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RAW-Eating – Wie gesund ist dieser Trend?

RAW-Eating

Vegane oder vegetarische Ernährung ist heutzutage fast überall präsent. Man findet vegetarische Ersatzprodukte wie Tofu, Soja oder Mandelmilch mittlerweile in fast jedem Supermarkt und auch Restaurants bieten zunehmend vegane Alternativen an.

Doch es gibt noch deutlich mehr Ernährungsformen, die nicht so verbreitet sind, aber schon einige Anhänger haben. Einer dieser Trends ist RAW-Eating, bei dem ausschließlich ungegarte Nahrungsmittel verzehrt werden. Salat, Gemüse oder roher Fisch – ist das wirklich gut für unseren Körper?

Mittlerweile öffnen in Weltmetropolen wie London oder New York spezielle Restaurants, die ausschließlich auf Rohes setzen. RAW-Eater vertreten die Meinung, dass sich Menschen, die auf Gekochtes verzichten, besser fühlen und weniger mit Hautproblemen zu kämpfen haben. Außerdem soll diese Art der Ernährung das Krebsrisiko senken und auch andere Krankheiten sollen seltener auftreten. Doch die Wirkung von Rohkost ist umstritten.

Was genau ist RAW-Food?

Wer sich ganz von Rohkost ernährt verzichtet komplett auf hitzebehandelte Nahrung wie H-Milch, gekochte Nudeln oder gebratenes Fleisch. Jedoch sind sie nicht mit Veganern oder Vegetariern gleichzusetzen. RAW-Eater essen tierische Lebensmittel wie rohen Fisch, Beef Tatar oder unbehandelte Milchprodukte.

Die Gründe für diese radikale Ernährungsumstellung sind vielzeitig, viele ernähren sind aufgrund von Allergien oder anderen Beschwerden auf die rohen Lebensmittel umgestiegen. Mit Sprossen, Nüssen oder Früchten und Gemüse zaubern die Rohköstler die verschiedensten Gerichte.

Vorteile von Rohkost

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Eines steht fest: das Erhitzen von Lebensmitteln zerstört wichtige Vitamine. Auch Enzyme, die lebenswichtig für den Organismus sind, werden zerstört. Diese werden unter anderem zur Verdauung benötigt und regen den Stoffwechsel an. Ab einer Temperatur von 42 Grad Celsius werden sie zersetzt und können dem Körper nicht mehr zugeführt werden. Gekochte oder gegarte Lebensmittel sind für die RAW-Food-Befürworter tot und liefern keine Nährstoffe mehr.

Ein Verzicht auf erhitzte Nahrung bedeutet auch den Verzicht auf Konservierungsstoffe in der Ernährung. Diese Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder Verdickungsmittel findet man zum Glück schließlich sicher nicht in Salat, Kräutern und Sprossen. Nahrungsmittel im ungegarten Zustand enthalten einen deutlich höheren Anteil an Mineralstoffen und Vitaminen, welche förderlich für die Gesundheit ist.

Contra gegen das RAW-Eating

Doch genau wie bei der veganen Ernährung birgt auch diese Art des Essens das Risiko, dass Mangelerscheinungen entstehen können. Nährstoffe wie Calcium, Eisen, Eiweiß oder Jod werden oft nicht ausreichend durch die Nahrung aufgenommen. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte wichtig. Ein weiterer negativer Aspekt ist die Genießbarkeit, denn Kartoffeln oder Reis sind erst durch Erhitzen überhaupt genießbar.

Es ist dennoch belegt, dass Rohkost wichtig für den Körper ist. Wer täglich eine kleine Menge an rohem Gemüse und Früchten zu sich nimmt, erhält wichtige Vitamine und Mineralien. Und auch eine sanfte Variante des RAW-Eating wirkt sich nicht negativ auf den Körper aus. Vielleicht machen wir demnächst alle einfach einmal in der Woche hitzefrei?

Foto: VIKTOR HANACEK / picjumbo.com

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