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3 Tipps zur Ernährung bei Morbus Basedow

Morbus Basedow

Die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow gilt als Krankheit, die vor allem medikamentös behandelt werden sollte. Welche drei Dinge du trotzdem beachten kannst, um mit der Ernährung unterstützend zu wirken, verraten wir dir hier.

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Was ist Morbus Basedow?

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Rund 30 Millionen Deutsche leiden an Erkrankungen der Schilddrüse, etwa eine Million an Morbus Basedow, einer Schilddrüsen-Autoimmunerkrankung, die eine Schilddrüsenüberfunktion auslöst.  Oftmals ohne es zu wissen, denn die Diagnose der Basedow’schen Krankheit erfolgt meist erst, wenn Symptome deutlich spürbar sind.

Zu den Symptomen gehören:

  • Übermäßiges Schwitzen
  • Beschleunigter Herzschlag
  • Zittern, insbesondere der Hände
  • Schlaflosigkeit
  • Unruhe und Nervosität
  • Stimmungsschwankungen
  • Durchfall
  • Gewichtsverlust
  • Prominent hervorstehende Augen (endokrine Orbitopathie)

Letztere, die endokrine Orbitopathie zählt zu den offensichtlichsten Symptomen und ist bei vielen Betroffenen der erste Grund, überhaupt auf Morbus Basedow zu testen. Treten eines oder mehrere der genannten Symptome auf, kann der Arzt mithilfe eines Bluttestes Antikörper im Blut bestimmen. Die Werte TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper), TPO-AK (thyreoidale Peroxidase-Antikörper) und Tg-AK (Thyreoglobulin-Antikörper) weisen darauf hin, dass im Körper Morbus Basedow vorliegt.

Was bei der Basedow’schen Krankheit im Körper passiert

Wie bei allen Autoimmunerkrankungen richtet sich der Körper auch bei Morbus Basedow gegen sich selbst und unterbindet oder stört wichtige Prozesse im Stoffwechsel.

Bei Morbus Basedow bildet der Körper irrtümlicherweise Antikörper gegen die eigenen TSH-Rezeptoren. Diese Rezeptoren geben bei normaler Funktion ein Signal vom Gehirn an die Schilddrüse, ob und wie viel Schilddrüsenhormon (TSH) produziert werden soll.

Sind nun aber Antikörper gegen diese Rezeptoren im Blut vorhanden, wie es bei Morbus Basedow der Fall ist, signalisieren diese den TSH-Rezeptoren immer mehr TSH zu produzieren. Es kommt zu einer Schilddrüsenüberfunktion und einem stark erhöhten TSH-Anteil im Blut. Die oben genannten Symptome treten auf und die eigene Schilddrüse wird Stück für Stück mehr geschädigt.

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Wie wird Morbus Basedow behandelt?

Um das falsche Signal, das durch die Antikörper an die Rezeptoren weitergegeben wird, zu stoppen, erfolgt meist eine medikamentöse Behandlung der Basedow’schen Krankheit. In der Regel verschreibt ein Arzt dann Schilddrüsenblocker, sogenannte Thyreostatika, die die Produktion des Schilddrüsenhormons eindämmen sollen.

Je nach Schwere und Verlauf der Krankheit stehen weitere Therapien zur Verfügung: zum einen die Radiojodtherapie, bei der radioaktives Jod in die Schilddrüse gebracht wird und sich dort einlagert, das Schilddrüsengewebe gezielt zerstört und die Schilddrüse dadurch verkleinert. Außerdem besteht die Möglichkeit die Schilddrüse operativ zu verkleinern oder komplett zu entfernen.

Immer wichtig ist es auch, mögliche Ursachen der Krankheit zu beseitigen. Denn außer einer genetischen Veranlagung gibt es weitere Faktoren, die den Ausbruch von Morbus Basedow begünstigen, wenn ein Mensch eine bestimmte Veranlagung in sich trägt. Zum Beispiel:

  • Stress
  • Rauchen
  • Schlechte psychische Verfassung
  • Erhöht Aufnahme von Umweltgiften

Kann die Ernährung Morbus Basedow heilen?

Welche Rolle spielt nun die Ernährung für Morbus-Basedow-Patienten? Kann die richtige Ernährung die Erkrankung verhindern oder gar heilen?

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft müssen wir diese Frage verneinen. Denn es gibt zwar Studien, die besagen, dass eine vegane Ernährung das Risiko einer Schilddrüsenüberfunktion senken kann , aber tatsächlich aussagekräftige Forschungsergebnisse zur richtigen Ernährung bei Morbus Basedow fehlen bislang.

Trotzdem gibt es zumindest Empfehlungen für eine Ernährung, die unterstützend wirken soll.

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3 Bausteine einer Morbus-Basedow-Diät

Vor allem drei Dinge gelten als gute Bestandteile einer Morbus-Basedow’schen Diät.

Jodarme Ernährung

Die erhöhte Produktion des Schilddrüsenhormons TSH kann durch Jodeinnahme zusätzlich angefeuert werden. Meist sind normale Jodmengen, die in Lebensmitteln enthalten sind, weniger problematisch, aber es ist dennoch ratsam, etwas auf den Jodgehalt der persönlichen Ernährung zu achten.

Wenn du an Morbus Basedow leidest, kannst du direkt beim Mineralwasser ansetzen und dessen Jodgehalt überprüfen. Falls es ein eher jodhaltiges ist, steige lieber auf ein jodärmeres Produkt um.

Im Bereich der Lebensmittel sind außerdem Algen sehr jodhaltig. Wer öfter Sushi und Algensalat verzehrt, kann hier hinterfragen, ob sich der Konsum dieser Lebensmittel etwas reduzieren lässt.

Probiotische Lebensmittel nutzen

Patienten mit Morbus Basedow können von einer nährstoff- und ballaststoffreichen Ernährung profitieren, weil diese die Darmgesundheit und damit das gesamte System unterstützt. Besonders förderlich sind hier probiotische Lebensmittel, die den Darm mit wichtigen Mikroorganismen versorgen und dadurch die Darmflora in Balance halten.

Probiotische Lebensmittel wie Kefir, Naturjoghurt oder Kimchi können den eigenen Speiseplan von Betroffenen bereichern. Auch fermentiertes Gemüse ist einen Blick wert. Informiere dich gerne ergänzend in diesem Artikel über die Vorteile fermentierter Lebensmittel:

Fermentierte Lebensmittel – die Probiotik-Profis
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Selenhaltige Nahrungsmittel verwenden

Wie bei jeder Autoimmunerkrankung arbeitet der Körper auch bei Morbus Basedow effektiv gegen sich selbst und ruft im Körper Entzündungsreaktionen hervor. Zwar ist es nicht erwiesen, dass Lebensmittel mit einem hohen Anteil antioxidativer Substanzen der Basedow’schen Krankheit entgegenwirken, aber diese Lebensmittel gelten als sehr hilfreich gegen entzündliche Prozesse im Allgemeinen.

Besonders das Spurenelement und Antioxidans Selen gilt als entzündungshemmend. Selen soll Entzündungsprozesse mildern und dadurch mögliche Zellschädigungen, die als Folge dauerhafter Entzündungen entstehen können, reduzieren.

Auch bestimmte körpereigene Enzyme, die die Aufgabe haben, die Hormonproduktion in der Schilddrüse zu regulieren, brauchen Selen, um ihre Funktion gut ausführen zu können. Selenhaltige Lebensmittel sind zum Beispiel Leber, Linsen, Paranüsse und Hering.

Basiswissen Selen

Erfahrungen mit einer Morbus-Basedow-Diät

Leider ist die Studienlage zum Zusammenhang von Morbus Basedow und einer Ernährungsumstellung sehr dünn. Erfahrungsberichte Betroffener zeigen aber, dass es sich auf jeden Fall lohnt, im Falle einer Schilddrüsenoberfunktion auch die eigene Ernährung zu hinterfragen.

Hast du vielleicht sogar eigene Erfahrungswerte, die du mit anderen teilen möchtest? Welche Lebensmittel hatten bei dir einen positiven Effekt? Worauf achtest du? Hinterlass uns gerne einen Kommentar.

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