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Barbarakraut – ein Geheimtipp für Küche und Naturheilkunde

Winterkresse / Barbarakraut

Das echte oder gewöhnliche Barbarakraut ist auch unter der Bezeichnung Winterkresse bekannt. Als klassisches Wildkraut ist die Pflanze nicht nur bei uns heimisch, sondern nahezu weltweit verbreitet.

Sie findet sowohl in der Küche als Salat oder Gemüse Verwendung, als auch in der Naturheilkunde.

Herkunft

Das gewöhnliche Barbarakraut gehört zu den Wildkräutern. Ursprünglich war es von Europa bis Kleinasien und Sibirien zu finden. Da es allerdings sehr anspruchslos ist und sich sehr leicht verbreitet, findet man das Kraut heute fast auf der ganzen Welt.

Es wächst an Wegrändern, Böschungen und Bahndämmen oder auf Wiesen und Äckern.

Merkmale

Barbarakraut

Foto: Wikipedia

Die sogenannte Wildkresse ist eine zweijährige, winterharte Pflanze und kann bis zu 90 cm hoch werden. Im ersten Jahr bilden sich rundliche, leicht gefiederte Blätter, die für den Verzehr geeignet sind. Erst im zweiten Jahr bildet sich die Sprossachse, an der gezackte Blätter wachsen.

Auch die goldgelben, traubenförmigen Blüten zeigen sich erst im zweiten Lebensjahr der Pflanze zwischen Mai und Juli, ebenso wie die bis zu 25 cm langen Schotenfrüchte. Ab diesem Zeitpunkt kann sich die Pflanze selbständig verbreiten.

Seinen Namen verdankt das Kraut dem Barbaratag, wie der 4. Dezember auch genannt wird. Bis mindestens zu diesem Datum bildet die Pflanze ihre essbaren Blätter, erst danach beginnen sie zu welken.

Anbau und Pflege

Die Samen können von Frühling bis Herbst direkt im Garten reihenweise ausgesät werden. Mit einem Abstand von ca. 20 cm voneinander werden sie mit einer dünnen Schicht feuchter Erde bedeckt.

Die bereits im Frühling ausgesäten Kräuter können noch im gleichen Jahr geerntet werden.

Die Pflanzen sollten regelmäßig gegossen werden, allerdings ist es nicht nötig, sie zusätzlich zu düngen. Wenn sie eine Größe von 5-8 cm erreicht haben, müssen sie auf 10 cm Abstand ausgedünnt werden. Im Winter ist es empfehlenswert, besonders die jüngeren Pflanzen mit Reisig zu schützen.

Alternativ kann man das Kraut auch im Blumentopf oder auf dem Balkon anbauen.

Ernte

Die Winterkresse kann jederzeit geerntet werden, wenn sich frische, grüne Blätter gebildet haben. Ausnahme ist die Blütezeit im Frühsommer, da die Blätter dann einen bitteren Geschmack entwickeln. Die gelben Blüten zeigen sich aber erst im zweiten Lebensjahr der Pflanze.

Inhaltsstoffe

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Verwendung von Barbarakraut

In der Küche

Die Blätter können sowohl gekocht als auch roh verzehrt werden. Zubereitet wie Blattspinat schmeckt das Gemüse durch die enthaltenen Senföle würzig und leicht pfeffrig.

Roh eignen sich die Blätter für die Zubereitung von Kräuterquark und Pesto. Als Zugabe in Blattsalaten sorgen sie für einen pikanten Geschmack. Auch die Keimlinge und Sprossen der Wildkresse sind eine beliebte Zutat für Salate.

Der hohe Vitamin-C-Gehalt macht die Pflanze zum optimalen Wintergemüse.

In der Naturheilkunde

In der Naturmedizin wird die Winterkresse hauptsächlich vorbeugend eingesetzt. Ihre Inhaltsstoffe haben eine blutreinigende und gesundheitsfördernde Wirkung.

Aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts wird Barbarakraut gerne als Tee aufgebrüht, um die Abwehrkräfte zu stärken und Erkältungen vorzubeugen.

Eine Tinktur aus zerstoßenen Samen wirkt harntreibend und kann bei einer Blasenentzündung helfen.

Außerdem regen die Bitterstoffe im Barbarakraut den Appetit und den Stoffwechsel an.

Als Tinktur oder Aufguss wurde das Kraut bereits im Mittelalter angewendet, um die Wundheilung zu unterstützen.

Foto: Ing. Günter Tuder, A-3213 Frankenfels (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

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