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Probiotika und Psyche – Nur Theorie oder doch mehr?

Probiotika, Joghurt

Wie können Darmbakterien und Probiotika die Psyche und psychische Störungen beeinflussen und wie könnte das therapeutisch genutzt werden? Diese Frage beschäftigt Neurowissenschaftler und Ärzte gleichermaßen, könnten doch durch die einfachen, für den Menschen nützlichen Mikroben, ernsthafte therapeutische Probleme der Medizin gelöst werden und vielen Menschen mit depressiven Verstimmungen oder manifester Depression geholfen werden.

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Die Hoffnung ist groß, sind doch die pharmakologisch-therapeutischen Möglichkeiten begrenzt und häufig von schwerwiegenden Komplikationen begleitet. Ein Blick auf den theoretischen Hintergrund und aktuellen Stand der Forschung lohnt sich.

Signalkette der Darm-Gehirn-Achse beeinflusst Gefühle

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Seit Entdeckung und Erforschung der als Mikrobiota bezeichneten natürlichen Darmflora wird immer deutlicher, dass das „Bauchgefühl“ eine physiologische Grundlage hat und Teil einer komplexen Steuerungskette zwischen Darm und Gehirn ist.

Bekannt ist, dass die Gesamtheit der Darmflora physiologische Funktionen in Gehirn und zentralem Nervensystem beeinflussen kann.

Dazu gehören Beeinflussung und Modifikation der Signalkette zwischen Darm und Gehirn, Interaktion mit dem Vagusnerv als Teil des parasympathischen Nervensystems, Steuerung der Synthese von Neurotransmittern und neurotropher Faktoren wie auch Versorgung der Nervenzellen mit kurzkettigen Fettsäuren, Peptiden, Tryptophan, Cytokinen und Cortisol.

Störungen der Immunfunktionen des Darms können, so verschiedene Beobachtungen, die Entwicklung von depressiven Erkrankungen fördern.

Probiotika und Psyche

Bedeutet dies auch gleichzeitig, dass die Stärkung von Darmflora und Immunfunktion durch Verzehr von Probiotika auch eine Behandlungsoption für psychiatrische Erkrankungen darstellt oder dadurch gegebenenfalls ihre Entwicklung verzögert werden kann?

Hierzu ist die Faktenlage noch ziemlich begrenzt. Nach aktuellem Stand der Forschung scheint es möglich, mit Probiotika Depressionen positiv zu beeinflussen. Klare Anwendungsempfehlungen können Wissenschaftler und Ärzte zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeben, da grundlegende Fragen zu Dosierung, Anwendungsdauer und welche Probiotika, eventuell in Kombination, zu bevorzugen wären, noch weitgehend unbeantwortet sind.

Probiotische Lebensmittel

Pragmatiker, die sich die Chance nicht entgehen lassen wollen, ihre Stimmungslage durch Probiotika verbessern zu können, sein daran erinnert, dass zum Beispiel probiotische Jogurts und Drinks Lebensmittel aus dem Kühlregal des Supermarktes sind. Als Bestandteil der täglichen Ernährung sind sie der Gesundheit sicherlich förderlich.

Enthalten die Drinks und Jogurts dann auch noch probiotische Stämme der Bakterienarten Lactobacillus gasseri, Lactobacillus helveticus oder Bifidobacterium longum, dann sind Probiotika enthalten, die in bisherigen Studien bei leichten depressiven Verstimmungen einen stimmungsaufhellenden Effekt zeigten.

Weitere probiotische Lebensmittel findet ihr hier:

Fermentierte Lebensmittel – die Probiotik-Profis

Probiotika, Joghurt

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