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Reizdarmsyndrom: Was kann ich noch essen?

Reizdarmsyndrom

Rund sieben Prozent der Bevölkerung leiden am Reizdarmsyndrom. Und doch ist es nicht vollends erforscht, welche Faktoren es auslösen und wer zur Risikogruppe gehört. Feststeht, dass Frauen häufiger betroffen sind als Männer, viel mehr aber auch nicht.

Trotzdem haben sich einige Ernährungsempfehlungen als klar symptomlindernd herausgestellt. Genau die möchten wir dir heute ein wenig näherbringen.

Was ist das überhaupt, das Reizdarmsyndrom?

So viele Betroffene und so wenig Wissen über eine Erkrankung – das gibt es nicht allzu häufig. Das Reizdarmsyndrom ist eine chronische Störung des Magen-Darm-Traktes und äußert sich durch Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung. Wie genau sich das Reizdarmsyndrom beim einzelnen Betroffenen zeigt, ist völlig individuell.

Gemeinsam haben alle Betroffenen eines: Sie leiden unter chronischen Beschwerden, zeigen bei einer Untersuchung von Magen und Darm in der Regel aber keinerlei krankhafte Gewebeveränderungen. Am Ende ist das Syndrom immer eine Ausschlussdiagnose, die vom Arzt erst gestellt wird, wenn andere, teilweise sehr schwere Erkrankungen ausgeschlossen wurden. Das ist einerseits beruhigend, weil ein Reizdarmsyndrom nicht lebensbedrohlich ist, doch die anhaltenden Beschwerden schränken die Lebensqualität dennoch teils drastisch ein.

Linderung statt Heilung: Ernährung beim Reizdarmsyndrom

Wo keine klare Ursache ist, fällt eine Heilung sehr schwer. Aber eine Linderung für vom Reizdarmsyndrom Betroffene gibt es dennoch. Die richtige Ernährung kann dabei helfen, schmerzhafte Stuhlunregelmäßigkeiten zu verringern.

Wie sieht diese aber nun aus? Folgende Ernährungsleitlinien haben sich bei einem Großteil der Patienten bewährt:

  • Ausreichend trinken: Wer zwei Liter am Tag trinkt, tut seinem Verdauungssystem Gutes. Denn nur dann, wenn ausreichend Flüssigkeit vorhanden ist, kann der Darm den Darminhalt optimal bewegen. Das ist bei Verstopfung relevant, aber auch bei Durchfall. Denn dieser geht immer mit einem großen Flüssigkeitsverlust einher, der nur durch eine ausreichende Trinkmenge ausgeglichen werden kann. Die besten Getränke sind stilles Wasser und Tees.
  • Ballaststoffreiche Ernährung: Ballaststoffe, also unverdauliche Nahrungsbestandteile, regen die Beweglichkeit des Darms an – genau richtig für Menschen mit Reizdarmsyndrom, deren Darm oft träge ist. Gute Ballaststoffquellen sind Vollkornprodukte, Kartoffeln oder Gemüse und Obst mit Schale. Vitaminreich ist die Schale obendrein, es lohnt sich also gleich doppelt, sich ballaststoffreich zu ernähren.



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  • Kraft der Kräuter nutzen: Ein geplagter Darm profitiert oftmals von ganz einfachen Mitteln aus dem heimischen Kräutergarten. Fenchel wirkt beruhigend auf den Verdauungstrakt, Kamille krampflösend. Auch Kümmel, Nelken, Knoblauch und Salbei sind wunderbare Kräuter für die reizdarmgerechte Ernährung. Sehr erfolgversprechend sind auch Flohsamenschalen, die du als pflanzliches Mittel gegen Reizdarmsyndrom in der Apotheke kaufen kannst.

Individuelle Beschwerden herausfinden

Die oben genannten Tipps haben sich für den Großteil der Betroffenen als sehr hilfreich erwiesen. Doch die beste Ernährung beim Reizdarmsyndrom ist eine individuell angepasste. Oftmals leiden Betroffene zusätzlich an einer Laktoseintoleranz oder vertragen sehr fettige Speisen nicht, eine persönliche Beratung beim Arzt und gegebenenfalls ein ergänzender Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind hier sinnvoll. In Kombination mit deinen eigenen Beobachtungen bist du so bestens aufgestellt.

Führe zu Beginn der Beschwerden einfach ein Ernährungstagebuch, in dem du dein Essen und die auftretenden Beschwerden notierst. So kannst du deine Ernährung noch besser umstellen und die Symptome des Reizdarms erfolgreich lindern.

Und du?

Hast du hilfreiche Tipps, um das lästige Reizdarmsyndrom einzudämmen? Oder Erfahrungen, die du mit anderen teilen möchtest? Schreib uns doch in den Kommentaren – wir freuen uns auf deine Anmerkungen!

Und wer noch ein bisschen mehr zum Thema lesen möchte, dem empfehlen wir die folgenden Bücher:

Foto: Robert Owen-Wahl / pixabay.com

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