Bratkartoffeln sind der Klassiker schlechthin. Ob als Beilage zu Rumpsteak oder herzhaft gewürzt mit Rührei und Speck – knusprige Bratkartoffeln überzeugen immer.
Das Problem: Sie fallen oft in der Pfanne auseinander oder werden zu fettig. Mit diesen zehn Tricks gelingen sie zuverlässig.
Trick # 1 – Nur festkochende Kartoffeln verwenden
Damit die Kartoffelscheiben nicht in der Pfanne zerbrechen, greifst du am besten zu einer festkochenden Sorte.
Festkochende Kartoffeln haben einen geringen Stärkegehalt und daher auch eine geringere Tendenz, auszutrocknen und brüchig zu werden.
Trick # 2 – Bei dem Kauf der Kartoffeln auf das Aussehen achten
Bratkartoffeln gelingen am besten, wenn die Kartoffeln noch nicht schrumpeln und ihre Haut so wenige Risse wie möglich aufweist. Auch dürfen die Kartoffeln keine grünen Stellen haben noch sollten sie austreiben.
Trick # 3 – Keine Salzkartoffeln vom Vortag benutzen
Salzkartoffeln vom Vortag brechen beim Anbraten leicht auseinander – das Salz entzieht den Kartoffeln beim Abkühlen Feuchtigkeit.
Trick # 4 – Kalte Pellkartoffeln eignen sich perfekt für Bratkartoffeln
Die Kartoffelschalen sorgen beim Abkochen dafür, dass Feuchtigkeit und Vitamine nicht entkommen. Dadurch lassen sich die Kartoffeln später problemlos schneiden und bleiben schön saftig.
Die Kartoffeln sollte man erst dann schneiden, wenn sie richtig abgekühlt sind. Ratsam ist daher, sie am Vortag abzukochen.
Im Gegensatz zu rohen Kartoffeln brauchen Bratkartoffeln aus abgekochten Kartoffeln selten länger als sechs Minuten in der Pfanne (rohe Kartoffeln brauchen bis zu viermal so lange).
Trick # 5 – Die Kartoffeln nicht zu dünn schneiden und vorsichtig wenden
Beim Schneiden sollte man immer sichergehen, dass jedes schwarze Auge großflächig ausgeschnitten ist. Für besonders knusprige Bratkartoffeln schneidest du sie in kleine Würfel und rührst sie in einer Schüssel vorm Anbraten grob um.
Je dünner die Scheiben, desto größer die Bruchgefahr. Auch dickere Scheiben immer vorsichtig wenden.
Trick # 6 – Die Kartoffeln auf niedriger Flamme braten
Da jeder Herd anders ist, behältst du die Kartoffeln beim Anbraten im Auge. Brate sie auf niedriger bis mittlerer Hitze. Sonst sind sie außen verkohlt, während sie innen noch kalt sind.
Trick # 7 – Nur hocherhitzbare Öle und Fette verwenden
Gib die Kartoffeln erst in die Pfanne, wenn das Fett richtig heiß ist. Sonst saugen sie zu viel Fett auf.
Geschmacksneutrale Fette mit hohem Rauchpunkt sind unter anderem Erdnuss-, Sonnenblumen- und Rapsöl. Auch Butterschmalz lässt sich gut verwenden.
Trick # 8 – Der Pfannenboden sollte möglichst groß und dick sein
Die Auswahl der Pfanne trägt einen großen Teil dazu bei, wie gut die Bratkartoffeln gelingen.
Grundsätzlich kann man sagen: Je größer und dicker der Pfannenboden, umso besser. Je mehr Kontakt die Kartoffeln zum Boden haben, desto goldener brutzeln sie und desto weniger muss man sie wenden. Je dicker der Boden ist, desto gleichmäßiger brutzeln sie vor sich hin (da der Boden mehr Wärme aufnehmen und abgeben kann).
Trick # 9 – Die gusseiserne Pfanne macht’s
Bratkartoffeln schmecken am besten aus einer klassischen gusseisernen Pfanne. Und das aus drei Gründen:
- Weniger Fett nötig: Die Emaillebeschichtung oder Patina sorgt für einen guten Antihaft-Effekt. Die Kartoffeln kleben seltener fest und werden nicht zu fettig.
- Gleichmäßige Hitze: Gusseisen speichert Wärme lange. Du kannst die Temperatur nach dem Anheizen runterdrehen und die Kartoffeln sanft braten.
- Einzigartiges Röstaroma: Keine andere Pfanne verleiht Bratkartoffeln diesen charakteristischen Geschmack.
Trick # 10 – Bratkartoffeln brauchen Zeit
Wer Bratkartoffeln brät, muss geduldig sein. Auf mittlerer Temperatur sollte man die Kartoffeln bis zu sechs Minuten ungestört vor sich hin braten lassen.
Erst, wenn die Seite, die den Boden berührt, den gewünschten Bräunegrad erreicht hat, darf man sie vorsichtig wenden.
Würzen und Zugaben – Die Tüpfelchen auf dem i
Bratkartoffeln schmecken zu fast allem. Wenn du sie mit anderen Zutaten wie Zwiebeln oder Speck servierst, brate nicht alles gleichzeitig an. Sonst verbrennen die Zwiebeln oder die Kartoffeln werden nicht kross genug.
Traditionellerweise würzt man Bratkartoffeln mit Petersilie, Salz und Pfeffer. Es spricht aber nichts dagegen, sich hin und wieder bisschen auszuprobieren und zur Abwechslung einmal Rosmarin oder Paprika, Oregano oder Kümmel oder ganz andere Kräuter hinzuzugeben. Wer diese zehn Tricks einmal verinnerlicht hat, wird Bratkartoffeln kaum noch anders zubereiten wollen – zu verlässlich ist das Ergebnis.
Guten Appetit!

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