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Hilft Vitamin C wirklich gegen Erkältung?

Vitamin C gegen Erkältung

Hatschi! Hast du auch manchmal das Gefühl, eigentlich den ganzen Winter über erkältet zu sein? Kaum sinken die Temperaturen, scheint auch das Immunsystem auf Sparflamme zu laufen und wir fangen uns eine Erkältung nach der anderen ein.

Dabei soll eines angeblich immer helfen, den lästigen Schnupfen und den kratzigen Hals schnell loszuwerden: Vitamin C. Aber was ist wirklich dran am Mythos, dass Vitamin C jeder Erkältung den Garaus machen kann?

Wozu der Körper Vitamin C braucht

Vitamin C ist der Star unter den Vitaminen und zählt zu den bekanntesten Vertretern seiner Zunft. Ob in der Werbung oder in gut gemeinten Ratschlägen von Verwandten und Freunden – immer wird Vitamin C als Mittel der Wahl genannt, wenn uns eine Erkältung erwischt hat.

Tatsächlich hat das wasserlösliche Vitamin wichtige Aufgaben in unserem Organismus. Zum Beispiel mischt es bei zahlreichen Stoffwechselvorgängen mit, fördert die Aufnahme von Eisen aus dem Darm und wirkt antioxidativ. Vor allem die antioxidative Eigenschaft von Vitamin C ist wichtig, denn dank dieser wirkt es direkt gegen schädliche freie Radikale und schützt aktiv die körpereigenen Zellen. Es wird seinem guten Ruf also durchaus gerecht, das Vitamin C.

Um den Körper gut zu versorgen, benötigen Säuglinge und Kleinkinder ca. 30 mg täglich, Schulkinder ca. 50 mg, Frauen ca. 95 mg und Männer ca. 110 mg pro Tag. Raucher verstoffwechseln Vitamin C etwas schlechter und brauchen rund ein Drittel mehr. Auch Schwangere und Stillende haben mit ca. 135 mg täglich einen leicht erhöhten Bedarf.

Gute Vitamin-C-Quellen

Den angegebenen Tagesbedarf zu erreichen, ist problemlos möglich – Vitamin-C-Mangel tritt in industrialisierten Ländern extrem selten auf. Denn das Vitamin ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Wer der Empfehlung „Fünf am Tag“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) folgt und fünf Portionen Obst und Gemüse täglich verzehrt, erreicht seinen Vitamin-C-Bedarf schnell.

Gute Lieferanten (Vitamin-C-Gehalt pro 100 Gramm) sind zum Beispiel:

  • Acerola: 1700 mg
  • Schwarze Johannisbeeren : 179 mg
  • Paprika: 140 mg
  • Brokkoli: 115 mg



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  • Petersilie: 100 mg
  • Erdbeeren: 64 mg

Die Zitrone, oftmals als bester Vitamin-C-Lieferant bezeichnet, enthält pro 100 Gramm Frucht rund 53 mg Vitamin C. Gar nicht schlecht und für einen heißen Tee gut geeignet. Um seinen Tagesbedarf zu decken aber kein unverzichtbares Muss.

Erkältungen verkürzen mit Vitamin C

Wie sieht es denn nun aus mit der Rolle des Vitamins bei Schnupfen und Co.? Zahlreiche Studien beschäftigten sich bereits mit exakt dieser Frage. Die Ergebnisse ähneln sich dabei sehr.

Fakt ist, dass Vitamin C eine große Rolle bei der Stärkung des Immunsystems spielt. Fakt ist aber auch, dass Vitamin C eine Erkältung nicht komplett verhindern kann.

Im Rahmen einer Studie wurde Probanden die doppelte Menge ihres eigentlichen Tagesbedarfs an Vitamin C verabreicht. Zwar profitierten vor allem sportlich aktive Menschen von dieser Überversorgung, ihre Erkältung waren sie aber dennoch nicht los. Trotzdem hat das Vitamin einen positiven Effekt, denn es kann die Erkrankung etwas verkürzen.

Wer also beim ersten Anzeichen einer Erkältung zugreift und viel Vitamin C aufnimmt, erspart sich womöglich am Ende den einen oder anderen Krankheitstag.

Ein echter Geheimtipp ist darüber hinaus Zink. Hier zeigte sich bei einer kurzfristigen Erhöhung der aufgenommenen Menge eine durchschnittliche Krankheitsverkürzung von rund drei Tagen.

Zink aus Sojabohnen und Vitamin C aus der heißen Zitrone oder der Extraportion Gemüse sind also in jedem Fall einen Versuch wert. Auch wenn es am Ende nur um eine Verkürzung und nicht um das komplette Vermeiden der Erkältung geht.

Foto: Elena Hramova / shutterstock.com

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