Nachhaltige Ernährung
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So wichtig ist nachhaltige Ernährung im Kindesalter

Nachhaltige Ernährung Kinder

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Doch nicht nur bei Energie und Fahrzeugtechnik nehmen nachhaltige Ansätze eine Schlüsselrolle ein, sondern auch bei der Ernährung. Immer mehr Erwachsene entscheiden sich bewusst für den konsequenten Einkauf von Bioprodukten oder eine strikt vegane Ernährung, um ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten zu können.

Die Weichen für eine nachhaltige Ernährung, die ein Leben lang anhält, werden oft schon im Kindesalter gestellt. Dabei sollten Eltern Wert darauf legen, offen mit den Kindern über eine nachhaltige Ernährung zu sprechen. Ein entscheidender Punkt ist hier die Wertschätzung, die Lebensmitteln entgegen gebracht wird.

Obst und Gemüse gehören schon im Babyalter auf den täglichen Speiseplan

Wie gesund sich ein Mensch ein Leben lang ernährt und ob er lieber zu einem Glas Leitungswasser als zu einer Limonade aus dem Supermarkt greift, ist oft davon abhängig, wie er sich im Kindesalter ernährt hat. Im Babyalter legen Eltern mit der Wahl der Nahrungsmittel für die Kinder den Grundstein für die späteren Vorlieben. Bereits beim Babybrei kann auf Nachhaltigkeit gesetzt werden.

Babybrei ist im Handel in verschiedenen Preisklassen und Zusammenstellungen verfügbar. Eltern sollten hier bevorzugt auf Bio-Brei zurückgreifen. Biofrüchte und Biogemüse stammen aus kontrolliertem, ökologischem Anbau. Die Landwirte sind dazu verpflichtet, auf einen Großteil der synthetischen Pestizide und Düngemittel zu verzichten. Das zeigt sich auch beim später geernteten Obst und Gemüse, das natürlicher schmeckt und weniger belastend für den kleinen Organismus ist. Den Babybrei gibt es ganz klassisch im Portionsglas, sodass sich viel Abfall von Anfang an vermeiden lässt.

Kinder schon früh an nachhaltigen Umgang gewöhnen

Ab dem Kleinkindalter wird dann meistens auf Babybrei verzichtet und der Nachwuchs isst die ganz normale Familienkost mit. Auch hier sollten Eltern gezielt darauf achten, den Kindern einen nachhaltigen Umgang mit den Lebensmitteln zu vermitteln. Die Jungen und Mädchen müssen erst lernen, das mit Lebensmitteln nicht gespielt wird. Hierfür bedarf es der entsprechenden Tischregeln.

Weiterhin sollten Eltern schon im Kleinkindalter darauf achten, dass bewusst gegessen wird. Ablenkung am Tisch in Form von Fernsehen ist zu vermeiden. Stattdessen sollten die Familien gemeinsam essen.

Im Kindergarten- und Grundschulalter kann das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln weiter gestärkt werden. So sollten Kinder den Wocheneinkauf begleiten dürfen. Hier können Eltern aktiv die Bedeutung von Obst und Gemüse mit Biosiegel verdeutlichen.

Gemeinsam kochen stärkt

Ein wichtiger Bereich der nachhaltigen Ernährung für Kinder ist das gemeinsame Kochen mit den Eltern. Auch wenn es mit Kindern in der Küche oft sehr turbulent zugeht, lernen Kinder beim Kochen sehr viel. Eltern können den Nachwuchs so an den behutsamen Umgang mit Lebensmitteln heranführen und verdeutlichen, warum auch Reste nicht weggeworfen werden sollten.

Wer die Möglichkeit hat, kann Obst und Gemüse selbst im Garten anbauen. Viele Pflanzen sind anspruchslos und brauchen wenig Platz, sodass sich ein Anbau auch auf dem Balkon anbietet. Kinder lernen beim Anbau der Lebensmittel, wie viel Arbeit darin steckt, aus einem Samen eine Möhre zu erhalten. Obst und Gemüse, das die Kinder selbst angebaut haben, wissen sie daher ganz anders zu schätzen.

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