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Food-Trend Clean Eating: Natürlich bitte!

Clean Eating

Eine natürliche Ernährung als Trend? Genau das will Clean Eating und scheut sich mit diesem vermeintlich einfachen Konzept nicht, auf die Bühne der unzähligen Food-Trends zu treten.

Der nächste Trend bitte

Mit den Food-Trends ist es ein bisschen wie im Zirkus. Eine Nummer ist besser als die andere. Die Clowns waren toll, der Seiltänzer beeindruckend mutig und die Akrobatik unterm Zeltdach atemberaubend. Fast jede Nummer hat die vorherige überboten und war noch besser, schneller und höher.

Wer heute auf der Suche nach einer guten Ernährungsweise und dem dazu passenden Konzept ist, blickt bei der riesigen Auswahl an Möglichkeiten schnell nicht mehr durch. Ein Trend nach dem anderen kommt ans Tageslicht, um sich dort als die ideale Ernährungsform ins Rampenlicht zu stellen. Als die, die jetzt wirklich alle aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu einer gesunden Ernährung in sich vereint. Und natürlich total einfach in den Alltag integriert werden kann.

Das mag im Taumel der anfänglichen Begeisterung auch so sein – langfristig setzen sich aber die wenigsten Food-Trends als natürlicher Bestandteil des täglichen Lebens durch.

Zwei Schritte zurück: was Clean Eating bedeutet

Da war es, das passende Stichwort: natürlich. Im Dschungel der verschiedensten Ernährungsformen und Nahrungsergänzungen spickt Clean Eating nahezu unscheinbar aus der Masse hervor. Und ist im Grunde gar kein Trend, sondern die Rückkehr zu einer natürlichen, ursprünglichen Ernährung.

Clean Eating basiert auf dem Grundsatz, möglichst viele natürliche Lebensmittel zu verwenden. Das bedeutet nicht, dass du nur noch Rohkost essen darfst, sondern einfach deinen Blick ein wenig schärfen solltest. Den Blick dafür, wie viele verarbeitete Lebensmittel wir heute eigentlich essen.

Das Grundprinzip von Clean Eating heißt: Natürliche, unverarbeitete Lebensmittel ohne überflüssige Zusatzstoffe gehören auf den Teller. Eigentlich ein alter Hut, nur hieß es vor rund vierzig Jahren im Rahmen der Bio-Bewegung noch vollwertige Ernährung. Der moderne Name ist dennoch charmant und zeigt, dass Clean Eating nach wie vor aktuell ist.

Geprägt wurde der neue Begriff vor allem von der Kanadierin Tosca Reno. Aber auch andere Damen wirkten an seiner Verbreitung mit, zum Beispiel Ashy Bines in Australien und Kristin Woltmann in Deutschland.

Clean Eating in der Praxis

Zugegeben, Clean Eating ist keine bahnbrechend neue Idee. Aber irgendwie in ihrer Einfachheit trotzdem revolutionär. Denn eine natürliche Ernährung ist heute gar nicht mehr so einfach.

Überall locken verarbeitete Nahrungsmittel, solche mit Geschmacksverstärkern oder Aromen. Selbst wenn diese Aromen natürlich sind, ist dies keine natürliche Ernährung. Denn wenn du weißt, dass im Erdbeerjoghurt kaum eine echte Erdbeere steckt, sondern das Aroma aus Schimmelpilzen gewonnen wird, vergeht dir schnell der Appetit. Ein Erdbeerjoghurt nach dem Prinzip von Clean Eating bestünde aus Joghurt und Erdbeeren. Einfach und logisch, aber längst nicht in jeder Küche normal.

Jede der genannten Autorinnen legt die Regeln des Clean Eatings ein wenig anders fest. Gemeinsam haben sie aber Grundregeln, die du beachten solltest, wenn du dich ursprünglich und natürlich ernähren möchtest.

  • Trink!

Viel trinken, das ist wohl der meistverbreitete Ratschlag überhaupt. Aber er ist auch wirklich enorm wichtig. Beim Clean Eating wird eine Trinkmenge von mindestens zwei bis drei Litern am Tag empfohlen. Und zwar Wasser oder Tee.

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  • Iss!

Und das bitte mehrmals. Clean Eating plädiert für fünf bis sechs kleine Mahlzeiten, statt der klassischen drei großen. Hier gilt es vor allem, Achtsamkeit für die Portionsgrößen zu entwickeln. Aber ganz ohne lästiges Kalorienzählen.

  • Gute Fette!

Ungesättigte Fettsäuren aus natürlichen Quellen, z. B. Avocado oder Walnüsse statt ungesunder Transfettsäuren aus Chips oder Fertiggerichten gehören auf den Speiseplan.

  • Nährstoffreich!

Clean Eating steht für eine natürliche Ernährung, die dem Körper Kraft und Energie spendet. Daher solltest du hier alle leeren Kalorien oder Lebensmittel, die eine zu vernachlässigende Nährstoffdichte aufweisen, meiden. Dazu zählen Weißmehlprodukte oder zuckerhaltige Getränke. Auch stark verarbeitete Produkte glänzen mit jedem Verarbeitungsschritt weniger durch ihren Nährstoffgehalt. Wenn schon Orangensaft, dann bitte frisch gepresst und nicht aus dem Tetra Pak.

Übung macht den Clean Eater

Eigentlich einfach, aber doch ein wenig Übung erfordernd. Achte doch mal auf die Inhaltsstoffe der Lebensmittel, die in deinem Einkaufswagen landen. Weniger ist hier mehr.

Ein guter Tipp ist es, öfter auf dem lokalen Wochenmarkt zu kaufen, denn dort kommen die allermeisten Produkte ohne ellenlange Kennzeichnung aus. Und ein Beitrag zu einer nachhaltigen Ernährung ist dies obendrein.

Hast du bereits eigene Erfahrungen mit Clean Eating gemacht? Teile sie mit uns!

Und wer noch ein bisschen was zum Thema lesen möchte, dem empfehlen wir die folgenden Bücher:

Clean Eating - Kochen mit Superfoods (Bewusst genießen - besser leben)  Clean Eating - Das Kochbuch: Iss dich gesund!  Clean Eating Basics: Der natürliche Weg für ein neues Lebensgefühl  

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Foto: Beda / pixabay.com

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