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Gartenkerbel: gesundes und aromareiches Würzkraut

Gartenkerbel

Echter Kerbel oder Gartenkerbel trägt die lateinische Bezeichnung Anthriscus cerefolium. Er stammt aus Westasien und dem Kaukasus.

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Bereits im Mittelalter wurde das Würzkraut über die mediterranen Regionen ins nördliche Europa gebracht. Beliebt sind die würzenden Aromen des Suppenkrauts und die blutreinigenden Wirkungen des Kerbels.

Merkmale und verwandte Art

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Die buschig wachsende, einjährige Pflanze erreicht im Anbau Wuchshöhen bis zu 60 cm. Die weichen Blätter erscheinen mehrfach gefiedert.

Prägnant ist der anissüßliche Duft des Gartenkerbels. Wird der Duft nicht beachtet, könnte Kerbel leicht mit Petersilie oder Möhren verwechselt werden. Kerbel enthält das ätherische Öl Iso Anethol in hoher Konzentration, dabei besonders vor seiner Blütezeit. Die weißen Blütendolden erscheinen in Abhängigkeit vom Termin der Aussaat bis in den Hochsommer.

Bei Gartenkerbel wird zwischen krausblättrigen und glattblättrigen Sorten unterschieden.

Als verwandte Art wird Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris) nicht in der Küche verwendet. Die Pflanze kann jedoch natürliche gelbe Farbstoffe liefern.

Hinweis: Glattblättriger Kerbel kann mit dem giftigen, dabei unangenehm riechenden Schierling verwechselt werden.

Kultur und Ernte

Am besten wächst der Gartenkerbel im Halbschatten und auf lockeren, gleichmäßig feuchten Böden. Bei Trockenheit beginnt er recht früh zu blühen, was wiederum den Geschmack beeinträchtigt. Er benötigt als Schwachzehrer relativ wenige Nährstoffe.

Kerbel toleriert niedrige Temperaturen und kann bereits ab März ins Freiland ausgesät werden. Der Reihenabstand sollte 10 bis 15 cm betragen. Alle zwei Wochen ist eine Folgesaat empfehlenswert, denn der Gartenkerbel wächst rasch und blüht schnell.

Zwischen Salat ausgesät, soll der Duft Schnecken und Läuse abwehren. Wer einige Kerbelpflanzen abblühen lässt, kann dann den Samen für das nachfolgende Jahr selbst ernten.

In der Winterzeit kann Kerbel leicht einfach auf der Fensterbank gezogen werden. Dann steht er als Lieferant von reichlich Vitamin C zur Verfügung. Die Keimung dauert mit etwa 14 Tagen im Vergleich zur Kresse etwas länger.

Jung und frisch schmecken der fenchelfeine, anissüßliche Gartenkerbel am besten. Die Wurzeln können nicht verwendet werden. Eine erste Ernte des Küchenkrauts ist bereits einige Wochen nach der Aussaat möglich. Allerdings sollte sie in jedem Fall vor der Blüte erfolgen.

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Gartenkerbel in der Küche

Das Aroma des Gartenkerbels bleibt beim Einfrieren erhalten. Trocken und auch längere Kochzeiten zerstören das Aroma allerdings.

Zur Zubereitung von Frühlings- und Kräutersuppen ist er ein geradezu unverzichtbarer Bestandteil. Deshalb nennt man Kerbel auch “Suppenkraut”. Damit das Aroma erhalten bleibt, sollte Kerbel stets erst zum Ende der Garzeit zugegeben werden.

Gartenkerbel gehört zu Eierspeisen, Grillfischgerichten, Rohkost und in die bekannte Frankfurter Soße genauso wie zu Käse und Tomaten. Das sanfte Würzaroma wird in England mit dem Ehrentitel “French Parsley” und in Amerika mit “Gourmets Parsley” gewürdigt.

In der Gourmet-Küche gehört Echter Kerbel unter die “Fine Herbes” zu einem “Omelette Lind” in die dunkle Kräutersoße Sauce Ravigotte.

Heilwirkung und Zierwert

Echter Kerbel beinhaltet ätherisches Öl und Bitterstoffe, die sowohl die Verdauung als auch die Nierentätigkeit anregen. Im Frühjahr wird Kerbel bei Blutreinigungs- und Entschlackungskuren zu einem echten Helfer. Zudem ist er reich an Vitamin C.

Als charakteristisches Kraut im Bauerngarten gilt Kerbel als vergleichsweise anspruchslos. So gedeiht er auch gut in Töpfen und ist stets als Duft- und Gewürzpflanze in noch so kleinen Kräutersammlungen vertreten.


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