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Bärlauch – der Knoblauch des heimischen Waldes

Bärlauch

Hast du schon bemerkt, dass es an Frühlingstagen im Wald manchmal nach Knoblauch duftet? Doch statt auf das typische Knoblauchgewächs, triffst du in diesem Fall auf den Bärlauch.

Er wächst in größeren Gruppen seiner Art, zählt zu den leckersten Frühjahrskräutern und ist obendrein auch noch richtig gesund! So fördert er zum Beispiel die Verdauung und senkt den Blutdruck. Das sind jedoch nur einige der tollen Eigenschaften von Bärlauch.

Steckbrief:

  • Botanischer Name: Allium ursinum
  • Pflanzenfamilie: Zwiebelgewächs
  • Sammelzeit: Mitte März bis Mai
  • Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Knospen
  • Volkstümliche Namen: Waldknoblauch, Zigeunerlauch, Hexenzwiebel

Herkunft & Geschichte

Zu finden ist der Bärlauch fast überall in Europa und Nordasien und fühlt sich in kühlen Misch- und Laubwäldern am wohlsten. Für sein Wachstum bevorzugt er die Nähe von Flüssen und Bächen. Er verbreitet sich zwar schnell, ist aber in einigen Regionen nur noch selten zu finden oder sogar vom Aussterben bedroht.

Bärlauch hat einen sehr ungewöhnlichen Namen, dessen Geschichte zwar allgemein bekannt, jedoch nicht bewiesen ist. Eine Legende besagt, dass Bärlauch das erste Kraut sei, das Bären nach ihrem Winterschlaf fressen. So erhielt das Frühlingsgewächs bereits zur Zeit der alten Germanen seine typische Bezeichnung.

Große Bekanntheit erreichte der Bärlauch zu Zeiten von Karl des Großen. Dieser gab den Befehl, Bärlauch in jeden Garten des Landes zu pflanzen. Später geriet das schmackhafte Kraut jedoch in Vergessenheit.

Ende des 20. Jahrhunderts wurden die heilsamen Wirkungen von Bärlauch wiederentdeckt und sogar zu medizinischen Zwecken genutzt. Seither erlangt das Küchenkraut immer mehr Bekanntheit.

Saison & Ernte

Bärlauch kann ab Mitte März geerntet werden, bis die Pflanze zu blühen beginnt und ihren Geschmack verändert. Blätter und Knospen sollten stets frisch verwendet und vor der Verarbeitung gut gewaschen werden.

Zu finden ist der Waldknoblauch an schattigen und feuchten Plätzen in Wäldern oder Parkanlagen. Er kann aber auch im Garten kultiviert werden.

Leider ist der Bärlauch leicht mit dem giftigen Maiglöckchen zu verwechseln. Zur Unterscheidung sind die Blätter zu betrachten: während bei Maiglöckchen immer zwei Blätter aus dem Stängel wachsen, treiben sie beim Bärlauch zunächst einzeln aus und bilden später Gruppen.

Inhaltsstoffe & Verwendung

Inhaltsstoffe:

Durch den reichlichen Gehalt an Vitamin C, Eisen, Magnesium und ätherischen Ölen, ähnelt der Bärlauch nicht nur im Geschmack dem klassischen Knoblauch. Die Wirkungen auf Körper und Gesundheit sind ebenfalls ähnlich.

Bärlauch findet daher bei Appetitlosigkeit, Magen- und Darmbeschwerden und Arteriosklerose Anwendung. Die blutdrucksenkende Wirkung soll dabei Herzinfarkt oder Schlaganfall vorbeugen. Zudem wirkt Bärlauch antibakteriell und kann auch bei Erkältungskrankheiten zum Einsatz kommen. Da Bärlauch den Stoffwechsel in Schwung bringt, kann mit ihm sogar die „Frühjahrsmüdigkeit“ bekämpft werden kann.

Bärlauch sollte stets frisch verwendet werden, um seine Eigenschaften voll entfalten zu können. Eine Trocknung ist nicht möglich, da hier die Wirkstoffe verloren gehen.

Das schmackhafte Küchenkraut kann in vielen Rezepten Verwendung finden (z. B. Kräuterquark, Pesto, Salat). Ein Teeaufguss ist auf Grund des Knoblaucharomas weniger zu empfehlen.

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