Gesundheit
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Je gesünder, desto bunt! Warum ist Gemüse und Obst so gesund?

Farbcode der Ernährung
Gastbeitrag von Milan Hartmann

Ich gehe durch den Supermarkt. In der Abteilung für Obst und Gemüse bleibe ich stehen. Vor mir sehe ich Karotten, Kurkuma und Co. Die Karotten sind orange, wie immer. Daneben gibt es heute eine andere Sorte Karotten, die sind lila, kosten aber mehr. Ich finde die cool und lege sie in meinen Einkaufskorb.

Sind die lilafarbenen auch gesünder als die orangen Karotten? Werde ich dadurch fitter im Job oder bekomme ich davon eine schönere Haut? Ich müsste bestimmt haufenweise davon essen, damit die tolle Knolle wirkt. Ich habe gelesen, dass diese lila Farbstoffe gesund sein sollen. Woher kommt eigentlich diese Lila-Farbe und warum denke ich bei buntem Gemüse gleich an einen Gesundheits-Effekt?

Also, ich habe das mal gecheckt. Die Farbgebung von Gemüse und Obst wird durch die sogenannten SEKUNDÄREN PFLANZENSTOFFE gebildet. „Sekundär“ heißt eigentlich so viel wie zweitrangig, soll in diesem Falle aber nicht bedeuten, dass sekundäre Pflanzenstoffe unwichtig für uns sind. Ganz im Gegenteil, sie sind sogar sehr gesund für uns!

Als Richtlinie für eine gesunde Ernährung könnte man sogar sagen: Je gesünder, desto bunt. 

Sekundäre Pflanzenstoffe einfach bunt zubereiten

Zuhause angekommen bereite ich aus meinen lila Karotten in 15 Minuten eine einfache Gemüsepfanne mit Pastinaken und Kürbis zu. Zum Würzen nehme ich frischen Kurkuma und Ingwer, außerdem noch einen Spritzer Soja-Sauce und vermische das Ganze mit einem guten Schuss Kokosmilch, dazu bunter Quinoa als Beilage.

Mein Teller sieht aus wie ein Bild von Vincent Van Gogh in Lila, Weiß und Orange. Es schmeckt auch superlecker.

Sekundäre Pflanzenstoffe kann man übrigens auch Phytonährstoffe nennen, das ist auch einfacher auszusprechen. Verschiedene Phytonährstoffe gibt es zu Tausenden in unserem Gemüse, in Obst, grünem Tee und sogar in Kaffee und Schokolade.

Wie genau können Phytonährstoffe meine Zellen fit machen?

Viele der Phytonährstoffe wirken antioxidativ. Sie schützen unsere Zellen vor Angriffen durch freie Radikale und wirken somit der Zellalterung entgegen. Phytonährstoffe wie OPC aus Traubenkernen, EGCG in grünem Tee oder Quercitin in der Schale von Äpfeln zeigen antioxidative Wirksamkeit in Zellkulturstudien im Labor, in Tierversuchen und in Studien an Menschen.

Neben der direkten antioxidativen Wirkung, sind Phytonährstoffe auch dazu in der Lage antioxidativ wirksame körpereigene Enzyme zu unterstützen. Superoxiddismutase (SOD) wird beispielsweise durch bestimmte Phytonährstoffe vermehrt gebildet und ausgeschüttet. Unsere Zellen werden fit mit einer ausgewogenen Ernährung aus reichlich antioxidativen Phytonährstoffen.

Die Zukunft der Ernährung heute schon möglich machen

Wie klasse wäre es denn, wenn wir bald mit unserem Smartphone den Gehalt von Phytonährstoffen in unserem Essen feststellen könnten?

So utopisch ist das nicht, wohl eher nur noch eine Frage der Zeit. In Zukunft zeigen uns Smartphones dann beim Einkaufen, was schon viele wissenschaftliche Studien über Jahre hinweg untersucht haben:

  • Nämlich, dass bestimmte Gemüse und Obstsorten einen höheren Gehalt an Phytonährstoffen haben als andere und
  • wie wir die beste Vielfalt an Phytonährstoffen täglich zu uns nehmen können.

Vielfalt, also eine ausgewogene Auswahl frischer Lebensmittel, ist das Stichwort, welches für eine optimale Versorgung mit Phytonährstoffen zählt. Wir müssen also nicht haufenweise lila Karotten futtern um optimal mit Phytonährstoffen versorgt zu sein. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst gewährleistet den besten Gesundheits-Effekt.

Solange wir noch keine Smartphones haben, die in der Lage sind Phytonährstoffe in Gemüse und Obst zu scannen, können wir uns durch gut recherchierte knackige Kurzratgeber behelfen. Auf diese Weise können wir uns für eine optimale ausgewogene phytonährstoffreiche Ernährung fit machen.

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Inhalt: Frische und naturbelassene pflanzliche Lebensmittel sind voller heilsamer Kräfte. Die wissenschaftliche Forschung erkennt immer mehr, dass es vor allem die Phytonährstoffe (auch sekundäre Pflanzenstoffe genannt) sind, die unsere Vitalität, Gesundheit und Regeneration fördern. Milan Hartmann stellt die wichtigsten und bekanntesten – Carotinoide, Chlorophyll, Quercitin, Phytoöstrogene, Flavonoide und noch einige mehr – in Kurzporträts vor und erklärt ihre Wirkungsweise in unserem Körper. Manche von ihnen reduzieren negative Effekte ungesunder Ernährung, schützen die Haut, fördern eine gesunde Darmflora, stärken die Augen, beugen Krebs oder Diabetes vor u. v. m.

Obwohl wir denken mögen, dass wir ausreichend Ballaststoffe, Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe zu uns nehmen, zeigen Studien doch, dass die übliche Ernährungsweise den Bedarf nicht in dem Maße abdecken kann, wie es empfehlenswert ist. Woran liegt das? Welche Empfehlungen gibt es und wie lassen sie sich effektiv umsetzen? Dieser Kompaktratgeber zeigt, wie wir in jeder Lebenslage ausreichend Pflanzenkost und sekundäre Pflanzensoffe in unsere Ernährung integrieren können.

  • Ein wissenschaftlich fundierter Blick auf das Thema „Pflanzenkost“ und die darin enthaltenen Phytonährstoffe
  • Auf der Basis der neuesten Studien beschreibt der Autor die unglaubliche Vielfalt an gesundheitlichen Vorteilen, die Phytonährstoffe für unseren Organismus haben
  • Mit praktischen Tipps für eine optimale Versorgung mit Phytonährstoffen, z. B. in der Schwangerschaft, bei erhöhten körperlichen und geistigen Anforderungen

Gebundene Ausgabe: 124 Seiten
Verlag: Hans-Nietsch-Verlag OHG; Auflage: 1 (22. Oktober 2018)
ISBN-13: 978-3862645190
Preis: 14,90 EUR

Der Autor

Milan HartmannMilan Hartmann steht für eine gesunde Lebensweise zum Wohle des größeren Ganzen. Er hat sich dem Studium einer ganzheitlichen Ernährungswissenschaft gewidmet mit dem Fokus auf sekundäre Pflanzenstoffe und ihre stärkende und heilsame Wirkung auf Körper, Geist und Seele.

Mit seinen Büchern möchte er die Leser zu einem gesunden und glücklichen Leben inspirieren.

Er lebt mit seiner Frau und den gemeinsamen Kindern in Hamburg und ist als Ökotrophologe tätig.

Phytonährstoffe

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