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Rechtzeitig zur Erkältungssaison – Neues aus der Forschung zu Zink bei Erkältungen

Zink

Der Sommer ist definitiv vorbei. Jetzt erwartet uns überwiegend nasskaltes Erkältungswetter und die Grippesaison steht auch vor der Tür. Infekte der Atemwege sind bei diesen Bedingungen stark auf dem Vormarsch und sorgen für volle Apotheken und Arztpraxen.

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Auch wenn solche akuten viralen Infekte der oberen Atemwege, wie Erkältungen medizinisch korrekt bezeichnet werden, lange nicht so gefährlich sind wie die durch Influenza-Viren ausgelöste echte Grippe, sind sie doch lästig und können Betroffene auch richtig mitnehmen. Und, auch das darf nicht vergessen werden, sie sind ansteckend und können Personen mit Vorerkrankungen zusätzlich hart treffen.

Leider gehört es ebenso zu den Fakten von Erkältungen, dass es bis heute keine effektive Therapie gibt, die gegen Erkältungsviren durchschlagend erfolgreich ist. Sehr zu unserem Leidwesen gilt noch immer die alte Weisheit „Eine Erkältung dauert ohne Behandlung sieben Tage und mit Behandlung eine Woche.“

Oder wäre vielleicht doch wenigstens eine 5-Tagewoche möglich?

Zink wirkt prophylaktisch und verkürzt Erkältungsdauer

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Die Forschungen der letzten Jahre zu Behandlungsmöglichkeiten von akuten Atemwegsinfekten konzentrieren sich auf die Stärkung des Immunsystems und weniger auf den direkten Angriff gegen die verursachenden Viren.

So ist neben Vitamin C auch das Spurenelement Zink in den Fokus der Forscher gerückt, mit ernüchternden Ergebnissen. Eine zusammenfassende Analyse australischer Wissenschaftler ergibt für die Verwendung von Zink, überwiegend als Lutschtabletten, auf Basis von mehr als 5000 Patientendaten leicht positive Ergebnisse, sowohl prophylaktisch wie auch therapeutisch.

Prophylaktisch verabreicht kann Zink einige wenige Infektionen mehr verhindern als Placebo. Therapeutisch zu Beginn der Erkältung verabreicht, verkürzt Zink die Krankheitsdauer um 2 Tage im Vergleich zu Placebo. Im Bild der alten Weisheit führt Zink also bei der Krankheitsdauer für einige die 5-Tagewoche ein.

Das ist kein Therapiedurchbruch, aber im Vergleich zu anderen meist wirkungslosen Therapieansätzen ein kleiner Fortschritt.

Zink blockiert Andocken von Erkältungsviren an Schleimhäute

Das Spurenelement Zink ist ein Cofaktor vieler Enzyme und demzufolge an zahlreichen Körperfunktionen beteiligt. Im Zusammenhang mit Erkältungen ist von Bedeutung, dass es die Reifung von Immunzellen fördert und das Andocken von Erkältungsviren an Schleimhautzellen von Nase, Mund und Rachen verhindern kann.

Dazu bedarf es allerdings höherer Tagesdosen als die den täglichen Bedarf von 7 bis 16 mg deckenden. In klinischen Studien wurden sehr unterschiedliche Dosierungen geprüft. Prophylaktisch waren es zwischen 15 und 45 mg pro Tag für maximal ein Jahr. Therapeutisch kamen mehr als 45 mg für maximal 2 Wochen zum Einsatz.

Fazit

Ein medizinischer Durchbruch bei der Behandlung von Erkältungskrankheiten ist noch immer nicht gelungen. Es gibt keine Arzneimittel, die sich erfolgreich gegen Erkältungsviren richten.

Deshalb ist jeder noch so kleine Fortschritt von Bedeutung, eröffnet er doch Chancen. Mit dem Spurenelement Zink erscheint es möglich, recht risikoarm erkältungsbedingte Leidenszeiten zu verkürzen.

Mehr Infos über Zink findet ihr hier:

Basiswissen Zink


Zink, Erkältung

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