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Die Brennnessel: Unscheinbares Kraut mit überraschenden Eigenschaften!

Brennnessel

Du kennst die Brennnessel sicher – dieses Wildkraut, das fast jeder sofort erkennt. Sie wirkt entzündungshemmend und ist in der Naturheilkunde ein Klassiker bei Rheuma, Gicht, Akne und Hautproblemen.

Die moderne Kosmetikindustrie schwört ebenfalls darauf: In Shampoos und Cremes nutzt sie die pflegenden Eigenschaften der Brennnessel. Und in der Küche feiert sie gerade ein großes Comeback – als nährstoffreiches Superfood!

Das musst du über die Brennnessel wissen

Die mehrjährige Pflanze mit ihren gezackten Blättern gedeiht überall in Europa: an Feldrändern, Wegen und Hecken. Ihre Höhe? Die große Brennnessel (Urtica dioica) wird bis zu 1,50 Meter hoch – die Standardart, wenn man einfach „Brennnessel“ sagt. Die kleinere Schwester, Urtica urens, bleibt bei maximal 50 cm. Achtung: Die harmlose Taubnessel sieht ähnlich, gehört aber zu einer ganz anderen Familie.

Warum brennt sie? Die feinen Härchen auf Blättern und Stängeln injizieren ein schwaches Gift (Histamin, Ameisensäure), das Juckreiz und Rötungen auslöst. Kinder lernen das schnell – mit Handschuhen sammeln ist Pflicht!

Verwendung und Inhaltsstoffe des Nesselgewächses

Ernte junge Blätter von März bis Mai (später auch Samen) – sie sind zart, nährstoffreicher und weniger faserig. Lass sie in deinem Garten wachsen: Brennnesseln vermehren sich selbst und brauchen keine Pflege. Öko-Bonus: Sie füttern Raupen des Tagpfauenauges.

Tipps zum Sammeln:

  • Trage dicke Handschuhe wegen der Brennhaare.
  • Wähle junge Triebe an sonnigen Standorten – mehr Vitamine!
  • Vermeide Straßenränder (Schadstoffe).

Dein Nährstoff-Boost aus der Brennnessel:

  • Vitamin C: Stärkt dein Immunsystem, schützt Zellen und fördert Eisenaufnahme.
  • Vitamin A: Gut für Haut, Augen, Knochen und Nerven.
  • Eisen & Kalium: Unterstützen Blutbildung und Muskeln.
  • Chlorophyll: Entzündungshemmend, fördert Detox – ein Sekundärstoff-Star.

Sind Brennnesseln gesund?

Ja, Brennnesseln sind gesund – aber mit Maß und richtiger Zubereitung! In der Volksmedizin wirkt sie entzündungshemmend und unterstützt bei Rheuma, Gicht, Arthritis oder Akne. Als harntreibender Tee (1–2 TL Blätter pro Tasse, 10 Min. ziehen) reinigt sie und eignet sich super für Detox-Phasen.

In der Küche kochst du sie wie Spinat: 2 Min. blanchieren – die Brennwirkung verschwindet, und du hast ein nährstoffreiches Gemüse.

Wichtige Warnung vor Nitrat:

  • Enthält ca. 145 mg/100 g (von max. 1.300 mg/Tag), ähnlich wie Spinat – besonders in Stängeln hoch.

  • Kann im Körper zu Nitrit werden, das potenziell schädlich ist; BfR: „Relativ unbedenklich“, wenn du hygienisch lagerst und frisch zubereitest.

  • Tipp: Junge Blätter waschen, schnell verarbeiten, Portionsmengen halten – so minimierst du Risiken.

Schnelles Rezept: Brennnessel-Spinat-Alternative

Blanchiere 200 g junge Blätter, brate mit Zwiebeln und Knoblauch an. Mit Sahne und Muskat abschmecken – lecker und gesund!


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