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Natürlich abführen – die besten Methoden!

natürliche Abführmittel

Gerade an Festtagen langen wir gerne mal zu und schlagen dabei auch manches Mal über die Stränge. Völlegefühl und Unwohlsein lassen nicht lange auf sich warten.

Wer aber schonende, natürliche Abführmittel kennt, kann mit gutem Bauchgefühl schlemmen :-)

Mythos Verdauungsschnaps

Wer kennt ihn nicht, den Retter in der Not? Wer sich nach einer fettigen Mahlzeit plötzlich doppelt so schwer fühlt, erhofft sich von einem guten Tropfen nicht nur das perfekte Finale eines köstlichen Menüs, sondern auch das Verschwinden der unangenehmen Völlegefühle.

Dabei ist es nicht der Alkohol, sondern der Placebo Effekt, der in diesem Falle hilft. Der Verdauungsschnaps ist nicht nur ein Ammenmärchen, sondern bewirkt das genaue Gegenteil.

Wer kennt nicht das entspannte Gefühl, das ein Alkoholrausch auslöst. Spirituosen entspannen die Muskeln und da der Magen ebenfalls ein Muskel ist, bleibt auch er von dieser Wirkung nicht verschont. Der Verdauungsprozess verlangsamt sich durch diese Muskelentspannung und der Essensbrei rutscht in gröberer Konsistenz in den Darmtrakt. Der Verdauungsschnaps ist also nichts anderes als ein Mythos.

Zum Glück existieren aber weitaus effektivere Abführmethoden.

Trockenpflaumen – die Klassiker

Sie sind lecker, süß und ja, sie enthalten viel Zucker. Trotzdem gibt es kaum eine gesündere Abführmethode als Pflaumen. Schon Großmutter kannte ihre fördernde Eigenschaft der Darmaktivität und setzte sie als Hausmittel ein.

Zu verdanken haben die süßen Früchte ihre abführende Wirkung vordergründig Zellulose und den Pektinen. Hierbei handelt es sich um Ballaststoffe, im Verdauungstrakt quellen sie auf und stimulieren durch das erhöhte Volumen die Darmarbeit.

Auch Sorbit, ein Zuckeralkohol, soll diesen Effekt hervorrufen. Sorbit dient ebenfalls als alternatives Süßungsmittel unter anderem bei Kaugummi und wird auf Verpackungen stets als „bei übermäßigem Verzehr abführend“ deklariert.

Getrocknete Pflaumen sind das ganze Jahr über erhältlich. Empfehlenswert ist die Einnahme am Morgen auf nüchternen Magen. Hierzu werden die Früchte über Nacht eingelegt.

Wie ihr Trockenobst selbst herstellt, lest ihr hier.

Übertreiben sollte man trotzdem nicht, ansonsten drohen Bauchschmerzen. Sechs bis sieben Dörrpflaumen am Tag genügen, um die Verdauung in Schwung zu bringen.

Alternativ wirkt auch Pflaumensaft, beispielsweise aus dem Reformhaus.

Beruhigende Tees

Zum Glück ist gegen Verstopfungen und Völlegefühl ein Kraut gewachsen. Sennesblätter nennen sich die effektiven Wundermittel. Erhältlich sind sie in Apotheken und Reformhäusern. Einfach mit Wasser zu einem Tee aufgießen und vor dem Zubettgehen trinken. Allerdings sollte sich die Einnahme auf höchstens zwei Wochen beschränken.

Weitere hilfreiche Kräutertee Sorten sind:

Leichte Massagen und Wärme

Der Darm lässt sich nicht nur innerlich sondern auch äußerlich stimulieren. Leichte Massagen sind wohltuend und helfen gegen Bauchschmerzen. Anders als Alkohol, der die Muskelaktivität des Verdauungstrakts hemmt, regen sanfte Berührungen die Darmdynamik an und steigern indessen auch die Sauer- und Nährstoffversorgung.

So funktioniert es:

  • die Massage findet im Liegen statt
  • gegebenenfalls erhöhen Massageöle den Komfort
  • die rechte Hand auf Höhe des Magens legen und bis zum Bauchnabel streichen
  • danach erfolgt die gleiche Bewegung mit der linken Hand
  • diese Bewegung immer abwechselnd ausführen
  • dann formen beide Hände ein Dreieck über dem Bauchnabel
  • dabei bewusst langsam ein- und ausatmen
  • nun mit der rechten Hand ohne Druck im Uhrzeigersinn die Haut des Bauches verschieben
  • später die Hand und die Richtung wechseln
  • dann mit beiden Händen (rechts gegen den Uhrzeigersinn, links mit dem Uhrzeigersinn) gleichzeitig kreisen
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In Bewegung kommen

Bewegung regt in erster Linie den Stoffwechsel aber auch die Darmaktivität an. Der Körper nimmt an der frischen Luft mehr Sauerstoff auf, die Muskeln beziehen Energie aus der aufgenommenen Nahrung.

Nach einer üppigen Mahlzeit sollte intensiver Ausdauersport wie Joggen jedoch vermieden werden. In diesem Fall bezieht der Sympatikus die ganze Energie und der Parasympatikus, welcher für die Verdauung zuständig ist, stellt seine Arbeit ein. Besser ist moderater Sport wie Spazieren gehen oder Fahrrad fahren.

natürliche Abführmittel

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