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Thymian – Küchenkraut mit gesundheitlichem Mehrwert

Thymian

Bereits in der Antike von Plinius als Heilpflanze entdeckt, eignet sich das Küchenkraut Thymian auch heutzutage nicht nur zum Würzen von Speisen.

Es ist mittlerweile von der Wissenschaft bewiesen, dass die Inhaltstoffe auch das Verdauungssystem fördern und die enthaltenen ätherischen Öle Erkältungssymptome wie Husten lindern können.

Kleiner Strauch aus Europa mit großer Wirkung

Thymus vulgaris, so der botanische Name, ist ein bis zu 30 Zentimeter großer Strauch mit einem haarigen Stängel. Auch die kleinen elliptischen Blätter mit eingerollten Blatträndern sind an der Unterseite wie der Stängel behaart.

Die Pflanze wächst in erster Linie in Hanglagen des mittleren und südlichen Europas. Aber auch im heimischen Küchengarten kann man Thymian problemlos selbst anbauen.

Wie man sich einen eigenen Kräutergarten anlegt, welche Kräuter miteinander harmonieren und was für Heilkräuter es noch gibt, findet ihr toll zusammengestellt hier: Kräutergarten anlegen.

Herbes Gewürz für Fleischspeisen

Als Küchengewürz sollte das Gewürzkraut zur besseren Entfaltung des Geschmacks bei gegarten Speisen eingesetzt werden und vor dem Kochen entweder zerkleinert oder zumindest durch Reiben der Blätter zwischen den Fingern angeraut werden – er entfaltet sein kräftiges und herbes Aroma nämlich erst bei hohen Temperaturen.

Klassische Anwendungsfälle sind zum Beispiel Gerichte aus Wild- oder Rindfleisch sowie Kartoffeln, aber auch das Würzen von Fischspeisen, vor allem mit dem sogenannten Jamica-Thymian sollte in Betracht gezogen werden und gibt der Fischspeise eine herb-aromatische Note.

Üblicherweise nutzt man als Gewürz bevorzugt die Blätter der Pflanze.

Hilfe bei Atemwegsinfektionen durch ätherische Öle

Bei der Verwendung von Thymian als Heilpflanze werden sämtliche Pflanzenbestandteile verwendet. Daraus wird dann zum Beispiel Thymian-Öl oder ein alkoholischer Pflanzenauszug gewonnen.

Das Thymian-Öl hat durch einen hohen Anteil von Thymol eine schmerzlindernde Wirkung sowie die Entspannung der Atemmuskulatur der Bronchien zur Folge hat. Dadurch eignet es sich bei Husten, insbesondere mit Schmerzen, als natürliche Arznei.

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Weitere Inhaltsstoffe des ätherischen Öls wirken antibakteriell und auch eine entzündungshemmende Wirkung scheint ersten wissenschaftlichen Untersuchungen zu Folge möglich.

Bei Erkältungskrankheiten sollte Thymian-Öl mit Extrakt aus der Schlüsselblume ergänzt werden, da beide Pflanzen schleimlösend wirken, aber dies über unterschiedliche Wirkmechanismen, so dass sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen.

In dieser Kombination wird nach ersten Studien sogar davon ausgegangen, dass die Inhaltsstoffe dieser beiden Pflanzen gegen akute Bronchitis helfen können. Es sollte bei einer akuten Bronchitis dennoch in jedem Fall ärztlichen Rat eingeholt werden – die Selbstmedikation mit Pflanzenauszügen kann kein Ersatz für fachlichen medizinischen Rat sein.

Pflanzliches Mittel gegen Verdauungsprobleme

Die in Blättern und Stängel enthaltenen Bitter- und Gerbstoffe besitzen wissenschaftlichen Untersuchungen zu Folge eine krampflösende und verdauungsfördernde Wirkung im menschlichen Körper.

Bei Zubereitungen aus der ganzen Pflanze handelt es sich also auch um Mittel, die bei Verdauungsstörungen und Krämpfen im Darm– und Magenbereich eingesetzt werden können.

Gerade auch durch diese Verdauungsförderung eignet sich das Kraut perfekt zum Würzen sehr reichhaltiger Speisen, da es diese bekömmlicher macht.

Auch wird Thymian seit der Antike nachgesagt, dass es die sexuellen Funktionen bei Männern und Frauen verbessern soll – eine wissenschaftliche Grundlage gibt es für diese Annahme aber nicht 🙂

Rezepte mit Thymian

Ihr sucht nach passenden Rezepten mit Thymian? Dann schaut mal auf bei uns auf Pinterest:

Foto: Hans Braxmeier / pixabay.com

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