Gesundheit
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Wie die Natur unsere Gesundheit positiv beeinflusst

Naturheilmittel
Gastbeitrag von Prof. Dr. Michael A. Popp

Eine ausgewogene, gesunde Ernährung ist Lebensqualität und kann Erkrankungen vorbeugen. Schon die Mönche im Mittelalter bauten in ihren Klostergärten Gemüse an, auch Obst stand fast täglich auf dem Speiseplan. Die Mönche des Zisterzienserordens waren bekannt für ihre guten Weine. Heute gibt es Studienergebnisse, die darauf hindeuten, dass das im Rotwein enthaltene Resveratrol das Krebsrisiko senken kann.

Der Weg von der Klosterküche zur Klostermedizin ist im übertragenen Sinne also nicht weit und viele heutige pflanzliche Arzneimittel beinhalten Heilkräuter, die schon von der berühmten Äbtissin und Gelehrten Hildegard von Bingen vor über 800 Jahren beschrieben wurden.

Heute sind Naturheilmittel beliebter denn je und immer mehr Verbraucher greifen bei Erkrankungen zu pflanzlichen Präparaten. Es entspricht dem Zeitgeist – der Rückbesinnung auf die Natur.

Naturpotenziale für unsere Gesundheit

Eine Renaissance erlebt daher auch die Erforschung und Nutzbarmachung der Heilkräfte der Natur: Rund zwei Drittel der neuen Medikamente, die heute auf den Markt kommen, sind Naturstoffe oder von Naturstoffen abgeleitete Arzneimittel.

Das Beste ist: Möglich ist noch viel mehr. Denn nur etwa 100 Heilpflanzen sind heute hinreichend erforscht. Weltweit gibt es jedoch schätzungsweise rund 20.000 bis 30.000 Heilpflanzen, die im Hinblick auf ihr therapeutisches Potenzial bisher noch nicht analysiert worden sind.

Diese Schatzkammer der Natur birgt also ein riesiges Potenzial für neue pflanzliche Arzneimittel und damit für unsere Gesundheit. Das erkennen nicht nur Patienten, auch Ärzte und Therapeuten setzen verstärkt auf Pflanzliches, um diverse Erkrankungen zu lindern und zu heilen.

Die Heilkraft vor der Haustür

Wichtig ist dabei der Wirknachweis. Klinische Studien belegen, dass pflanzliche Medikamente bei bestimmten Erkrankungen genauso zum Rückgang der Beschwerden führen, wie chemisch-synthetische Präparate. Entscheidend dafür ist auch eine hohe Qualität der verwendeten pflanzlichen Rohstoffe.

Ein Beispiel: Thymian ist nicht gleich Thymian. Es gibt mehr als 200 Sorten, die sich nicht nur im Aussehen, sondern auch hinsichtlich des Gehalts ihrer wirksamen Inhaltsstoffe unterscheiden.

Naturheilmittel

Ein Ampferfeld in der Oberpfalz © Bionorica SE / Lion Pfeufer

Die enthaltenen ätherischen Öle Thymol und Carvacrol haben unter anderem antibakterielle, entzündungshemmende, schleimlösende und entkrampfende Eigenschaften. Die Wirkkraft des Thymians wird daher besonders bei der Behandlung von Husten und Bronchitis geschätzt.

Während Thymian vor allem in mediterranen Ländern gut gedeiht, wachsen potente Arzneipflanzen auch vor unserer Haustür. Ampfer und Eisenkraut werden in Deutschland angebaut und kommen in Atemwegspräparaten zum Einsatz. Ampfer wirkt unter anderem entzündungshemmend, antibakteriell, Schleim verflüssigend und immunstärkend – über zum Teil ähnliche Eigenschaften verfügt das Eisenkraut. Kombiniert in einem Arzneimittel, entfalten Heilpflanzen ein breites Wirkspektrum.

Der Prozess bestimmt das Produkt

Wie werden aus Heilpflanzen Medikamente hergestellt? Nach der Ernte werden die Arzneipflanzen rasch weiterverarbeitet, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht verlorengehen. Bevor die pflanzlichen Rohstoffe vom Warenlager in die Produktion kommen, werden diese streng hinsichtlich verschiedener Parameter, wie Wirkstoffgehalt, geprüft.

Nach der Freigabe durch ein Prüflabor gelangen die zerkleinerten und getrockneten Arzneipflanzenteile in die Extraktion. Dort werden Wirkstoffe mit einem AlkoholWasser-Gemisch aus den Pflanzen gelöst und zu einem Spezialextrakt verarbeitet. Hierfür sind moderne Anlagen nötig sowie eine Kontrolle und Standardisierung der einzelnen Prozessschritte, um stets eine hohe und gleichbleibende Qualität zu gewährleisten.

Bei Phytopharmaka gilt „Der Prozess bestimmt das Produkt“. Führende Hersteller pflanzlicher Arzneimittel haben neben eigenen Heilpflanzensorten auch patentierte Extraktions- und Trocknungsverfahren entwickelt. So kann es von pflanzlichen Arzneimitteln auch keine Generika geben.

Beispielsweise gibt es bei der Herstellung von Tabletten ein spezifisches, patentiertes Vakuumtrocknungsverfahren, das den hohen Gehalt an ätherischen Ölen und Flavonoiden im Extrakt bewahrt. Schonend wird dem Extrakt die Flüssigkeit vollständig entzogen, übrig bleiben die hochkonzentrierten Wirkstoffe. Aus dem feinen Pulver werden im Anschluss die Tabletten gepresst, danach auf modernsten Anlagen automatisch verblistert und mit Beipackzettel konfektioniert.

Der Autor

Prof. Dr. Michael A. PoppProf. Dr. Michael A. Popp ist ausgebildeter Pharmazeut und erfolgreicher Unternehmer.

1988 übernahm der damals 28-jährige Pharmazeut Michael A. Popp das 1933 von seinem Großvater Josef Popp gegründete Unternehmen Bionorica und setzt seitdem den eingeschlagenen Weg des Familienunternehmens konsequent fort. Unter seiner Leitung positionierte sich das Unternehmen als einer der weltweit führenden Hersteller von pflanzlichen Arzneimitteln und ein Vorbild für ressourcenschonendes Handeln.

Die Sinupret-Story

Wer mehr über die faszinierenden Wirkdimensionen pflanzlicher Arzneimittel erfahren will, dem sei die Lektüre von „Die Sinupret-Story“ empfohlen. Der Autor und Journalist Gerhard Waldherr erzählt die Geschichte des Manns hinter Sinupret: Prof. Dr. Michael A. Popp, visionärer Unternehmer, Pharmazeut und Phytoforscher, der die Heilpflanzenmedizin revolutionierte und das Familienerbe rettete.

„Die Sinupret-Story“ enthält außerdem einen detaillierten Heilpflanzenkompass, von Ackerschachtelhalm bis Weide. Von jeder Pflanze werden u.a. die Anwendung und Inhaltsstoffe beschrieben.

Titel: Die Sinupret-Story: Michael Popp: Von einem, der auszog, die Heilpflanzenmedizin zu revolutionieren*

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Inhalt: Ende der Achtzigerjahre steht Michael Popp vor großen Herausforderungen: Die Firma seiner Eltern muss technisch aufgerüstet werden, das Produktportfolio ist nicht mehr zeitgemäß, die finanzielle Situation prekär. Gleichzeitig fordert das Arzneimittelgesetz neue Zulassungen für alle Produkte. Der Kampf ums Überleben beginnt.

Zeitsprung: Frühjahr 2019. Bilanzpressekonferenz. Rekordumsatz, Rekordgewinn. Die Produkte der Firma Bionorica stehen bei Ärzten und Apothekern in 52 Ländern hoch im Kurs. Vor allem Sinupret, der Marktführer bei Atemwegserkrankungen und Deutschlands führendes pflanzliches Arzneimittel. Die berühmte Mischung aus Eisenkraut, Holunder, Ampferkraut, Primel und Enzian hat längst Geschichte geschrieben.

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Autor: Gerhard Waldherr
Verlag: Haufe
ISBN-13: 978-3648135679
Preis: 24,95 EUR

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Fotos: Bionorica SE / Lion Pfeufer & Jan Voth

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