrat, das dein Körper zu Nitrit umwandeln kann. Über eine Zwischenstufe können dabei verschiedene Verbindungen entstehen, die möglicherweise krebserregend sind. Die Nitratmenge gilt in den Stängeln und Blattrispen von Pflanzen typischerweise als besonders hoch.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung schätzt Nitrate als „relativ unbedenklich“ ein, weist jedoch darauf hin, dass du die Entstehung von Nitrit in Lebensmitteln durch eine gute Hygiene und den richtigen Transport sowie die korrekte Lagerung vermeiden solltest. Von den täglich erlaubten 1.300 mg Nitrat entfallen auf 100 Gramm Brennnesseln rund 145 mg Nitrat.

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