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Exotisches Superfood – Der Hype hat auch Schattenseiten

Superfoods

Die als Superfood bezeichneten Früchte und Samen wie Acai-Beeren, Chia-Samen, Goji-Beeren, Quinoa-Samen und viele andere mehr sind ohne jeden Zweifel gesunde Nahrungsmittel. Dienen sie doch schon seit vielen Jahrhunderten der indigenen Bevölkerung ihrer Herkunftsländer als Grundnahrungsmittel.

Sind sie deswegen aber auch sinnvolle Nahrungsmittel für uns Europäer? Daran dürfen erhebliche Zweifel angemeldet werden, da diese Früchte eine bemerkenswert schlechte sozio-ökologische Bilanz aufweisen, wenn sie hier auf den Markt kommen.

Superfood mit schlechter sozio-ökologischer Bilanz

Zunächst einmal müssen sie viele Tausend Kilometer transportiert werden, um aus ihren Herkunftsländern in Süd- und Mittelamerika oder Asien hier bei uns angeboten werden zu können. Das frisst Treibstoff und erhöht die CO2 Belastung der Atmosphäre.

Kommt noch hinzu, dass die vermehrte Nachfrage nach den Beeren und Samen die Ökonomie wie auch Ökologie der Herkunftsländer beeinflusst.

Auf der positiven Seite ist zu verbuchen, dass die vermehrte Nachfrage aus Europa den Bauern erhöhte Erzeugerpreise beschert. Das ist gut so, dann können die Bauern ihre Familien besser versorgen.

Nachteilig ist nur, dass diese Lebensmittel dadurch für die einheimische Bevölkerung teurer, vielleicht viel zu teuer werden könnten und sie gezwungen wäre, auf andere, möglicherweise nicht so gute Lebensmittel auszuweichen.

Ein weiterer, eher ökologischer Aspekt ist ebenfalls der erhöhten Nachfrage geschuldet. Um diese zu bedienen, werden in den Herkunftsländern die Anbauflächen vergrößert, die zur Erholung des Bodens notwendigen Fruchtzyklen und Brachezeiten nicht mehr eingehalten und der Einsatz von Kunstdünger wie auch Herbiziden und Pestiziden verstärkt.

Alles zusammen ist mit erheblichen Nachteilen für die landwirtschaftliche Ökologie in den Herkunftsländern verbunden, aus denen langfristig der Niedergang einer im Einklang mit Natur und heimischer Bevölkerung stehenden Landwirtschaft resultieren könnte.

Das kann nicht das Ziel einer gesundheitsbewussten Lebensweise hier bei uns in Europa sein. Gibt es also Alternativen?

Einheimisches Superfood ist eine Alternative

Aus Sicht einer gesunden Ernährungsweise gibt es diese. Denn auch hierzulande wächst Superfood, das es mit den exotischen Beeren und Samen aufnehmen kann. Dazu gehören Himbeeren, Johannisbeeren und Heidelbeeren ebenso wie Feldsalat, Grünkohl, Walnüsse, Sonnenblumenkerne und Leinsamen, um nur die bekanntesten zu nennen.

Mit diesen Nahrungsmitteln wird nicht nur die eigene Gesundheit gefördert, sondern auch die Umwelt. Fallen doch lange Transportwege weg und bei entsprechenden Bio-Produkten oder Anbau im eigenen Garten auch Kunstdünger, Herbizide und Pestizide.

Unsere große Liste der Superfoods von A-Z findet ihr hier:

Superfoods von A-Z

2 Kommentare

    • Heike Lorenz

      Hi Marc,
      dein Power-Food-Saisonator ist sensationell!
      Da werde ich sicher das eine oder andere Mal reinschauen, wenn ich Inspiration suche :-)

      Lieben Gruß
      Heike

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