Lebensmittel
Kommentare 3

Quitten: Großmutters Liebling!

Quitten

Unsere Großeltern kannten Quitten als ganz beliebtes Herbstobst und hatten selbst oftmals den ein oder anderen Quittenbaum im Garten. Heute finden wir Quitten jedoch meist nur noch als Quittengelee – höchste Zeit für ein Revival, denn dieses Früchtchen hat es in sich.

Die vergessene Frucht

Früher war die Quitte nichts Besonderes, sondern so alltäglich wie der Apfel. Dem sieht sie in der Tat auch recht ähnlich, ist aber auch kein Wunder, schließlich entstammen beide derselben Familie: den Rosengewächsen.

Und auch wenn der Quittenbaum etwas frostempfindlicher ist als der Apfelbaum, kann er durchaus in unseren Gefilden heimisch werden. Zu Großmutters Zeiten ging das zumindest wunderbar und mancherorts wird diese jahrtausendealte Kulturpflanze schon wieder angepflanzt.

Im Saisonkalender feiert die Quitte von September bis November ihren großen Auftritt und macht dadurch das Angebot an frischen Früchten im Herbst ein ganzes Stück bunter. Und leckerer, denn das Aroma der Quitten ist wirklich köstlich. Nicht zu süß, nicht zu sauer, einfach erfrischend fruchtig – so würden wir die Quitte beschreiben.

Leider wird sie völlig zu Unrecht rein in die bittere Ecke gestellt. Beißend herb sind die Früchte zwar im rohen Zustand, wenn sie eingekocht oder gebraten werden, verflüchtigen sich die starken Bitterstoffe jedoch und die Quitte legt ihr feines Aroma frei.

Was steckt drin in der Quitte?

Zu 80 Prozent besteht die Quitte aus Wasser, was sie schon mal zu einer kalorienarmen Köstlichkeit befördert. In den restlichen 20 Prozent aber steckt enorm viel Gutes für den Körper: Quitten sind reich an Vitamin C, enthalten viele Ballaststoffe und beachtliche Mengen an Eisen, Kalium und Kalzium.

Und einen ganz besonderen Stoff, den wir vor allem vom Apfel kennen: das Pektin. Und das gilt als richtig gesund, soll es doch die Darmflora verbessern und das ungesunde LDL-Cholesterin im Blut verringern können. Ein netter Nebeneffekt ist die Gelierfähigkeit des Pektins, was die Quitte zu einer willkommenen Zutat in der Küche macht.

Basiswissen Quitte

Saison

Quitten haben in Deutschland von September bis November Saison. Die meisten Quitten kommen jedoch aus der Türkei zu uns. Sie sind daher von September bis Februar erhältlich.

Inhaltsstoffe

Quitten sind reich an Kalium, das ist gut für die Funktion von Herz, Nerven und Muskeln. Sie enthalten außerdem Vitamin C und viele B-Vitamine, darunter auch Folsäure, diese ist zum Beispiel wichtig für die Zellteilung und für die Blutbildung. Die außerdem enthaltenen Ballaststoffe regen die Verdauung an.

Nährwerte pro 100 Gramm




WERBUNG
Kalorien 39 kcal
Eiweiß 0,40 g
Fett 0,50 g
Kohlenhydrate 7,32 g
Ballaststoffe 5,80 g
Wassergehalt 85,65 %

Einkauf und Lagerung

Einkauf: Quitten gibt es eher nicht im Supermarkt, man muss schon auf den Wochenmarkt oder zum türkischen Gemüsehändler gehen. Birnenquitten sind weicher, Apfelquitten dafür aromatischer – entscheidet selbst, was euch lieber ist 🙂

Lagerung: Quitten solltet ihr am besten getrennt von anderem Obst in den Kühlschrank legen. Dort ist das Obst dann bis zu acht Wochen haltbar. Lagert ihr die Quitten jedoch zu lange kann das Fruchtfleisch braun werden.

Intoleranzen

Intoleranz Geeignet bzw. Inhalt pro 100 g
Gluten-Intoleranz 🙂
Fruktose-Intoleranz Fruktose: 4,29 g, Glucose: 2,67 g
Laktose-Intoleranz 🙂
Histamin-Intoleranz 🙂

Rezepte mit Quitte

Ihr sucht nach passenden Rezepten mit Quitten? Dann klickt einfach auf den Button!

Rezepte mit Quitten

Foto: Emilian Robert Vicol / pixabay.com

3 Kommentare

  1. Hallöchen,
    ich muss ehrlich sagen, dass ich Quitten noch nie probiert habe oder sie überhaupt mal gesehen habe. Könnte aber wohl daran liegen, dass wir meist im Supermarkt unser Obst & Gemüse holen. 😉

    Viele Grüße
    Bloody

  2. Pingback: Quitten: Großmutters Liebling! | Heikes Projekte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.