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Lachs – der Tausendsassa der Speisefische

Lachs

Roh aufs Brot, gegrillt oder als Teil einer sämigen Soße zur Pasta: Wir Deutschen lieben Lachs.

Immer und überall, weil er einfach unglaublich vielseitig ist. Und das nicht nur geschmacklich, sondern auch ernährungsphysiologisch. Heute erfährst du bei uns mehr zum rosaroten Leckerbissen.

Gourmet-Fisch für jedermann

Vom Arme-Leute-Essen zur Delikatesse und zurück. So ungefähr könnte man die Entwicklung dieses Speisefischs zusammenfassen. Denn während Lachs vor rund hundert Jahren noch häufig in hiesigen Gewässern anzutreffen war und daher gerade bei der ärmeren, ländlichen Bevölkerung oft auf dem Teller landete, ist er heute bei uns nahezu komplett ausgestorben. Zwar gibt es einige Initiativen, die den atlantischen Lachs wieder hier heimisch machen wollen, doch von Erfolg gekrönt sind bisher nur die wenigsten.

Ein Grund dafür, dass der Lachs zwischenzeitlich zur kostspieligen Delikatesse avancierte. Heute hat sich das Blatt wieder gewendet und du kannst Lachs auch im Discounter kaufen.

Das hat vor allem einen Anlass: Der Großteil des Lachses, den du heute im Handel bekommst, stammt nicht mehr direkt aus dem Atlantik, sondern aus großen Aquakulturen. Das hat auch einen guten Grund, denn Wildlachs ist vom Aussterben bedroht und darf daher nicht uneingeschränkt gefischt werden.

Wenn du trotzdem Wert darauf legst, Wildlachs zu erwerben, solltest du beim Kauf darauf achten, dass er aus nachhaltiger Fischerei stammt. Das MSC-Siegel oder das europäische Bio-Siegel sind hierfür gute Erkennungszeichen. Bio ist auch beim Kauf aus Aquakultur nicht die schlechteste Idee. Denn wie bei der Zucht von Schweinen oder Geflügel werden bei Bio-Lachsen nicht prophylaktisch Unmengen an Antibiotika ins Tierfutter gegeben. Sondern nur dann, wenn die Fische krank sind und es brauchen. Und auf zu viele Antibiotika in Fleisch oder Fisch sollten wir nach Möglichkeit immer verzichten, um eigene Resistenzen zu umgehen.

Fett, aber gut

Lachs ist ein fetter Fisch. Aber keine Panik, er passt trotzdem hervorragend zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung. Denn wie immer ist es Ansichtssache und Fett nicht gleich Fett.

Im Lachs steckt vor allem wertvolles Fischöl. Das musst du nicht als Nahrungsergänzung kaufen, sondern kannst es ganz einfach in deinen Speiseplan einbauen.

Zwei Portionen Fisch empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung pro Woche, mindestens eine davon kannst du wunderbar mit Lachs abdecken. Denn der schmeckt nicht nur unverwechselbar gut, sondern glänzt darüber hinaus mit seinen inneren Werten.

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Das bereits erwähnte Fischöl ist nämlich besonders reich an Omega-3-Fettsäuren. Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren erfreuen vor allem den Cholesterinspiegel. Denn im Gegensatz zu gesättigten Fettsäuren erhöhen diese das gute HDL-Cholesterin und können überschüssiges, schlechtes LDL-Cholesterin abtragen.

Auch die charakteristische Farbe des Lachses ist mehr als ein optisches Gimmick. Grund für die rötliche Färbung ist der Stoff Astaxanthin, ein natürliches Antioxidans, das deinen Körper beim Kampf gegen die allgegenwärtigen freien Radikale unterstützt. Eine gute Portion Proteine und Vitamin A runden das Ganze dann noch ab.

Sushi, Graved Lachs, oder Pasta al Salmone – du hast die Wahl und musst dich nicht einschränken. Denn Lachs ist ein Speisefisch, der gerne öfter auf dem Teller landen darf. Wie schmeckt er dir am besten?

Rezepte mit Lachs

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Foto: VIKTOR HANACEK / picjumbo.com

3 Kommentare

  1. Kerstin sagt

    Danke für die Infos Sonja, wie Recht du hast!

    Besonders das Astaxanthin ist m. M. n. total unterschätzt und viel zu unbekannt! Wer das mal probieren möchte: in diesem Shop den ich da verlinkt habe gibt es gerade eine 3 für 2 Aktion…

  2. Pingback: Lachs – der Tausendsassa der Speisefische | Heikes Projekte

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