Gesundheit
Schreibe einen Kommentar

Histaminintoleranz: Wie viel Fleisch ist gesund?

Histaminintoleranz, Fleisch

Bei einer bestehenden Histaminintoleranz kann der Körper nicht damit umgehen, wenn ihm eine erhöhte Menge an Histamin zugeführt wird. Zwar ist Histamin von Natur aus im Körper zu finden, durch die Zufuhr über Lebensmittel kann der Gehalt jedoch deutlich ansteigen.

Die Symptome der Histaminintoleranz können dabei unterschiedlich ausfallen und reichen von Kopfschmerzen über Juckreiz bis hin zu Problemen mit der Verdauung.

Unsicherheit kommt in diesem Zusammenhang sehr häufig in Bezug auf den Konsum von Fleisch auf. So enthalten gerade Wurstwaren, Rohschinken und Innereien sehr viel Histamin. Generell stellt sich die Frage, welches Fleisch man wie zubereitet, damit man es auch bei Histaminunverträglichkeit genießen kann.

Worauf solltet ihr beim Fleischkonsum achten?

Wer unter einer Histaminintoleranz leidet, der muss nicht automatisch komplett auf Fleisch verzichten. Vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln, wie Wurst und Räucherschinken, ist ein hoher Gehalt vorhanden.

In diesem Zusammenhang kann der Begriff Clean Eating“ ins Spiel kommen. Mit der Verwendung von unverarbeiteten und natürlichen Lebensmitteln sinkt die tägliche Aufnahme von Histamin bereits deutlich. So ist frisches Fleisch, roh gekauft und dann schonend zubereitet, wie beispielsweise durch die Verarbeitung mit dem Gasgrill oder Dünsten, deutlich gesünder.

Hinweis: Fleisch solltet ihr unmariniert kaufen. Besser ist es, wenn ihr die Marinade selbst zubereitet und ein Auge darauf habt, welche leckeren Gewürze ihr darin verarbeitet.

Ein wichtiger Tipp, wenn ihr abgepacktes Fleisch kauft:  das Fleisch sollte in einem Vakuum verpackt sein, da so die Bildung von Histamin verzögert wird. Nach dem Kauf ist eine schnelle Verarbeitung wichtig. Je länger es liegt, desto größer ist die Gefahr der Bildung von Histamin.

Hinweis: Wer kein Risiko eingehen möchte, der kann auch auf vegane Fleischvarianten zurückgreifen und sich Gemüse-Burger zubereiten. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Soja – und damit auch Tofu – ebenfalls Histamin enthalten und nicht als Ersatzprodukte geeignet sind.

Kann man das Histamin abwaschen?

In der Regel setzen sich Bakterien auf der Oberfläche von Fleisch ab und sorgen hier dafür, dass es zu einer Bildung von Histamin kommt. Wer unsicher ist, ob das Fleisch wirklich frisch ist, der kann es unter kaltem Wasser reinigen. Dadurch lässt sich, wenn vorhanden, ein Teil des Histamins bereits vor der Verarbeitung entfernen. Das Wasser danach vom Fleisch abstreifen und mit Küchenpapier abtrocknen bevor ihr es verarbeitet.

WERBUNG

Wie sieht es mit Histaminintoleranz und Weingenuss aus?

Ein guter Wein zum Fleisch, ein kleiner Absacker am Abend – normalerweise ist das kein Problem. Wer jedoch unter einer Histaminintoleranz leidet, der sollte hier vorsichtig sein. Durch den Prozess der Gärung entsteht im Wein Histamin. Daher kann die Aufnahme von Wein bei einer nachgewiesenen Intoleranz zu Problemen führen.

Für diesen Fall gibt es histaminarme Weine. Durch den Einsatz von speziellen Bakterienkulturen sowie den Verzicht auf die Verarbeitung von überreifen Beeren, wird der Gehalt an Histamin bereits stark gesenkt.

Wichtig: Es ist seit 2015 durch die EU-Verordnung nicht mehr erlaubt, einen Wein als histaminarm oder histaminfrei zu kennzeichnen. Daher ist es gut zu wissen, welche Varianten wenig Histamin enthalten. Gute Weißweine haben zum Beispiel nur einen sehr geringen Gehalt :-)

Histaminintoleranz, Fleisch

Pin it!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wenn Du wissen möchtest, welche Daten wir beim Hinterlassen eines Kommentars speichern, schau bitte in unsere Datenschutzerklärung.