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Chrom – wichtig für Fett- und Kohlehydratstoffwechsel

Chrom

Chrom ist ein chemisches Element und gehört zu den Übergangsmetallen. Chromverbindungen weisen verschiedene Farben auf und werden deshalb in Farben und Lacken verwendet.

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Bedeutung für den menschlichen Körper hat dieses Spurenelement nur in organischer Form als sogenanntes dreiwertiges Chrom. Hier nimmt es Einfluss auf den Fett– und Kohlehydratstoffwechsel.

Chrom in der täglichen Ernährung

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Chrom wird nicht vom Körper hergestellt, sondern muss durch die Nahrung aufgenommen werden. Allerdings weisen genügend Lebensmitteln Spuren von Chrom auf, so dass eine Unterversorgung nur bei ganz eingeschränkter Ernährung vorkommen dürfte.

Chrom ist in Milch, Milchprodukten und Ei enthalten. Dabei ragen Edamer- und Goudakäse mit jeweils 95 Mikrogramm pro 100 Gramm besonders heraus.

Zahlreiche Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse- und Salatsorten sind ebenfalls gute Chromlieferanten. Hier haben Mais und Weizenvollkornbrot die Nase vorn, weiße Bohnen, Grünkohl, Kopfsalat und Spinat liegen etwas niedriger, sind aber auch nennenswert.

Als Obst weisen Bananen mit acht Mikrogramm und Heidelbeeren mit zehn Mikrogramm gute Chromwerte auf, die anderen Obstsorten haben etwas niedrigere Werte.

Bei den Fischsorten sind Hecht, Austern und Aal als Chromlieferanten empfehlenswert und beim Fleisch sind es besonders Leber, Niere und Muskelfleisch.

Auch Mandeln, Haselnüsse, Paranüsse und Honig besitzen gute Chromwerte.

Wer ganz sichergehen will, dass er ausreichend Chrom zu sich nimmt, sollte möglichst viele Vollkornprodukte auf seinen Speiseplan setzen.

Chrom und seine Bedeutung für den Körper

Chrom kommt nur in geringen Mengen im Körper vor. Es sitzt in Leber, Milz und Knochen und im Fett- und Knochengewebe.

Eine seiner Funktionen ist die Aktivierung von Eiweißen, die besonders im Fett- und Kohlehydratstoffwechsel ihre Aufgaben als Hormone und Enzyme erfüllen.

Chrom ist aktiv an der Verwertung von Kohlehydraten beteiligt und spielt deshalb eine Rolle bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels. Als Glukosetoleranzfaktor erhöht es die Wirksamkeit des Insulins. Der menschliche Körper kann dadurch mehr Blutzucker aufnehmen, der dann in Energie umgewandelt wird.

Auch für den Cholesterinspiegel hat Chrom eine Bedeutung, da es das „gute“ Cholesterin erhöht und das „schlechte“ niedrig hält.

Beim Muskelaufbau fördert Chrom die Aufnahme von Eiweißbausteinen und den Aufbau von Proteinen. Auch unterstützt es das gute Funktionieren der Schilddrüse.

Durch sein Zusammenspiel mit dem Insulin wird Chrom auch ein Anti-Aging-Effekt nachgesagt.

Ob Chrom ein überlebensnotwendiger Stoff ist, ist noch nicht eindeutig erforscht.

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Chrommangel und Überdosierung

Den täglichen Bedarf an Chrom für Jugendliche und Erwachsene hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung auf 30 – 100 Mikrogramm festgelegt. Wer sich sehr fettreich ernährt oder einen hohen Konsum an weißem Zucker hat, braucht entsprechend mehr. Allerdings ist bei einer ausgewogenen Ernährung ein Chrommangel eher unwahrscheinlich.

Chrommangel kann in bestimmten Ausnahmesituationen auftreten, z.B. in der Schwangerschaft, bei großem Stress oder bei extremer sportlicher Betätigung. Auch bei älteren Menschen kann es eher zu einer Unterversorgung kommen. Hier könnte eine Nahrungsergänzung mit Chrom der Altersdiabetes vorbeugen oder sie mildern.

Bei Chrommangel zeigen sich die Symptome auf körperlicher Ebene als Müdigkeit, Muskelschwäche, Juckreiz und erhöhter Harndrang. Auf psychischer Ebene treten Nervosität, Konzentrationsschwäche, Lernschwierigkeiten und erhöhte Reizbarkeit auf. Auch depressive Verstimmungen können Folgeerscheinungen sein.

Eine Überdosierung ist so gut wie ausgeschlossen, da der Körper alle nicht benötigten Anteile wieder ausscheidet.

Die 30 besten Lieferanten für Chrom

Lebensmittel Gehalt (in µg / 100 g)
Paranüsse 100
Edamer, 30 % F. i. Tr. 95
Gouda, 45 % F. i. T 95
Weizenvollkornbrot 49
Mais 32
Honig 29
Bohnen, weiß (getrocknet) 20
Aal 14
Haselnüsse 14
Chesterkäse, 50 % F. i. Tr. 12
Mandeln 12
Heidelbeeren 10
Kotelett 10
Schweinefleisch 10
Spinat 9
Austern 9
Roggenbrot 8
Grünkohl 8
Kopfsalat 8
Bananen 8
Erdnüsse 8
Weizenbrot 7
Hecht 6
Butter 6
Vollmilchschokolade 6
Ei 5,0-50
Weizenkleie 5
Möhren 5
Sauerkraut 5
Tomaten 5

Chrom

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