Nachhaltige Ernährung
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Nachhaltige Ernährung: Was ist das eigentlich?

Nachhaltige Ernährung

Alle reden von Nachhaltigkeit. Das klingt nach Zukunft, nach Fortschritt, nach bewusstem Leben. Aber was bedeutet das eigentlich für dich persönlich? Nachhaltige Ernährung nicht nur zu kennen, sondern auch zu leben, ist wirklich nicht schwer.

Wir zeigen es dir!

Ernährung im besten Sinne. Für alle.

Auf die Kernaussage runtergebrochen bezeichnet nachhaltige Ernährung gesundes, umweltschonendes, sozialverträgliches und wirtschaftliches Essen. Nachhaltige Ernährung tut also nicht nur dir selbst gut, sondern auch der Welt, in der du lebst. Ein ganzheitlicher Ansatz, der sich vor rund dreißig Jahren als Teilbereich aus dem großen Feld der Ernährungswissenschaft herausgebildet hat.

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Vielleicht kennst du den Begriff des ökologischen Fußabdruckes. Falls nicht, kannst du ihn dir zum Beispiel hier berechnen lassen.

Natürlich spielen viele Faktoren in unsere persönliche CO2-Bilanz mit hinein: wie viel Strom wir verbrauchen, wie oft wir Auto fahren und ob wir energieeffiziente Elektrogeräte verwenden. Aber eben auch, wie wir uns ernähren. Die Ernährung ist dabei nicht nur ein Randbereich, sondern macht sehr viel aus, wenn es um deine eigene CO2-Bilanz geht. Konsequent durchgeführte nachhaltige Ernährung könnte so manchen ökologischen Riesentreter zum schlanken Fuß transformieren.

Besser essen bei weniger CO2

CO2 ist in aller Munde. Vor allem für die Klimaerwärmung zeigt sich das farblose Kohlenstoffdioxid verantwortlich. Und das in besorgniserregendem Tempo. Zwischen 1970 und 2004 sind die CO2-Emissionen weltweit um satte 80 % gestiegen. Wir müssen uns also ernsthaft Sorgen um unseren Planeten machen und diese Entwicklung besser gestern als heute stoppen.

Das klingt zwar nach einer nicht zu bewältigenden Aufgabe. Tatsächlich kann aber jeder dazu beitragen, weniger CO2 zu produzieren. Ganz einfach über das eigene Essverhalten.

Allein der riesengroße Fleischkonsum schleudert Tag für Tag Massen an CO2 in die Atmosphäre, der Verzehr von 500 Gramm Rindfleisch alleine etwa 8 Kilo. Die gleiche Menge Gemüse schlägt mit nur rund 75 Gramm CO2 zu Buche. Meatless Monday oder Veggie Thursday – es ist durchaus etwas dran am Gedanken, ab und zu auf Fleisch zu verzichten.

Auch woher unsere Einkäufe stammen, spielt eine Rolle. Regional geht immer vor, denn dadurch unterstützt du nicht nur die lokale Landwirtschaft, sondern umgehst auch lange Transportwege deiner Lebensmittel. Außerdem lohnt es sich auch geschmacklich, regional zu kaufen, denn wenn das Obst und Gemüse frisch vom Feld direkt in deinem Einkaufskorb landet, hatte es vorher ausreichend Zeit komplett auszureifen und einen vollmundigen Geschmack zu entwickeln. Wenn die Obstkiste erst noch eine Flugreise vor sich hat, fehlt diese Zeit und die Früchte kommen noch unreif in die Kiste.

Und wenn du dann noch Bio-Produkte kaufst, tust du gleich doppelt Gutes. Denn ökologisch erzeugte Lebensmittel schonen durch den Verzicht auf synthetische Dünger und schädliche Pestizide Boden und Grundwasser und erzeugen deutlich weniger Treibhausgase.

Ganzheitlich denken und essen

Die Umwelt ist der eine Aspekt, aber nachhaltige Ernährung deckt so viel mehr ab. Sie ist wirtschaftlich, weil keine Ressourcen verschwendet werden und sozial, weil regionale Arbeitsplätze gesichert werden.

Aber vor allem ist sie gesund, denn ökologisch erzeugtes Gemüse weist deutlich weniger Pestizidrückstände auf und Bio-Fleisch steckt nicht voller Antibiotika.

Eine nachhaltige Ernährungsweise geht immer einher mit einer gesteigerten Achtsamkeit. Wenn du nachhaltig sein möchtest, musst du dir klarmachen, was du eigentlich jeden Tag auf deinen Teller packst. Diese Form zu Essen und zu Leben lädt ein, vielfältig auszuwählen.

Mach doch einfach selbst mit und lebe deutlich bunter – für dich und für unsere Welt!

Foto: Soloviova Liudmyla / shutterstock.com

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