Gesundheit
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Unentbehrliches Wissen: die besten Entzündungshemmer aus der Küche

Entzündungshemmende Ernährung

Wusstet ihr, dass ungesundes Essen Entzündungsreaktionen hervorrufen kann? Urks!

Wie gut, dass die Natur vorgesorgt hat und uns eine Fülle an entzündungshemmenden Lebensmitteln zur Verfügung stellt. Welche das sind, lest ihr gleich hier beim Ernährungshandbuch.

Ein Wissenspaket, ohne dass wir nicht mehr an den Herd gehen würden 🙂

Das verharmloste Alarmsignal

Entzündungen kennt wirklich jeder und hat sie sicher auch schon mehrfach im Leben durchgemacht. Denn grundsätzlich ist eine Entzündung ein völlig normales Zeichen des Körpers, dass irgendwo etwas nicht stimmt.

Dabei gibt es zahlreiche Auslöser, beispielsweise eindringende Bakterien, Fremdkörper wie kleine Holzsplitter, aber auch physikalische Reize wie Hitze oder auch ein heftiger Stoß.

Das Prinzip ist immer gleich: Der Körper bildet eine Entzündung als Abwehrreaktion aus.

Das kann im ganz kleinen Rahmen passieren – ein Pickel ist zum Beispiel die wohl kleinste Form der Entzündungsreaktion. Aber auch im größeren Umfang, beispielsweise bei einer Magenschleimhautentzündung.

Hattet ihr schon einmal eine Krankheit, die auf „-itis“ endete? Dann war das höchstwahrscheinlich eine entzündliche Erkrankung. Von Alveolitis in der Lunge über Gastritis im Magen bis hin zu Zystitis, der Blasenentzündung, kennen Mediziner heute wohl unzählige Formen entzündlicher Erkrankungen. So viele, dass eine Entzündung im Körper fast schon salonfähig geworden ist.

Um es kurz vorwegzunehmen: Entzündungen sind zwar nicht immer akut bedrohlich, wohl aber immer eine Abwehrreaktion des Körpers. Und die bräuchte er nicht, wenn schlichtweg alles in Ordnung wäre. Wir alle sollten es also durchaus ernst nehmen, wenn irgendwo eine Entzündung entsteht.

Schonkost als Normalzustand?

Menschen, die nicht an einer vorübergehenden, sondern an einer chronischen Entzündung leiden, bekommen von Ihrem Arzt oft den immer gleichen Tipp: „Ändern Sie Ihre Ernährung!“

Und das aus gutem Grund. Denn das, was wir essen, hat entscheidenden Einfluss auf die Reaktion unseres Körpers.

So gibt es sogar entzündungsfördernde Lebensmittel. Allen voran Alkohol, der die Leber so sehr in Beschlag nimmt, dass sie ihre eigentliche Hauptaufgabe – die Entgiftung des Körpers – kurz völlig vergisst. Dauerhaft und in größerer Menge konsumiert ist dies nicht nur stressig für die Leber, sondern manchmal auch Auslöser für chronische Entzündungen in Magen und Leber.

Selbst zu viel Zucker, auch als Weißmehl konsumiert, kann Entzündungsreaktionen begünstigen. Ebenso wie Transfette, industriell stark verarbeitete Lebensmittel und Schweinefleisch.

Diese Produkte sind also nicht nur für chronisch kranke Patienten mit Rheuma, Arthrose oder Morbus Crohn tabu, sondern sollten generell selten auf dem Speiseplan stehen. Schließlich will niemand anfeuern, was nicht unbedingt lodern muss.

Her mit dem Anti-Entzündungs-Food!

Das klingt jetzt alles so bedrohlich und richtig unappetitlich? Muss es gar nicht, denn es gibt auch richtig viele gesunde Lebensmittel, die nicht nur ok, sondern überzeugend gut sind.

Entzündungshemmende Ernährung kann sogar Spaß machen, weil es tatsächlich enorm vielseitig ist. Kräuter, Beeren, Pflanzenöle, Nüsse und vieles mehr machen Freude und leisten ganz nebenbei einen richtig guten Job. Denn ihre Inhaltsstoffe flutschen nicht untätig durch Magen und Darm hindurch, sondern vollziehen währenddessen quasi eine kleine Sanierungskur für den Körper.

Weil das so faszinierend ist, möchten wir euch die besten entzündungshemmenden Lebensmittel kurz vorstellen:

Obst – das farbenfrohe Powerteam

Jawohl, es muss kein exotisches und vielleicht im Reformhaus hinten links verstecktes Lebensmittel sein, um mit der entzündungshemmenden Ernährung zu beginnen. Auch viele Obstsorten enthalten tolle Stoffe für eure  Gesundheit.

Allen voran rote und blauviolette Früchte wie Kirschen, Himbeeren, blaue Trauben, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Äpfel und Co. Denn der in ihnen enthaltene Pflanzenfarbstoff gilt als entzündungshemmend.

Über die Bedeutung von blauen Trauben hatten wir hier im Blog bereits berichtet, als es ums Thema Rotwein fürs Herz ging. Lest dort gerne noch einmal nach, warum das in dunklen Trauben enthaltene Resveratrol so besonders ist.

Gemüse – die Anti-itis-Patrouille




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Alles mit „-itis“ am Ende kann sich warm anziehen, wenn es auf die antioxidativen Inhaltsstoffe von Brokkoli und Co. trifft. Denn hier wartet die geballte Ladung wertvoller Vitamine und Mineralien darauf, aktiv zu werden.

Besonders grünes Gemüse wie Brokkoli, Spinat und Mangold, aber auch Weißkohl und Rote Beete sind hier empfehlenswert. Im Grunde steckt aber in nahezu jedem Gemüse ein kleines Powerpaket, das ihr euch gönnen solltet. Dank der Vielseitigkeit der Gemüsesorten gelingt das auch regelmäßig wirklich einfach und lecker.

Zwiebeln & Knoblauch – die gesunden Scharfschützen

Beißend und intensiv sind Zwiebeln und Knoblauch, aber auch enorm kraftvoll. Schon vor vielen Jahrhunderten verwendeten die Menschen diese beiden als Hausmittel und auch heute noch gibt es Zwiebelsäckchen aufs Ohr, wenn es entzündet ist und Zwiebelsaft bei lästigem Husten.

Beide Zwiebelgewächse trumpfen vor allem dank ihrer genialen Schwefelverbindungen auf und gehören unbedingt regelmäßig auf den Speiseplan der entzündungshemmenden Ernährung.

Kurkuma & Ingwer – die tollen Knollen

Dass Kurkuma und Ingwer ziemlich dicke sind, hatten wir euch ja schon gesagt.

Im Bereich der entzündungshemmenden Ernährung nehmen sie aber nochmals eine Sonderstellung ein. Diese beiden sind nicht nur ein bisschen, eventuell, und wenn der Mond gerade günstig steht, gut, sondern tatsächlich wissenschaftlich belegte Entzündungshemmer.

Mit die stärksten natürlichen Wirkstoffe der Welt erwarten euch in Kurkuma und Ingwer – wen wundert’s da noch, dass es für manch eine entzündliche Erkrankung Tabletten und Kapseln auf Basis der beiden Knollen gibt. Auch ohne chronisches Leiden gehören die farbenfrohen Knollen unbedingt auf den Teller. Und mit sowieso.

Pflanzenöle – die flüssigen Bezwinger

Was die Transfette versemmeln, holen die guten Pflanzenöle wieder raus. Denn Fett ist nicht gleich Fett.

Als entzündungshemmend gelten beispielsweise Öle mit ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, zum Beispiel Leinöl oder Walnussöl. Natürlich funktioniert das Prinzip auch in fester Form. Knabbert also gerne mal wieder ein paar Nüsse und tut euch was Gutes.

Kräuter – die grüne Kompanie

Kräuter platzen fast, so viel antioxidative und antibakterielle Stoffe stecken in ihnen. Und trotzdem so viel Geschmack, das ist das wirklich Geniale hier!

Ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe, Flavonoide und noch mehr kompliziert klingendes Zeug geben Bärlauch, Dill, Thymian und Co. schlagkräftige Argumente gegen lästige Entzündungsherde.

Fermentierte Lebensmittel – die Probiotik-Profis

Eine besondere Rolle kommt fermentierten Lebensmitteln zu, denn sie gelten als höchst entzündungshemmend.

Gerade bei Darmentzündungen, Reizdarmsyndrom und Co. sind sie bestens geeignet. Denn durch die Fermentation entstehen Probiotika. Und diese bringen die natürliche Balance des Darms wieder zurück, wenn sie aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Gut sind hier Sauerkraut, Tofu oder Miso. Von Hausmannskost bis asiatischer Küche lohnt sich also ein kleiner Ausflug ins Reich der natürlichen Probiotik-Profis.

Macht’s wie Mutti!

Wie sagten unsere Mütter oder vielleicht auch Großmütter so schön? „Der kluge Mann baut vor.“ Oder noch treffender: „Vorbeugen ist besser als Heilen“.

In diesem Sinne: Gönnt euch doch gleich das ein oder andere Schätzchen aus unserer Liste und sagt den Entzündungen, wer der Chef im Ring ist.

Viel Spaß und guten Appetit!

Foto: victoriaKh / shutterstock.com

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