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Maca – Wunderknolle mit vielen Vitalstoffen

Maca

Schon seit einiger Zeit gilt die Maca-Wurzel als Geheimtipp unter den Superfoods. Bekannt ist sie schon mehrere tausend Jahre, denn die Inka bauten sie bereits an und waren von ihrer positiven Wirkung auf den Körper überzeugt. Maca in Pulverform soll die Leistungsfähigkeit verbessern und sich positiv auf die Psyche auswirken können.

Doch was ist dran an den umworbenen Eigenschaften? Woher stammt die Maca-Wurzel und was macht sie so besonders?

Herkunft der Maca-Wurzel

Die Maca-Pflanze ist ein mehrjähriges, krautiges peruanisches Kresse-Gewächs und wird der Familie der Kreuzblütler zugeordnet. Bis heute wächst sie bevorzugt in den Anden auf einer Höhe von mehr als 4.000 Metern. Die Maca-Pflanze ist sehr robust und strotzt Kälte, Wind und sogar der aggressiven UV-Strahlung. Seit mehr als 2.000 Jahren wird die Pflanze hier angebaut und erweist sich deshalb als widerstandsfähig.

Die bis zu 14 Zentimeter lange Wurzel mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern ist vermutlich der interessanteste Teil der Maca-Pflanze. In ihrer Form erinnert sie an eine Birne, je nach Art hat sie eine weiße bis kräftig rote Farbe. Nicht nur die Inka waren von der Kraft der Maca-Knolle überzeugt. Auch die Spanier erkannten die Wirkkraft schnell und exportieren die Pflanze deshalb nach Europa.

Anbau der Maca-Pflanze und Herstellung von Maca-Pulver

Wenn du dir den Anbau der Maca-Pflanze etwas genauer anschaust, wirst du feststellen, dass hier Qualität eine große Rolle spielt. Er erfolgt fast ausschließlich per Hand, landwirtschaftliche Maschinen kommen bis heute nicht zum Einsatz. Auch heute erfolgt die Anpflanzung, Pflege und Ernte der Wurzeln im Hauptanbaugebiet in Peru rund um den Junin-See nach alter Tradition. Hier ist die Qualität besonders hoch.

Natürlich versuchen sich auch andere Länder weltweit im Anbau, allerdings leidet die Qualität der Maca-Produkte unter dem industriellen Anbau. Deshalb solltest du Produkte verwenden, die aus Peru oder auch Bolivien stammen, denn hier erfolgt die Produktion von Maca-Pulver nach biologischen Gesichtspunkten.

Die Produktion von Maca-Pulver läuft in zwei Zyklen ab. In den ersten zehn Monaten wächst die Knolle, danach werden über einen Zeitraum von etwa sechs Monaten die Samen der Pflanze gewonnen. Die Erde wird dann etwa fünf bis acht Jahre nicht bepflanzt, denn nur so können sich im Boden wieder ausreichend Nährstoffe bilden.

Im Frühling werden die Samen ausgesät, was in Peru und Bolivien im Oktober ist. Ein sehr lehmhaltiger und steiniger Boden ist für ein gutes Gedeihen wichtig. Bei der ersten Aussaat wird kein Dünger verwendet. Bereits benutzte Erde wird mit Guano bearbeitet, einem natürlichen Düngemittel aus Vogel-Kot. Mit Hilfe von Schafen werden die Samen in der Erde festgetreten, zwischen Mai und Ende Juni erfolgt die Ernte.

Zwischen Juni und August werden Maca-Wurzel und -Kraut auf natürliche Weise in der Sonne getrocknet. Nachdem das Grün verwelkt und abgefallen ist, wird die Wurzel weitere zwei Monate getrocknet. So gehen bis zu 90 Prozent der Flüssigkeit sowie die enthaltenen Bitterstoffe verloren. In einer Trockenmaschine wird dann die restliche Flüssigkeit absorbiert. Nach der Trocknung ist die Maca-Wurzel bis zu vier Jahre ohne Qualitätsbeeinträchtigungen lagerfähig.

Das Maca-Pulver, welches du im Handel erhältst, wird durch Extraktion und Gelatinierung gewonnen. Bei der Gelatinierung werden für den menschlichen Organismus unverdauliche Stärken entfernt. Zur Anwendung kommt ein spezielles Verfahren mit Wärme und Druck, so dass sich die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe deutlich erhöht. Auch wird das Pulver wesentlich verträglicher.

Maca als Superfood – Die Inhaltsstoffe sind ausschlaggebend

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Ein Lebensmittel gilt dann als Superfood, wenn es Nährstoffe in einer besonders hohen Konzentration liefern kann. Maca kann hier durchaus punkten. Insgesamt enthält die Pflanze mehr als 60 Vitalstoffe.

In der getrockneten Maca-Wurzel ist ein hoher Anteil an Omega-3-Fettsäuren sowie lebensnotwendigen Aminosäuren enthalten, welche für den Stoffwechsel von Bedeutung sind. Weiterhin ist die Wurzel reich an Proteinen und Antioxidantien. Letztere können freie Radikale einfachen und so oxidativen Stress vermeiden und den Alterungsprozess aufhalten.

Zudem finden sich in Maca Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Jod, Kalzium, Kupfer, Mangan und Zink. Außerdem kommen die Vitamine B2, B5 und C in der Wurzel vor.

Dieser Mischung aus gesunden Vitalstoffen wird nachgesagt, sie wirken sich positiv auf den Organismus aus, können die Vitalität verbessern und zu einer besseren geistigen und körperlichen Fitness beitragen.

Anwendungsbereiche für Maca

Schon die Inka setzten Maca als traditionelles Heilmittel bei unterschiedlichen Beschwerden ein. Bekannt war die Wurzel als Energielieferant. Ihr werden zudem therapeutische Eigenschaften zugeschrieben.

Die traditionelle Naturheilkunde verwendet die Maca-Wurzel in folgenden Bereichen:

  • als Energiequelle
  • zur Stresslinderung
  • zur Regulierung der Schilddrüsenfunktion
  • zur Erhaltung der Knochengesundheit
  • zum Hormonausgleich
  • beim Kampf gegen Depressionen
  • für die sexuelle Funktion und als Aphrodisiakum
  • bei prämenstruellem Syndrom
  • während der Menopause
  • zur Unterstützung der allgemeinen Genesung

Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge kann die Maca-Wurzel aufgrund ihrer Inhaltsstoffe außerdem eine unterstützende Hilfe bei Eisenmangel sowie bei der Reduzierung zu hoher Cholesterin- und Triglycerid-Werte sein.

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Rezepte mit Maca

Du fragst dich, wie du Maca am besten verwenden kannst? Auf Pinterest gibt es viele tolle Ideen dazu.

Zum Beispiel hier:

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