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Essen für die Augen

Essen für die Augen - Möhren, Karotten

Iss die Möhren, die sind gut für die Augen – diesen Spruch hat wohl jeder als Kind schon einmal gehört.

Tatsächlich kann man durch den Verzehr von bestimmten Lebensmitteln seinen Augen etwas Gutes tun. Vor allem Erkrankungen der Netzhaut, die häufig im fortgeschrittenen Alter auftreten, lassen sich mit der richtigen Ernährung vorbeugen.

Augen brauchen Nährstoffe

Jenseits des 50. Lebensjahres nehmen Erkrankungen an der Netzhaut, mit medizinischem Fachbegriff Makula-Degeneration, deutlich zu. Jeder fünfte über 65 Jahren und jeder Dritte über 80 Jahren ist von einer eigeschränkten Sehkraft infolge einer Erkrankung der Makula betroffen.

Die nur 1,5 Millimeter große Makula, auch gelber Fleck genannt, ist die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut. Mit steigendem Alter stellen die Zellen der Makula allmählich ihre Funktion ein. Die Sehkraft lässt nach, in einigen Fällen kommt es zu Erblindung.

In der Makula werden viele Nährstoffe für den Prozess des Sehens verbraucht. Der Körper kann die Stoffe, die für die Zellen der Makula benötigt werden, nicht selbst herstellen. Sie müssen über die Nahrung zugeführt werden. Das Essverhalten trägt somit dazu bei, dass die Makula ihre Aufgabe bis ins hohe Alter erledigen kann.

Eine gesunde Ernährung fördert damit nicht zuletzt also auch die Gesundheit der Augen. Besonders wichtig für den Schutz der Makula sind Omega-3-Fettsäuren sowie die Antioxidantien Lutein und Zeaxanthin.

Antioxidantien schützen Augen

Antioxidantien sind den meisten aus der Kosmetik-Werbung bekannt. Dort sollen sie in Anti-Aging-Cremes ihre Wirkung entfalten.

Antioxidantien schützen vor freien Radikalen. Freie Radikale sind sauerstoffhaltige Moleküle, die Zellen angreifen. Sie entstehen durch Stoffwechselvorgänge im Körper, durch Stress, nährstoffarme Ernährung, übermäßige Sonnenstrahlung und verschmutzte Luft.

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Freie Radikale greifen nicht nur die Hautzellen an und sorgen für Falten. Vielmehr sind sie auch im Auge aktiv. Lutein und Zeaxanthin, zwei wichtige Antioxidantien für das Auge, kommen vor allem in Grünkohl, Spinat und Brokkoli vor, aber auch Rucola, Weißkohl und Kresse sind gute Lieferanten. Täglich 100 bis 150 Gramm von diesem grünen Gemüse sollten es für eine gute Sehkraft sein.

Möhren können es theoretisch auch sein, da sie ebenso Lutein und Zeaxanthin enthalten. Davon müsste ein Erwachsener allerdings mehr als 1 Kilogramm pro Tag essen, um seinen Antioxidantien-Bedarf zu decken.

Gesunde Augen brauchen Fett

Doch nicht nur Gemüse ist gut für die Sehkraft. Fisch gehört für gesunde Augen ebenfalls auf den Speiseplan. Omega-3-Fettsäuren spielen beim Aufbau von Zellen eine wichtige Rolle. Die Fette regen außerdem die Produktion des Tränenfilms an. Das wirkt trockenen Augen entgegen.

Die besten Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind fette Kaltwasserfische wie Lachs, Makrelen und Hering. Aber auch Leinsamen enthalten Omega-3.

Für die Gesundheit des Auges, speziell der Makula ist die Ernährung allein jedoch nicht ausschlaggebend. Genetische Faktoren spielen ebenso eine Rolle und auch, ob jemand raucht. Das Risiko einer Makula-Degeneration ist bei Rauchern dreimal höher als bei Nicht-Rauchern.

Foto: jacqueline macou / pixabay.com

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