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Müsli – billige Kopie statt gesundem Original?

Müsli

Als vor rund einhundert Jahren der Schweizer Arzt Maximilian Bircher-Benner die bis dahin eher träge Ernährungstherapie mit einem grausig aussehenden Brei aus eingeweichtem Getreide und geriebenen Äpfeln, gemischt mit Zitronensaft, Milch und Nüssen überraschte, hatte wohl kaum jemand ernsthaft daran gedacht, dass ein Jahrhundert später ganze Legionen von Sportlern aber auch Nichtsportlern das so genannte Müsli zu ihrem Hauptnahrungsmittel erklären würden.

Mittlerweile nämlich ist der schleimige Brei das Symbol schlechthin für gesunde Ernährung und darüber hinaus zu einer weltweit anerkannten Frühstücksvariante geworden, die auf keinem gesundheitsbewussten Frühstückstisch fehlen darf.

Gesundes Müsli

Müsli ist nämlich nicht nur gesund, sondern sättigt darüber hinaus auch noch ordentlich. Es enthält neben den wichtigen Ballaststoffen auch Vitamine, Mineralien und sogar Spurenelemente in beachtlichen Mengen.

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In der Regel bestehen die meisten Müslis vorwiegend aus Hafer, der übrigens doppelt so viel Eiweiß wie andere Getreidesorten hat und außerdem einen hohen Anteil an Ballast- und Mineralstoffen aufweist.

Wer es schätzt, seine Nahrungsmittel unverändert zu genießen, der greift am besten auf das originale Rezept von Dr. Bircher zurück. Sein Original-Müsli besteht aus einer ordentlichen Portion Haferflocken, geriebenen Äpfeln, Wasser, Zitronensaft, ein wenig Milch und geriebenen Nüssen.

Müsli selber zubereiten

Am allerbesten schmeckt natürlich das Müsli, wenn Sie es selbst zusammenstellen. Das ist auch gar nicht sonderlich schwierig, vorausgesetzt Sie haben einen Laden in Ihrer Nähe der Naturprodukte vertreibt, ansonsten haben Sie bestenfalls eine Müslikopie aber kein richtiges, gesundes Produkt in Ihrer Schüssel.

Am leckersten schmeckt das Müsli, wenn Sie es mit frisch geschrotetem Getreide anrichten. Sollten Sie aber keine Zeit oder keine Lust dazu haben, Ihr Müsli selbst zu mischen, können Sie in den meisten Naturkostläden auch ein fertiges Müsli erwerben, darin sind ebenfalls die wichtigsten Nährstoffe enthalten.

Industrielles Müsli

Leider haben sich in den vergangenen Jahren die Müsli-Hersteller immer mehr von der schwierigen Wettbewerbssituation beeinflussen lassen und versucht die Herstellungskosten zugunsten der Qualität zu senken. Die Auswirkungen kann man in den Regalen der Supermärkte finden. Dort stapelt sich Schachtel um Schachtel voll mit günstigen aber meist qualitätsschwachen Müslimischungen. Von der vielgerühmten Vollwertigkeit ist da aber kaum noch die Rede.

Mittlerweile haben diese Schoko- oder Knuspermüslis die althergebrachten Korn- und Fruchtmischungen bereits weitgehend ersetzt. Den Billigprodukten ist in den meisten Fällen allerdings nicht gerade wenig Zucker und Fett zugesetzt, weshalb sie auch mehr wie Süßspeisen schmecken und ernährungstechnisch überdies als solche zu werten sind.

Mein Müsli

Wenn Sie sich also entschließen, das Müsli in Ihren täglichen Ernährungsplan einzugliedern, dann tun Sie gut daran, die Zutaten möglichst dort zu kaufen, wo man Wert auf Natur legt. Finden Sie jede Menge zugesetzte Süßstoffe, gehärtete Fette, Molkenerzeugnisse oder Magermilchpulver auf der Zutatenliste Ihres Fertigmüslis, dann Finger weg und auf zum Naturkosthändler.

Hier ein paar Rezeptvorschläge:

Foto: stockcreations / shutterstock.com

2 Kommentare

  1. Ich setze auf Granola. Das mache ich jetzt schon seit fast einem Jahr selbst und mittlerweile habe ich diesbezüglich auch ein Gewerbe angemeldet und verkaufe es.

    Mir ist nämlich genau, wie oben erwähnt, der versteckte Zucker und diverse Zusatzstoffe auf den Geist gegangen. Ich will ein gesundes Müsli zum Frühstück haben und kein industrielles was vollgestopft ist mit diversen Mitteln damit es länger hält.

    Liebe Grüße,
    Jules

    Falls du nähe Informationen zu meinem veganen Granola haben willst: shop.missfinnland.at

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