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Ernährung bei Blasenschwäche: Dos and Don’ts

Inkontinenz, Blasenschwäche

Sowohl Frauen als auch Männer jeden Alters haben Erfahrung mit Inkontinenz. Hinter diesem unangenehmen Symptom können diverse psychische und physische Ursachen stecken.

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Die gute Nachricht ist: Es gibt viele Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern. Die Ernährung ist eine davon. Wir erklären, worauf du achten solltest, um den Alltag unbeschwerter genießen zu können.

Harntreibende Lebensmittel meiden

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Es gibt eine Vielzahl effektiver Therapien bei Blasenschwäche. Dazu zählen

  • Muskeltraining
  • die Behandlung mit Heilkräutern
  • Physiotherapie
  • das Trainieren einer aufrechten Körperhaltung.

Außerdem erleben Betroffene es häufig als hilfreich, gezielt harntreibende Lebensmittel zu meiden oder sie zumindest achtsam zu verwenden. Die sogenannten Diuretika regen die Nierentätigkeit an und entwässern den Körper, sodass du häufiger auf die Toilette musst.

Diese Lebensmittel sind aber nicht per se ungesund und müssen daher keineswegs vollständig aus dem Speiseplan gestrichen werden. Im Gegenteil: Es zählen beispielsweise viele Gemüsesorten wie Gurken, Tomaten, Sellerie, Kürbis und Spargel dazu. Aber auch säurehaltige Früchte wie Orangen, Limetten und Melonen wirken harntreibend. Diese Eigenschaft ist an sich nicht gesundheitsschädlich und wird insbesondere von Menschen geschätzt, die Gewicht verlieren möchten.

Diuretika wirken, indem sie das Hormon ADH im Gehirn hemmen. Dieses Hormon sorgt dafür, dass Wasser, sofern es nicht ausgeschieden wurde, in den Körper zurückgelangt. Ist es weniger aktiv, sammelt sich die Flüssigkeit stattdessen in der Blase, was zu vermehrtem Harndrang führt.

Auch eine Überversorgung mit Kalium regt eine sensible Blase zusätzlich an. Das lebenswichtige Mineral stimuliert nämlich zusätzlich die Nierentätigkeit. Lebensmittel, die viel Kalium enthalten, sind beispielsweise Weizenkleie, Sojabohnen, Kartoffeln und Reis.

Mehr Infos über Kalium findet ihr hier:

Basiswissen Kalium

Diese Ernährung tut gut bei Blasenschwäche

Da viele der Lebensmittel, die den Harndrang verstärken, sehr nährstoffdicht sind, wäre es äußerst schade, sie rigoros aus dem Speiseplan entfernen zu müssen. Insbesondere, da Menschen sehr unterschiedlich auf verschiedene Nahrungsmittel reagieren – was dem einen nicht bekommt, macht dem anderen nichts aus.

Um herauszufinden, welche Ernährung dir hilft, empfiehlt sich ein Ernährungstagebuch. In diesem notierst du für einen gewissen Zeitraum detailliert, welche Lebensmittel du zu dir genommen und wie du dich danach gefühlt hast.

Genieße in diesem Zusammenhang auch Blähendes oder Stopfendes nur mit Vorsicht. Wird der Stuhlgang nämlich erschwert, beansprucht das unter Umständen den ohnehin geschwächten Beckenboden noch zusätzlich.

Lebensmittel, die viele Ballaststoffe enthalten und somit die Verdauung erleichtern, wirken sich hingegen positiv auf eine sensible Blase aus. Außerdem wird Kürbiskernen und Produkten, die diese enthalten, eine blasenfreundliche Wirkung nachgesagt. Sie sollen den Harndrang reduzieren und die Blasenmuskulatur stärken.

Mehr Infos über Kürbiskerne findet ihr hier:

Basiswissen Kürbiskerne

Auch der Verzehr von Cranberries beziehungsweise Cranberry-Extrakten kann einer gereizten Blase guttun – insbesondere dann, wenn Funktionsstörungen der Blase auf Entzündungsprozesse zurückzuführen sind, die durch Bakterien ausgelöst wurden.

Cranberries wirken antibakteriell und schützen dadurch die empfindliche Blasenschleimhaut.

Mehr Infos über Cranberries findet ihr hier:

Basiswissen Cranberries
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Ausreichend trinken lindert Symptome

Wer häufig zur Toilette muss, neigt womöglich dazu, weniger zu trinken. Das ist jedoch kontraproduktiv: Wird zu wenig Flüssigkeit zugeführt, wird die Blase durch den stärker konzentrierten Harn eher gereizt und neigt zu Entzündungen. Giftstoffe, die über die Nieren gefiltert werden, verbleiben dann länger in der Blase.

Außerdem wird die Blasenmuskulatur dadurch trainiert, dass die Blase gefüllt wird. Ist dies nicht mehr der Fall, wird die Muskulatur schwächer und die Beschwerden können sich mit der Zeit verstärken.

Daher ist es auch bei Inkontinenz wichtig, täglich zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Natürlich gibt es auch Getränke, die harntreibend wirken. Dazu zählen

Greife stattdessen lieber häufiger zu ungesüßtem Früchtetee oder stillem Wasser.

Inkontinenz, Blasenschwäche

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