Gesundheit
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Das Herz mag es scharf – Mit Peperoni und Chili länger gesund leben

Peperoni und Chili

Die traditionelle italienische Küche schmeckt nicht nur gut, sie ist ebenso wie andere mediterrane Küchen auch gesund und kann die Lebenserwartung der Menschen verlängern. Das wurde und wird durch viele Beobachtungen und wissenschaftlichen Studien regelmäßig bestätigt.

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Weiß man zwischenzeitlich ziemlich genau, wie sich die traditionelle mediterrane Kost auf Gesundheit und Lebenserwartung auswirkt, ist die Datenlage bei ihren einzelnen Varianten und Komponenten noch nicht so eindeutig. Da sind noch viele Fragen hinsichtlich ihres Beitrages zu mehr Gesundheit offen. Das gilt für Olivenöl ebenso wie für einzelne Gewürze und Gewürzpflanzen.

Je mehr wir über den gesundheitlichen Nutzen einzelner Nahrungsmittel oder Gewürze wissen, umso besser kann individuell eine gesunde Ernährungsform zusammengestellt werden, die gesundheitlich und geschmacklich die Erwartungen der Menschen erfüllt.

Gesundes Essen mit Chili würzen heißt Sterberisiko senken

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Dieser Aufgabe haben sich italienische Epidemiologen gestellt und den Einfluss von Chili und Peperoni auf die Gesundheit von Herz und Kreislauf in einer beobachtenden Studie¹ analysiert.

Sie nutzen eine Datenbank mit Angaben zu mehr als 20.000 Patienten, die sie hinsichtlich Gesundheitsdaten, Essgewohnheiten und Vorlieben für Chilischoten über einen Zeitraum von etwa 8 Jahren nachverfolgten. Dabei entdeckten sie einen Zusammenhang zwischen der Vorliebe für scharf mit Chili gewürztem Essen und dem Risiko an Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zu sterben.

Ähnlich wie andere Forscher schon vor ihnen, zeigte auch diese Studie, dass scharf gewürzte Speisen das Risiko für tödlich verlaufende Herzinfarkte und Schlaganfälle dramatisch zu senken vermögen. Voraussetzung ist allerdings, dass regelmäßig und nicht nur mal sporadisch das Essen gut mit Chili gewürzt wird.

Ein Manko dieser beobachtenden Studie sollte nicht verschwiegen werden. Durch die Art der Studie ist es nur möglich Korrelationen zwischen den untersuchten Parametern aufzuzeigen, nicht jedoch Kausalzusammenhänge. So bleibt immer der Unsicherheitsfaktor zurück, ob die beobachteten Gesundheitseffekte tatsächlich dem Chili zugeschrieben werden können und nicht auf einen bisher unbekannten Einflussfaktor zurückzuführen sind.

Für Chili als Ursache spricht der Umstand, dass auch andere früher durchgeführte Studien zu ähnlichen Ergebnissen gekommen sind. Auch spricht ein prominenter Inhaltsstoff der Chilischoten eher für Kausalität als für Zufall. Es handelt sich um Capsaicin, das auch in Rheumapflastern und -salben Anwendung findet, weil es die Durchblutung fördert und ein lokales Wärmegefühl vermittelt. Dieses nachweislich gefäßschonend und antientzündlich wirkende Capsaicin könnte also für die günstigen Effekte von Chili verantwortlich sein.

Bleibt noch die Frage, ob die positiven Effekte vom Chili allein ausgehen oder sie die Eigenschaften einer gesunden ausgewogenen mediterranen Kost nur noch weiter verstärken. Diese Frage ist mangels Studien noch nicht endgültig zu beantworten. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass eine eher ungesunde fettige Pizza allein durch Chili gesünder werden könnte.

Fazit

Wer sich gesund ernährt wird in der Regel mit einem längeren Leben in Gesundheit belohnt. Scharfe Gewürze wie Chili können den positiven Effekt des Essens auf die Gesundheit weiter verstärken.

Noch mehr Tipps für die Ernährung für ein gesundes, kräftiges Herz findest Du hier:

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