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Ist Fett gleich Fett? Warum eine Unterscheidung elementar ist

Fett

Fett – allein das Wort lässt ernährungsbewussten Menschen einen Schauer über den Rücken laufen. Und während einer Diät gilt es oftmals sogar als absolutes Tabu.

Warum eigentlich? Vermutlich färbt hier der schlechte Ruf der gesättigten oder gehärteten Fettsäuren ab. Eigentlich ist Fett aber eine gute Sache, wenn du dich auch für die guten Fette entscheidest.

Warum das so ist und woran du diese guten Fette erkennst, zeigen wir dir.

Ohne Fett läuft nichts

Der menschliche Körper braucht Fett, daran führt kein Weg vorbei. Neben Eiweißen und Kohlenhydraten gehören die Fette zu unseren drei Grundnährstoffen.

Ihre Funktionen sind vielfältig, so schützt das Fett unter der Haut uns gegen Kälte und dient als Energiespeicher, gute Fettsäuren liefern dem Körper die Grundbausteine zum Aufbau der Zellen. Nicht alle Stoffe produzieren wir nämlich selbst, die sogenannten essentiellen Fettsäuren müssen wir über die Nahrung aufnehmen und das regelmäßig, sonst läuft im Körper schlichtweg nichts.

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Gehärtete Fette oder gesättigte Fettsäuren hingegen schaden mehr, als sie nutzen. Sie können auf Dauer den Stoffwechsel stören und den LDL-Cholesterinspiegel erhöhen. Langfristig sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine mögliche Folge.

Das klingt unangenehm, nicht wahr?

Um das zu verhindern, differenziert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung auch innerhalb ihrer Empfehlungen ganz genau. Zwar gibt sie an, dass Erwachsene rund 60 bis 80 Gramm Fett pro Tag verzehren sollten, wenn möglich, soll aber maximal ein Viertel dieser Menge aus gesättigten und möglichst nur ein nicht vermeidbares Minimum aus gehärteten Fetten stammen.

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Gute Fette, schlechte Fette: Wo finde ich was?

Der Chemiker sieht den Unterschied sofort, denn gute Fette sind ganz anders aufgebaut als schlechte Fette. Je mehr Doppelbindungen zwischen den einzelnen Kohlenstoffatomen der Fettsäure bestehen, umso besser. Einfachbindungen werden als gesättigte Fette bezeichnet, Doppelbindungen als einfach ungesättigte Fettsäuren und Mehrfachbindungen schließlich als mehrfach ungesättigte Fette.

Transfettsäuren sind sogar noch bedenklicher als gesättigte Fettsäuren, denn sie wurden gehärtet und erweisen sich nach dem aktuellen Stand der Forschung als Buhmann der Fettsäuren, weil sie besonders an den Zellwänden kleben, dort Entzündungen hervorrufen und die Gefäße schädigen können.

Es ist offensichtlich: Du solltest den Fokus auf die guten Fette legen. Jedoch mit einer kleinen Einschränkung, denn kein Lebensmittel besteht ausschließlich aus einer Variante der Fettsäuren. Mischungen sind ganz normal und auch vertretbar, wenn der Großteil des Nahrungsmittels ungesättigte und damit gesunde Fettsäuren mitbringt.

Transfette stecken vor allem in frittierten Lebensmitteln, Pommes und Chicken Nuggets zum Beispiel. Aber auch viele Trockensuppen oder Nuss-Nugat-Cremes sind voll davon. Gesättigte Fette findest du überwiegend in Wurst, Käse, Butter und Milch.

Die ungesättigten Fette schlummern in pflanzlichen Ölen, einfach ungesättigt vermehrt in Olivenöl und mehrfach ungesättigte, essentielle Fette in Raps- oder Sesamöl oder fettem Seefisch. Auch Nüsse sind eine gute Quelle einfach und mehrfach ungesättigter Fettsäuren.

Und dein Lieblingsfett?

Mit dem falschen Fett ist nicht zu spaßen, denn gesättigte und gehärtete Fette verstopfen langfristig die Arterien und erhöhen das Herzinfarktrisiko drastisch. Greife also im eigenen Interesse häufiger zu pflanzlichen und ungesättigten Fetten. Die Auswahl ist groß und du hast bestimmt schon deine eigenen Vorlieben entwickelt.

Schreib uns doch gerne deine liebsten gesunden Fettquellen – wir sind gespannt!

Foto: Steve Buissinne / pixabay.com

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