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Acai-Beeren: ein Superfood erobert Deutschland

Acai-Beeren

Acai-Beeren: der Siegeszug begann in den USA Im Jahr 2008 sprach die wohl bekannteste Talkshow-Moderatorin der USA, Oprah Winfrey, in ihrer Talkshow „The Oprah Winfrey Show“ mit dem Herzchirurgen Dr. Mehmet Oz über die gesundheitsfördernden Effekte der Acai-Beere und die positive Wirkung beim Abnehmen.

Seitdem erobert die Frucht als „Superfood“ die USA und inzwischen hat der Boom auch Europa und Deutschland erreicht. Kein gut sortierter Supermarkt, in dem es die Acai-Beeren nicht in Pulverform, als Zutat in Energy Drinks oder anderen Produkten zu finden gibt.

In einer Studie aus dem Jahr 2017 sagten 8,4% der befragten Deutschen, dass Sie regelmäßig Acai-Beeren kaufen (Quelle: Statista 2017). Das schlägt sich auch in den Verkaufszahlen nieder: 300 Tonnen Acai-Beeren wurden im Jahr 2015 nach Deutschland verkauft.

Aber was sind Acai-Beeren eigentlich? Und wie gesund sind sie wirklich?

Was sind Acai-Beeren?

Die Acai-Beere (ausgeprochen „assa-i“) stammt aus Südamerika und wird schon seit Jahrhunderten kultiviert. Sie wächst an der sogenannten Açaí-Palme oder Kohlpalme. Der größte Teil der Beeren besteht aus einem ungenießbaren Kern. Nur die Haut kann verwendet werden.

Da die Beeren empfindlich sind und einen Transport über den Atlantik nicht überstehen würden, werden Sie noch vor Ort zu Pulver, Saft oder Püree verarbeitet.

Wie gesund sind Acai-Beeren?

Der Gehalt an Antioxidantien, d.h. Radikalfängern, die den Alterungsprozess verlangsamen und einer Reihe von Erkrankungen vorbeugen können, ist sehr hoch. Auch Vitamine und Mineralstoffe enthalten Acai-Beeren reichlich.

Darüber hinaus werden Sie im Internet als Wunderwaffe und Superfood beim Abnehmen angepriesen. Diese Wirkung ist allerdings in der Wissenschaft umstritten und es ließ sich bisher kein eindeutiger Nachweis zugunsten einer Diät mit Acai-Beeren führen.

Auch sind inzwischen viele große Hersteller von Konsumgütern auf den Zug aufgesprungen und so findet man Produkte mit (einem meist geringen Anteil an) Acai-Pulver beispielsweise von Coca-Cola, PepsiCo oder Haagen-Dazs. Selbst in Shampoos ist die Beere schon gesichtet worden.

So kommen die Acai-Beeren auf den Speiseplan

In Deutschland finden sich Acai-Beeren als Pulver inzwischen in den Regalen vieler großer Supermärkte oder bei Online-Händlern, häufig auch in Bio-Qualität. Auch als Nahrungsergänzungsmittel wird die Acai-Beere inzwischen angeboten.

Eine praktische Alternative, wenn man gerade mal keine Zeit oder Lust aufs Kochen hat, aber auf seine tägliche Portion Antioxidantien nicht verzichten möchte.

Rezepte mit Acai-Beeren

Natürlich kann man auch selbst ein schnelles und leckeres Gericht mit Acai-Pulver zubereiten. Der Klassiker sind die sogenannten „Acai Bowls“. Die Basis ist dabei immer ein Püree mit Acaipulver, danach wird nach Herzenslust garniert.

Für zwei Portionen benötigt man:

  • 1 gefrorene Banane (in Scheiben)
  • 250 g TK-Beere
  • 2 EL Acai-Pulver
  • 2 TL Agavendicksaft
  • 400 ml ungesüßte Mandelmilch

Die Zutaten werden einfach in einem Standmixer püriert, danach geht es an die Garnierung. Dabei ist je nach Geschmack fast alles erlaubt.

Probieren Sie zum Beispiel einmal:

  • Hafer- oder Kokosflocken
  • Frische Beeren
  • Bananen
  • Nüsse und Mandeln
  • Mango
  • Drachenfrucht

Wer seine Superfood-Mahlzeit noch weiter aufpeppen möchte, kann es auch einmal mit einem Löffel Chia-Samen versuchen.

Guten Appetit!

Noch mehr Rezepte mit Acai-Beeren gibt es auf Pinterest:

Foto: Camila Neves Rodrigues da Silva (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

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