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Low Carb und Eiweißbrot – eine unschlagbare Kombination!

Low Carb & Eiweißbrot

Low Carb und Eiweißbrot werden gerne belächelt – dabei ist Low Carb die einzige Methode, die wirklich dauerhaft zur Gewichtsreduktion führt. Und das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der Grund dafür, warum manche davon abraten.

Zucker macht süchtig und ist eine riesige Geldmaschine, ein hoher Wirtschaftsfaktor, auf den die Lebensmittel-Industrie nicht verzichten kann. Er mästet die Menschen und macht sie krank.

Ohne Zahnprobleme geht kaum einer mehr zum Zahnarzt, ohne Diabetes und viele andere Krankheiten verdient die Pharmaindustrie nicht. Ohne Übergewicht und dem daraus resultierenden Fressdrang könnten viele Fast Food Restaurants schließen und die Diätindustrie würde keinen Cent mehr verdienen.

Die Wirtschaft braucht also dicke Menschen, denn dicke Menschen sind süchtig nach Essen.

Diätwahn & JoJo-Effekt

Und wenn sie versuchen, sich davon loszureißen und abzunehmen, achten viele darauf, sich fettarm zu ernähren und hoffen, auf diese Art auch abnehmen zu können. Sie zählen Kalorien oder lernen wochenlang, Punkte zu zählen, sind ständig schlecht gelaunt, frustriert und schielen ständig auf das Essen anderer. Leider funktionieren die wenigsten Diäten auf Dauer und wenn doch, dann oft sehr langwierig und nicht selten mit einem gehörigen Jojo-Effekt.

Warum ist das so?

Dies ist ganz leicht zu beantworten. Fett braucht Zucker um überhaupt im Körper eingelagert zu werden und Zucker ist nichts anderes als Kohlenhydrate. Genau deswegen funktionieren Diäten bzw. Ernährungsformen wie Atkins, Schlank im Schlaf, Metabolic Balance und viele andere so gut.

Der Körper wird darauf gepolt, Eigenfett zu verbrennen. Er wird quasi dazu gezwungen, denn Zucker bzw. Kohlenhydrate sind der Schlüssel zu unseren Fettzellen. Werden diese nicht aufgeschlossen, weil wir Kohlenhydrate meiden, dann kann kein neues Fett mehr eingelagert werden und der Körper beginnt Eigenfett zu verbrennen.

Genau so funktioniert Low Carb mit großem Erfolg und wachsender Popularität.

Auf die Kombination kommt es an

Menschen, welche Eiweißbrot als ungenießbar empfingen fehlt darin oft schlicht eine entscheidende Zutat – und zwar Zucker. Sie sind Zucker in reiner Form oder in Form von Kohlenhydraten gewohnt und ihre Geschmacksrezeptoren sind unsensibel.

Gewöhnt man sich jedoch den Zucker ab, reagiert man sensibler und nimmt sogar geringste Spuren von Zucker wahr – sogar ungesüßter Tee schmeckt irgendwann leicht süßlich. Dann ist es plötzlich schwer nachzuvollziehen, wie man es jemals fertig gebracht hat, gezuckerte Erdbeeren zu essen. Es ist eine gute Art zurück zu den Wurzeln zurückzufinden. Wir können Lebensmittel wieder pur genießen.

Da Obst ebenfalls zu Kohlenhydraten gehört, wird es bei den Low Carblern weitestgehend gemieden. Beeren sind aufgrund ihres niedrigen Kohlenhydratanteils in Maßen erlaubt.

Achtung: Wenn Obst (Zucker bzw. Kohlenhydrate) mit Eiweiß (Quark oder Joghurt) kombiniert wird, ist es ratsam auf den Fettgehalt der Eiweißquelle zu achten. Denn dann „schließt der Schlüssel wieder die Fettzellen auf“.

Wird Eiweiß, also Fleisch, Fisch, Ei lediglich mit Salat, gedünstetem oder gebratenem Gemüse verzehrt, ist der Fettgehalt wieder unwichtig.

Eiweißbrot – DAS Brot für Low Carbler

Genau deswegen ist das Eiweißbrot für Low Carbler eine geniale Erfindung – denn die Kalorien und das Fett zählen nicht. Man kann es mit Butter oder Mayonnaise bestreichen und mit Vollfettprodukten belegen. Endlich wieder Genuss!

Im Übrigen schmeckt Eiweißbrot getoastet am besten, da sich dann die Röstaromen der enthaltenen Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne etc. entfalten.

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Bevor es das Eiweißbrot gab, sah es für Low Carbler ziemlich karg auf dem Speiseplan aus. Zum Frühstück ständig Rührei und beinahe nur Gemüse in unterschiedlichsten Formen als Beilage.

Bestandteile von Eiweißbrot

Das Eiweißbrot besteht aus ca. 25 Prozent aus pflanzlichem Eiweiß wie beispielsweise Weizen-, Soja- oder Lupin-Eiweiß. Auch Sojaschrot, Sojamehl, Speisekleie, Apfelfasern, Flohsamenschalen, Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne oder Nüsse können zusätzliche Bestandteile eines Eiweißbrotes sein.

Der Kohlenhydratanteil sollte so niedrig wie möglich sein (3 – 4 g), maximal jedoch bei 9 g pro 100 g liegen. Im Idealfall ist der Anteil pro Scheibe angegeben.

Eiweißbrot – Rezeptideen

Viele Low Carbler backen sich ihr Brot selbst. Allerdings sollte man nicht gleich das Handtuch werfen, wenn es beim ersten Mal nicht gleich gelingt. Übung macht den Meister und auf die Art entstehen viele tolle neue Rezepte. Trotzdem sollte der Grundsatz bleiben – viel Belag und wenig Brot.

Es gibt sogar fertige Backmischungen und natürlich unzählige Rezepte im Internet, mit denen man Eiweißbrot selbst backen kann.

Hier ein paar Rezepte zum Selberbacken:

Leckere Beläge fürs Brot

Anfangs fühlten sich Low Carbler noch unwohl dabei, wieder Brot zu essen. Es war einfach ungewohnt, denn lange war Brot in der Low Carb Küche tabu. Nachvollziehbar, dass man sich einbildet, wieder zuzunehmen – es bestätigte sich zum Glück aber nicht.

Das Beste ist, das man beim Belag nicht auf den Fettgehalt schauen muss und erst Recht nicht auf die Kalorien. Eiweißbrot ist der perfekte Snack zum Mitnehmen für Arbeit oder Schule. Damit hat die „Jagd“ nach kohlenhydratarmem Essen in der Frühstückspause endlich ein Ende.

Man kann es kleinschneiden und rösten, Croutons auf dem Salat sind endlich wieder erlaubt! Man kann es mit Salami, Schinken und Tomaten belegen oder mit Käse überbacken.

Low Carb Burger

Auch deftige Burger stehen endlich wieder auf dem Speiseplan – einfach die zwei Eiweißbrot-Hälften (bei Bedarf den Rand wegschneiden) oder ein Eiweißbrötchen halbieren und toasten, mit Light-Ketchup (also ohne Zucker) und Mayonaise bestreichen und mit einem oder zwei Hackfleischpatties, Käse, Tomaten und Salat belegen.

Genauso funktioniert ein leckerer Chickenburger (Hähnchen ohne Panade!). Dazu Fisch, Hähnchen und anderes z. B. in Kokosraspeln oder Mandelmehl panieren.

Frühstück

Zum Frühstück z. B. kann man Eiweißbrot mit Frischkäse (diverse Sorten mit max. 5 g KH pro 100 g), Schnittlauch, Radieschen-Scheiben, Paprikastreifen- oder Stücken belegen oder mit Mozzarella, Tomate und Basilikum. Aber auch Schnittchen mit Räucherlachsscheiben, Meerrettich und Rucola-Salat sind köstlich.

Das Brot eignet sich allerdings nicht für süßen Aufstrich. Es hat mehr Kalorien und Fett (aufgrund der Saaten) als herkömmliches Brot und daher ist es keine gute Idee es mit Kohlenhydraten zu kombinieren.

Belag wie Camembert, Brie, Salami, Leberwurst etc. waren der Low Carb Bewegung lange Zeit vorenthalten. Dank Eiweißbrot eröffnen sich jetzt auch wieder unzähligen Möglichkeiten.

Foto: Pixelbliss / shutterstock.com

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