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Cannabisprodukte auf legale Weise vertreiben – geht das? Wie sich drei Jungs dem schwierigen CBD Markt annehmen

CBD, Cannabidiol, MĀLAMA
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Hanf und Cannabis? Das ist doch illegal und in Deutschland nicht erlaubt?“ So reagieren die Meisten, wenn es um diese Thematik geht. Und im Regelfall haben sie auch Recht.

Jedoch ist es in Deutschland schon lange nicht mehr der Fall, dass man Cannabis ausschließlich mit dem Rausch verbundenen Joint gleichsetzen kann. Seit jeher gibt es Produkte, die ganz legal aus Hanf hergestellt werden. Papier, Garne, Kleidung und vieles mehr wird seit mehr als 3.000 Jahren aus der vielseitigen Nutzpflanze gewonnen.

In den letzten zwei Jahren kommt insbesondere ein Thema immer mehr auf: CBD (Cannabidiol). Dies ist neben dem psychoaktiven Stoff THC ein weiterer Inhaltsstoff, welcher sich in der Cannabis Pflanze wiederfindet. Allerdings besitzt CBD keine berauschende Wirkung und wird für den Gebrauch im Nahrungsergänzungsbereich aus Industriehanf gewonnen.

Schon einmal davon gehört? Nein? Überhaupt kein Problem. Heute befassen wir uns näher mit dem immer größer werdenden CBD Markt.

Um von echten Experten mehr über diese interessante und durchaus komplizierte Thematik zu erfahren, haben uns drei jungen Gründer ein Interview gegeben und uns einen Einblick in die Welt von CBD gewährt.

Wer steckt hinter MĀLAMA?

Das Pforzheimer Start Up MĀLAMA wurde von den jungen Studenten Kai Schindler, Nick Seißler und Patrick Nico im Sommer 2019 gegründet.

„Wir fanden das Thema Gründung schon immer sehr spannend. Während unseres gemeinsamen Studiums haben wir gemerkt, dass ein normaler Job, wie wir ihn in unserem halbjährigen Praktikum hatten, uns nicht zu 100 % erfüllt“, erklärt Kai Schindler.

In ihrem ersten Anlauf in der Gründerwelt, wollten die drei Jungunternehmer sich zunächst mithilfe von Amazon ein eigenes Unternehmen aufbauen. Ihre Idee war es, über das Fullfilment by Amazon Programm einen Marktplatz sowie ein Logistiknetzwerk zu sichern. Das Ziel bestand darin, mittels Bambusprodukten eine nachhaltige Küchenmarke zu etablieren. „Das hat auch ganz gut funktioniert und wir haben dadurch unsere ersten Learnings im Bereich E-Commerce sammeln können“, erklärt Patrick Nico.

Das Thema CBD stand bei den drei Gründern, die sich 2015 in ihrem International Business Studium an der Hochschule Pforzheim kennen gelernt haben, am Anfang nicht im Fokus. Noch weniger daraus eine eigene Marke zu entwickeln.

Nick Seißler

Nick Seißler

„Ich habe Anfang 2018 ein Praktikum in der Schweiz angefangen und bin hier das erste Mal aktiv mit CBD in Berührung gekommen. Das hat mich schon wirklich interessiert, muss ich gestehen. Nachdem ich mich mit Cannabidiol näher beschäftigt habe, war ich wirklich beeindruckt, für welche unterschiedliche Problemgebiete es angewendet werden kann“, erzählt Nick Seißler.

Danach habe er auch gleich seine beiden Kommilitonen informiert und diesen empfohlen sich auch mit CBD auseinander zu setzen. „Patrick hatte zu dieser Zeit eine Operation gehabt und da dachte ich, er könne zusätzlich einfach mal CBD ausprobieren, um zu sehen, ob es seine Schmerzen etwas lindern kann. Dass es wirklich so einen positiven Effekt bei ihm haben würde, hätten wir alle nicht gedacht. Mir selbst hilft es dabei besser zu schlafen“, sagt Nick Seißler.

„Mit so einem neuartigen Nahrungsergänzungsmittel können wir uns einfach mehr identifizieren.“

Zusätzlich kommt dazu, dass alle drei sportlich sehr aktiv sind und sich mehrmals die Woche im Fitnessstudio treffen, um ihrer gemeinsamen Leidenschaft nachzugehen.

Kai Schindler

Kai Schindler

„Als Nick und Patrick immer öfters angefangen haben sich über CBD zu unterhalten, wurde ich natürlich auch neugierig. Ich selbst habe eigentlich keine Beschwerden gehabt, jedoch hat sich dann mit der Zeit herauskristallisiert, dass viele Sportler CBD Öl nehmen, um ihre Regeneration zu fördern. Dementsprechend habe ich dem Ganzen eine Chance gegeben und war über den positiven Effekt wirklich erstaunt. Seitdem nutze ich CBD regelmäßig, um meine sportliche Leistung zu fördern“, erzählt Kai Schindler.

Von Küchenartikeln zu Hanfprodukten

Nach dem Start auf Amazon merkten die drei Gründer immer mehr, dass sie sich doch nicht allzu sehr mit nachhaltigen Küchenartikeln identifizieren können, wie sie zu Anfang dachten. „Nachhaltigkeit stand für uns deutlich mehr im Vordergrund, jedoch war das Produkt dafür einfach nicht das, was uns wirklich erfüllte“, erklären sie.

Dementsprechend haben sie sich für längere Zeit zusammengesetzt und nach einer Produktkategorie gesucht, für welche sie brennen und mit der sie sich identifizieren können.

„Aufgrund unserer sportlichen Interessen, fanden wir natürliche Nahrungsergänzungsmittel schon immer sehr spannend und interessant. Jedoch ist der Markt in Deutschland heutzutage sehr umkämpft. Witzigerweise war das passende Produkt schon die ganze Zeit in unseren Alltag integriert, aber erst nach langem Brainstorming kamen wir darauf, dass wir etwas mit CBD machen können. Mit so einem neuartigen Nahrungsergänzungsmittel können wir uns einfach mehr identifizieren. Dadurch entstand unsere Marke MĀLAMA.“

Gemeinsam für einen gesünderen Lebensstil

MĀLAMA ist ein hawaiianischer Begriff und bezieht sich auf unsere Umwelt und den Sinneserfahrungen, welche wir durch die Interaktion mit ihr und der Natur wahrnehmen können. Dies sollen auch die Natürlichkeit und die Erfahrung beim Gebrauch des Produktes widerspiegeln.

Der CBD Markt ist in den letzten Monaten sehr stark gewachsen, da die Thematik Hanf und Cannabis immer interessanter wird und dadurch auch mehr Anklang findet. „Natürlich war ein ausschlaggebender Punkt die Beobachtung, dass die Gesellschaft sich diesem Produkt und der ganzen Thematik immer mehr zu öffnen scheint. Darüber hinaus handelt es sich hierbei auch um ein Produkt, hinter welchem wir zu 100 Prozent stehen können, da mithilfe von CBD auf eine natürliche Weise versucht wird, das allgemeine Wohlbefinden des Menschen zu fördern und ins Gleichgewicht zu bringen“, so die drei Gründer.

Daher kommt auch ihre Vision: MĀLAMA steht für natürliche und nachhaltige Nahrungsergänzung bester Qualität für einen ausgewogenen Alltag. Getreu nach dem Motto: Gemeinsam für einen gesünderen Lebensstil.

„Ebenfalls ausschlaggebend für den Namen war die Konkurrenz. Alle haben etwas mit Hemp, Hanf, CBD oder Canna im Namen. Da wird der Kunde doch nur zusätzlich verwirrt und verunsichert. Mit unserem Namen haben wir die Chance uns vom Rest erkenntlich unterscheiden zu können“, erläutert Nick Seißler.

In den USA ist CBD mittlerweile zu einem enorm großen Industriezweig herangewachsen. „Ein weiterer Blick nach Amerika hat uns erkennen lassen, das CBD auch einen großen Anklang im Bereich Sport und Fitness findet. Das hat uns natürlich als leidenschaftliche Sportler dazu inspiriert, auch hier in Deutschland das Thema CBD im Sport größer zu machen.“

Genau in diesem Aspekt unterscheidet sich das Pforzheimer Start Up zu den herkömmlichen CBD Händlern: MĀLAMA platziert sich zusätzlich im Bereich Fitness und Bodybuilding. „Im Sport wird CBD in der Regel dafür genutzt, um die Regeneration voranzutreiben. Viele Kunden, die unser Produkt getestet haben, sowie einige Leistungssportler mit denen wir heute zusammenarbeiten, berichten davon, dass sie ihre Regeneration und ihren Schlaf verbessern konnten. Jedoch merken wir auch im Allgemeinen, dass CBD im Sport noch nicht wirklich verbreitet ist. Hier sind wir gerade dabei unser Netzwerk so auszubauen, dass wir die Nummer eins in der DACH Region werden.“

Ebenfalls sind schon weitere Produkte in der Pipeline, zu denen die Gründer noch nichts verraten wollen. Trotzdem ist es den Dreien wichtig zu kommunizieren, dass ihre Produkte natürlich auch von anderen Personen genommen werden können, bei welchen der Aspekt Fitness nicht im Vordergrund steht.

Patrick Nico

Patrick Nico

„Unsere wichtigste Priorität ist, dass wir mit unserer Brand MĀLAMA und unseren Produkten die gesundheitliche Stabilität eines jeden fördern wollen. Dies ist insbesondere im Sport natürlich eine wichtige Thematik, da der Körper durch jedes Workout beansprucht wird und Regeneration einen wichtigen Aspekt darstellt, jedoch auch in allen anderen Situationen, bei welchen der Körper Erholung benötigt. Somit können alle von unseren CBD Ölen profitieren“, erklärt Patrick Nico.

Mit vielen Ideen in die Zukunft!

„Wir sind wirklich von unserem Produkt und im Allgemeinen von der Thematik CBD sehr überzeugt“, erklärt Kai Schindler mit einem breiten Lächeln im Gesicht.

Im weiteren Verlauf erklären die drei Gründer, dass sie noch sehr viele Ideen hinsichtlich neuer Produkte, Aktionen und Werbemaßnahmen haben, jedoch auch insbesondere den Antrieb, das Thema CBD massentauglich zu machen.

„Ich stehe jeden Morgen auf und muss sofort an unsere Produkte und das Unternehmen denken. Genauso sind das die letzten Gedanken bevor ich ins Bett gehe. Ich glaube ich spreche für uns alle drei, wenn ich sage, dass MĀLAMA für uns eine Herzensangelegenheit ist, welche uns sehr erfüllt.“ sagt Patrick Nico am Ende des Interviews mit sehr enthusiastischer Stimme.

Was genau ist CBD eigentlich?

Die Hanfpflanze besitzt mindestens 113 verschiedene Cannabinoide. Eines davon ist Cannabidiol oder kurz CBD. Die Besonderheit von CBD ist, dass es sich maßgeblich vom illegalen THC (Tetrahydrocannabinol) unterscheidet. THC findet sich ebenfalls insbesondere in der weiblichen Hanfpflanze wieder und besitzt eine psychoaktive Wirkung welche berauschend wirkt und das berühmte „High“ Gefühl hervorruft. Dies ist bei CBD nicht der Fall, da es keinerlei psychoaktive Wirkung besitzt.

Durch bestimmte Destillationsmethoden, wird aus Nutzhanf das Cannabidiol extrahiert und ist als Endprodukt in verschiedenen Formen im Handel erhältlich. Die gängigste in Deutschland ist Öl. Hier wird das CBD Extrakt mit einem Trägeröl gemischt. Im Falle von MĀLAMA ist es beispielsweise MCT Öl (Kokosöl).

Unser Körper verfügt über das sogenannte Endocannabinoid-System. Zwei große Bestandteile sind die beiden Rezeptoren CB1 und CB2. Diese kann man sich als Schlösser vorstellen. CBD ist dabei der Schlüssel, welcher sich an die Schlösser anheftet. Somit können bestimmte chemische Reaktionen im Körper ausgelöst werden, welche verschiedenste Beschwerden lindern.

Viele Konsumenten nehmen CBD für einen besseren Schlaf, um ausgeglichener zu sein, für eine bessere Regeneration nach dem Sport oder auch als alternative Schmerzbehandlung.

Zum heutigen Stand gibt es jedoch noch nicht genug wissenschaftliche Studien, die genau bestätigen können, gegen welche Symptome CBD helfen kann. Zwar setzt sich die Forschung schon seit langem mit dem einzigartigen Wirkstoff der Hanfpflanze auseinander, doch erst seitdem die Thematik in den letzten Jahren für immer mehr Aufsehen gesorgt hat, wird intensiver geforscht.

Was man jedoch mittels Umfragen und Erfahrungswerten von Konsumenten bestätigen kann ist, dass die Einnahme von CBD zu einer allgemeinen Verbesserung des Wohlbefindens führt. Dadurch können die Vorteile des Wirkstoffes untermauert werden.

CBD, Cannabidiol, MĀLAMA

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